Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Nationale berufliche Regulierung

 

Patientenschutz in Gefahr

Ausgabe 2, 2017

Patienten- und Verbraucherschutz sind wesentlicher Grund für Vorschriften in Deutschland, die zum Beispiel festlegen, mit welcher Qualifikation bestimmte Berufe ausgeübt werden dürfen, so zum Beispiel der Arztberuf.

Die Europäische Kommission hat am 10. Januar 2017 mehrere Gesetzgebungsvorschläge präsentiert, die die Konjunktur des Europäischen Binnenmarktes beleben sollen, darunter auch eine Prüfung der „Verhältnismäßigkeit“ von Berufsregeln. Die Europäische Kommission möchte damit die aus ihrer Sicht „überflüssige nationale Regulierung“ verhindern, um das Wirtschaftswachstum ohne Barrieren anzukurbeln. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) kritisierte diesen Vorstoß der Brüsseler Behörde massiv.

„Die Kommission stellt berufliche Regulierung unter den Generalverdacht, ‚Wirtschaftsbremser‘ zu sein“, so der Präsident der BZÄK, Dr. Peter Engel. „Dieser Weg ist falsch. Die Ökonomie kann nicht der entscheidende Maßstab für nationales Berufsrecht sein. Berufsregeln dienen vielmehr dem Patienten- und Verbraucherschutz sowie der Sicherstellung eines hohen Qualitätsniveaus. Es ist unverständlich, dass patientenschützende Regeln aufgeweicht werden sollen.“

Der als Proportionalitätstest bezeichnete Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission beinhaltet einen umfassenden Prüfauftrag für den nationalen Gesetzgeber. Er soll vor Änderung bestehenden Berufsrechts oder neuem Erlass anhand vordefinierter Kriterien prüfen, ob die Regulierung verhältnismäßig ist.

Erfasst sind dabei alle regulierten Berufe einschließlich der Gesundheitsberufe. „Der Test ist äußerst kompliziert und höchst bürokratisch“, so Engel, „das Europäische Parlament und die im Rat versammelten Mitgliedstaaten sind gefordert, hier dringend Korrekturen vorzunehmen“.

BZÄK

 

Mittelstandspreis soziale Verantwortung

 

CSR-Aktivitäten

Ausgabe 2, 2017

Viele kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg übernehmen aus Überzeugung gesellschaftliche Verantwortung, die weit über gesetzliche Anforderungen hinaus geht und geben so ein Beispiel nachhaltiger Unternehmensführung. Mit ihren Corporate Social Responsibility(CSR)-Aktivitäten leisten sie nicht nur einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlergehen, sondern handeln gleichzeitig ökonomisch und strategisch klug. Um diese vorbildlichen CSR-Aktivitäten auszuzeichnen, wird zum elften Mal im Rahmen des Mittelstandspreises für soziale Verantwortung die Lea-Trophäe verliehen und den Unternehmen für ihr Engagement gedankt.

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Nicole Hoffmeister- Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg, den Bischöfen Dr. Gebhard Fürst (Diözese Rottenburg- Stuttgart), Erzbischof Stephan Burger (Erzdiözese Freiburg) sowie den Landesbischöfen Dr. Frank Otfried July (Evangelische Landeskirche Württemberg) und Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (Evangelische Landeskirche Baden). Die Preisverleihung findet am 5. Juli 2017 in Stuttgart statt.

Ab sofort können sich alle badenwürttembergischen Unternehmen mit maximal 500 Vollbeschäftigten bewerben, die in Kooperation mit einer Organisation aus dem Dritten Sektor, z. B. einem Wohlfahrtsverband, einem Verein oder einer Umweltinitiative gemeinsam ein Projekt zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen realisiert haben. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017. Weitere Informationen finden Sie unter www. mittelstandspreis-bw.de. Anfragen zum Bewerbungsverfahren richten Sie bitte an die Geschäftsstelle des Mittelstandspreises für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg, c/o DiCV Rottenburg-Stuttgart e. V., Inci Wiedenhöfer, Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart, Tel: 0711/ 2633-1147, E-Mail: info@mittelstandspreis-bw.de.

Lea

 

Sportweltspiele der Medizin in Marseille

 

Sportevent für Mediziner

Ausgabe 2, 2017

Die 38. Sportweltspiele der Medizin und Gesundheit, auch bekannt als Medigames, bieten vom 1. bis 8. Juli 2017 in Marseille gleich mehrere Neuheiten. Der Austragungsort hat den Titel „Europäische Sporthauptstadt 2017“ und ist damit idealer Gastgeber für alle 26 Sportarten.Seit fast 40 Jahren begeistern die Sportweltspiele jedes Jahr bis zu 2000 sportaffine Mediziner, Ärzte, Apotheker und Kollegen aus den gesundheitlichen und pflegenden Berufen aus mehr als 50 Ländern.

Die Wettkämpfe werden in freundschaftlicher und internationaler Atmosphäre ausgetragen und bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, in 26 verschiedenen Sportdisziplinen an den Start zu gehen. Die Sportkämpfe werden außer den Mannschaftssportarten, sowie Golf, Schach und Bridge in sechs Alterskategorien bewertet.

Neben den sportlichen Wettkämpfen bieten die Sportweltspiele einen internationalen Kongress für Sportmedizin und einen Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus aller Welt. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.sportweltspiele.de.

Sportweltspiele/IZZ

 

KZV WL

 

VV tauscht Vorstand aus

Ausgabe 2, 2017

Dr. Holger Seib, Iserlohn, ist neuer Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Westfalen- Lippe (KZV WL). Zu seinem Stellvertreter wählte die Vertreterversammlung auf ihrer konstituierenden Sitzung vergangenen Dezember den Zahnarzt Marcus Büssing aus Gladbeck. Seib hat am 1. Januar 2017 den bisherigen KZVWL- Chef Dr. Bernard Reilmann abgelöst, Büssing den bisherigen Vize Dr. Burkhard Branding, der nicht wieder für ein Vorstandsamt kandidiert hatte. Die neue Zusammensetzung des Vorstandes dürfte dem Ergebnis der KZV-Wahlen und vorausgegangener Querelen im westfälisch-lippischen Landesverband des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) geschuldet sein. Der bisherige KZV-Chef Reilmann wurde nicht erneut nominiert und ist daraufhin mit einer eigenen Liste angetreten. Der FVDZ verlor bei dem Urnengang seine Mehrheit, er stellt aktuell nur 25 der 50 Mandatsträger. Die nachfolgenden Koalitionsverhandlungen vermochten es aber, wieder ein Duo von FVDZVertretern an die Spitze der KZV zu hieven.

dfg