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Digitalisierung: Chancen für die Praxis

Wie wird sich die Medizin, insbesondere die Zahnmedizin, in Zeiten des digitalen Wandels verändern? Wo liegen die Chancen, wo die Risiken? Gibt es innerhalb des Gesundheitssystems digitale Gestaltungsspielräume? Welche Rolle nimmt der Staat im Zuge der Digitalisierung ein? Das ZBW beleuchtet das Thema Digitalisierung im Gesundheitsbereich im Besonderen und im Hinblick auf die Zahnarztpraxen etwas genauer. Lesen Sie dazu die Beiträge "Chancen für die Praxis", "Letztlich zählt das Gesamtkonzept" sowie den Leitartikel "Telemedizin als Teil der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg" von Sozialminister Manfred Lucha, der bei der Steuerung der Digitalisierung im Gesundheitssektor entscheidend involviert ist.

Digitalisierung: Telematikinfrastruktur

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ein dringendes Anliegen. Aus diesem Grund wurde das E-Health-Gesetz verabschiedet, um die Karte schneller auf den Weg bringen zu können. Für den Fall, dass das vorgegebene Zeitfenster für die Anbindung der (Zahn-)Arztpraxen und Krankenhäuser an die Telematikinfrastruktur für die eGK nicht eingehalten wird, sieht das Gesetz finanzielle Sanktionen für die Spitzenorganisationen in der GKV vor. Der Beitrag „eGK-Online-Rollout: Schnelligkeit vor Sicherheit“ nimmt die langjährige Entwicklung der eGK genauer unter die Lupe. 
Bevor die Telematikinfrastruktur flächendeckend und somit bundesweit eingeführt werden kann, erfolgt eine regionale Erprobung in repräsentativ ausgewählten Praxen und Kliniken. Mehr dazu...

Digitalisierung: Datenschutz

Digitalisierung bedeutet auch, insbesondere im Gesundheitsbereich, die sensiblen Daten von Arzt und Patient zu schützen. Der Schutz von hochsensiblen Patientendaten ist somit eine große Herausforderung. Zum einen müssen das Persönlichkeitsrecht der Patienten sowie die Schweigepflicht der Ärzte und Zahnärzte gewahrt werden, zum anderen müssen die Daten so geschützt werden, dass kein Unbefugter darauf zugreifen kann. Der Beitrag „Datensicherung und Schulungen“ von Prof. Dr. Thomas Jäschke gibt wertvolle Hinweise zum Thema Datenschutz und IT-Sicherheit in der Praxis.

Digitalisierung in der Wissenschaft

Durch die Digitalisierung haben sich auch Bildgebung, Operationsplanung oder intraoperative Datenverarbeitung weiterentwickelt und innovative therapeutische Möglichkeiten eröffnet. Der Beitrag „Digitalisierung in der MKG-Chirurgie“ zeigt beispielhaft am Universitätsklinikum Freiburg wie dank der Digitalisierung eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, Zahnärzten, Augenärzten, HNO-Ärzten und Neurochirurgen erfolgen kann.

Die Digitale Volumentomografie (DVT) hat seit der ersten Veröffentlichung von Mozzo et al. 1998 eine schnelle Verbreitung in Deutschland erfahren, dies zuerst in der Zahnmedizin und in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, dann auch in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Der Beitrag "Mehr Licht als Schatten" stellt die DVT insbesondere im Hinblick auf die Zahnmedizin und die MKG-Chirurgie dar und zeigt ihren klinischen Einsatz auf.

Digitalisierung: CIRS dent

Critical Incident Reporting System – dafür steht die Abkürzung CIRS. Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung haben das Berichts- und Lernsystem „CIRS dent – Jeder Zahn zählt“ im Januar 2016 gestartet. Bei jeder Behandlung in der Praxis können unerwünschte Nebenwirkungen und Behandlungsfolgen auftreten. Der konstruktive Umgang mit kritischen Ereignissen eröffnet die Möglichkeit, von Kolleginnen und Kollegen zu lernen und Fehler zu verhindern. Das ist die Intention von CIRS. Die Zahnärzteschaft leistet mit diesem System einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität für ihre Patienten. Mehr dazu im Beitrag "Von Anderen lernen, um Fehler zu vermeiden".