Zahnaerzteblatt.de

 

Überzeugendes Votum

Die Zahnärzteschaft zeigt Geschlossenheit, wenn Druck von außen bzw. vonseiten der Politik kommt. Unter diesem Eindruck steht die baden-württembergische Delegation nach der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), die Mitte März in Berlin stattgefunden hat. In großer Einigkeit wurde Dr. Wolfgang Eßer als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt. Die Wahl des Vorstands der KZBV im März wird im Beitrag "Überzeugendes Votum" als positives Zeichen gewertet. Das Votum der konstituierenden Vertreterversammlung der KZBV gilt als Vertrauensbeweis, aber auch als Signal für die Politik. Im ZBW-Exklusivinterview "Aufgaben der Selbstverwaltung kraftvoll wahrnehmen" kommt der wiedergewählte Vorsitzende der KZBV, Dr. Wolfgang Eßer ausführlich selbst zu Wort. „Für mich stehen dabei die drei großen „Ds“ ganz oben auf der politischen Agenda“, sagt Dr. Eßer im Interview. „Wir müssen den demografischen Wandel bewältigen, die Chancen der Digitalisierung konsequent nutzen und dabei die Datensicherheit für Patienten und für Zahnärzte gewährleisten.“
In ihrem Leitartikel "Aktiver Player - auch auf Bundesebene" schreibt die Vorsitzende des Vorstands der KZV BW, Dr. Ute Maier, über den Anspruch der KZV in Baden-Württemberg, sich engagiert und aktiv auf Bundesebene für die Zahnärzteschaft einzubringen und eine verlässliche Stimme für den Berufsstand zu sein.

Selbstverwaltungsstärkungsgesetz in Kraft getreten

Seit dem 1. März 2017 ist das GKV-Selbstverwaltungsstärkungsgesetz (SVSG) in Kraft. Trotz zahlreicher Nachbesserungen des ursprünglichen Gesetzentwurfs, die nicht zuletzt dem vehementen Einspruch der Selbstverwaltungsorgane zu verdanken sind, wird es von den Heilberufen nach wie vor als kontraproduktiv und schädlich gewertet. Auch die KZV BW bleibt bei ihrer Einschätzung, dass das SVSG von generellem Misstrauen gegenüber der Selbstverwaltung in der GKV geprägt ist, den Gestaltungsspielraum massiv einschränkt und die Selbstverwaltung gerade nicht gestärkt wird. Wie gehen die Standespolitiker auf Ärzte- und Zahnärzteseite mit der Situation um? Der Beitrag "Neues Gesetz erzeugt Misstrauenskultur" geht näher darauf ein. 

Erstmanifestation einer Granulomatose

Oralen Ulzera können vielseitige Ursachen zugrunde liegen, eine seltene ist die Granulomatose mit Polyangiitis (GPA, vormals bis 2011 Morbus Wegener). Diese systemische Autoimmunerkrankung der kleinen und mittleren Gefäße unklarer Ätiologie ist meist mit positiven anti-Neutrophilen zytoplasmatischen Antikörpern (ANCA) assoziiert. Die Granulomatose kann neben der Mundschleimhaut alle Gewebe des Körpers befallen und mannigfaltige Beschwerdebilder hervorrufen wie auch schwerwiegende Komplikationen verursachen. Dem Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen wie auch dem Zahnarzt kommt in der Diagnostik eine wichtige Rolle zu, um den Patienten zielgerichtet einer raschen Diagnosesicherung und Therapie zuzuführen. Mehr dazu im Fortbildungsbeitrag...

Ersatz des Kiefergelenks

Fortgeschrittene degenerative Kiefergelenkserkrankungen können für betroffene Patienten mit erheblichen Funktionseinschränkungen und Schmerzen verbunden sein. Problematisch bei der Therapie solcher Erkrankungen ist die Tatsache, dass in der Regel eine Restitutio ad integrum nicht möglich ist. Hier kann in bestimmten Fällen die Endoprothetik des Kiefergelenkes eine mögliche Behandlungsoption sein. Der Fortbildungsbeitrag "Ersatz des Kiefergelenks" stellt die Therapie einer Kiefergelenksankylose mit einem beidseitigen totalen alloplastischen Kiefergelenkersatz vor.

ZFA-Beruf kommt gut an

Die Zahnärzteschaft Baden-Württemberg wirbt regelmäßig auf Berufsmessen im ganzen Land für den Ausbildungsberuf der Zahnmedizinischen Fachangestellten. In den vergangenen Wochen fanden Messen beispielsweise in Neresheim und Schorndorf statt. Die Resonanz zeigt: Die Jugendlichen interessieren sich für eine Zukunft in Gesundheitsberufen. Mehr über das Azubi-Marketing auf Berufsmessen im Beitrag "ZFA-Beruf kommt gut an".