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Zahnärzteblatt Baden Württemberg Ausgabe 3/2017

Editorial

Editorial

Ausgabe 3, 2017

» Verantwortung und Vertrauen. „Freiberuflichkeit in ihrer Umsetzung im Rahmen der Selbstverwaltung ist in erster Linie das Tragen von Verantwortung und die Schaffung von Vertrauen in den Berufsstand.“ Dieser Satz aus dem Statement des stv. Vorsitzenden der KZV BW, Christoph Besters, beim gemeinsamen Neujahrsempfang der BZK Freiburg und der KZV Baden-Württemberg, Bezirksdirektion Freiburg, gilt unisono für das Credo der Kammer. Das Übernehmen von Verantwortung wird tagtäglich von über 7000 Zahnärztinnen und Zahnärzten in Praxis, Klinik oder Verwaltung gelebt. Sie alle tragen dazu bei, dass der Berufsstand Vertrauen in der Bevölkerung, in der Politik, bei den Krankenkassen und ganz besonders bei den Patienten genießt. Vertrauen im Rahmen der Selbstverwaltung heißt aber auch, auf die Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie die Praxismitarbeiterinnen bezogen, dass eine Selbstverwaltung dem Berufsstand der Zahnärzte im Allgemeinen und den Zahnmedizinischen Fachangestellten im Besonderen Perspektiven der Weiterentwicklung durch Fortbildung bietet. Die Landeszahnärztekammer hatte dafür vor einem Jahr die Weichen gestellt. Die Fortbildungsinstitutionen der Selbstverwaltung bürgen für Qualität der Aus- und Fortbildung der Zahnmedizinischen Fachangestellten, damit die zahnärztliche Praxis im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern nicht nur mithalten, sondern sehr qualifizierte Angestellte binden kann. Zudem werden im zunehmend komplexer werdenden bürokratischen Praxisalltag die Praxisinhaber für die eigentliche Arbeit entlastet: nämlich die Behandlung ihrer Patienten. Lesen Sie dazu auch den Leitartikel von Prof. Dr. Johannes Einwag, Leiter des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart, in dem er Stellung nimmt zur neuen Qualifikationsstufe des bundesweit beachteten Konzepts der Aufstiegsfortbildung in Baden-Württemberg.

Engagement. Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen in den zahnärztlichen Berufsstand zu schaffen, sind Grundvoraussetzungen für die gewählten Vorstände sowie Delegierten in den Körperschaften.

Sie sind die Repräsentanten des Berufsstandes, sind die Brückenbauer zu Politik, Ministerien, Krankenkassen, Kollegenschaft und nicht zuletzt zur Öffentlichkeit. Kommunikation, Information, politischer Dialog, das Spektrum der zahnärztlichen Kompetenzen in Diagnostik und Therapie aufzuzeigen sowie die Gestaltungskraft der Selbstverwaltung unter Beweis zu stellen sind Aufgabenfelder, die der Politik, der Gesellschaft und dem Berufsstand letztendlich dienen und vermittelt werden. Diese Aufgaben, denen sich die gewählten Standespolitiker mit Freude und großem Engagement verschrieben haben, werden auch über das Zahnärzteblatt Baden-Württemberg und andere Medienkanäle der Öffentlichkeit kommuniziert. Die Neujahrsempfänge in Freiburg und in Stuttgart bieten dafür den vortrefflichen Rahmen, um sich ein eigenes Bild vom Engagement der Vertreter der verfassten Zahnärzteschaft zu machen. Die Berichte in diesem ZBW über die Begegnungen in Freiburg, den Neujahrsempfang der Bezirkszahnärztekammer in Stuttgart, den politischen Dialog auf dem FDP-Parteitag in Fellbach sowie die Dialog-Begegnung in Stuttgart sind dafür beredte Beispiele.

Das Spektrum der Aufgabenfelder der verfassten Zahnärzteschaft wird über das Zahnärzteblatt Baden- Württemberg, das von KZV BW und LZK BW als verbindendes Journal des Berufsstandes getragen wird, transportiert. Dadurch kann an gemeinsamen Zielen einer transparenten und mitgliederbezogenen Informations- und Kommunikationspolitik gearbeitet werden. Eine weitere Domäne des Berufsstandes ist die berufsimmanente Fortbildung mit entsprechenden Fortbildungsthemen, zu der auch das Standesblatt der Zahnärzteschaft, das ZBW, beitragen möchte. Deswegen möchte die ZBW-Redaktion auch zu Meinungs- und Diskussionsbeiträgen anregen. Die Kolumne von Florian Mehnert zu Big Data soll dazu motivieren. Als Leserbrief, über Facebook oder Twitter – das Redaktionsteam des ZBW freut sich auf Ihre Meinung.

johannes.clausen@izz-online.de