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Politik

Forum Zahngesundheit auf dem Landesparteitag der FDP

 

Die politische Motivation ist groß

Ausgabe 3, 2017

Mit dem Landesparteitag der FDP Anfang Januar 2017 in Fellbach starteten nicht nur die Liberalen motiviert in den Bundestagswahlkampf, auch die Zahnärzteschaft Baden-Württemberg stellte im Forum Zahngesundheit wieder einmal unter Beweis, dass sie eine Stimme ist, die gehört wird. Für die FDP ist das Wahljahr 2017 sehr bedeutsam, denn sie möchte zurück in den Bundestag. Die Zahnärzteschaft ist ebenso zielorientiert ins neue Jahr gestartet, denn sie möchte in Zukunft politischer agieren. Das Forum Zahngesundheit eignete sich dabei hervorragend, um auf berufspolitische Positionen aufmerksam zu machen und in einen Dialog mit den Abgeordneten und Delegierten zu treten.

Rund 400 Delegierte waren zum Landesparteitag nach Fellbach gekommen, um sich für die Bundestagswahl 2017 zu motivieren. Wieder mit dabei: das Forum Zahngesundheit der Zahnärzteschaft Baden- Württemberg.

Gesprächspartner. Die standespolitischen Positionen der Zahnärzteschaft vertraten Dr. Torsten Tomppert, der neue Präsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg (LZK BW), Dr. Eberhard Montigel, Vorsitzender der Bezirkszahnärztekammer Stuttgart, Dr. Ute Maier, Vorsitzende des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KZV BW), sowie Dr. Gudrun Kaps-Richter, Vorsitzende der Bezirksdirektion Stuttgart der KZV BW.
Gespräche kamen dabei zustande unter anderem mit Michael Theurer MdEP, Landesvorsitzender, Dr. Hans- Ulrich Rülke MdL, Fraktionsvorsitzender, Jochen Haußmann MdL, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher, Michael Link, Landesschatzmeister, Jürgen Keck MdL, sowie Ministerialdirigent Dr. Rolf Steltemeier, Europa- Beauftragter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Auch die Medienvertreter sind stets willkommene Gäste im Forum Zahngesundheit. Erwähnenswert sind hier die Besuche von Wolf Günthner, dpa, Christoph Link, Stuttgarter Zeitung, sowie Edda Markeli und Markus Pfalzgraf, Südwestrundfunk, Redaktion Landespolitik. Die Langfassung finden Sie hier sowie weitere Fotoimpressionen.

claudia.richter@izz-online.de

 

Dialog-Begegnung im Königsbau

 

Konstruktiver und vertrauensvoller Austausch

Ausgabe 3, 2017

Bündnis 90/Die Grünen werden auf Landes- wie auf Bundesebene von zwei Landesvorsitzenden vertreten. Sympathisch, eloquent und kompetent traten Dr. Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand bei ihrem Antrittsbesuch beim neu gewählten Präsidenten der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, Dr. Torsten Tomppert, sowie bei der wiedergewählten Vorsitzenden des Vorstands der KZV BW, Dr. Ute Maier, auf. Dabei wurden in der über einstündigen Unterredung viele berufs- und gesellschaftspolitisch relevante Themen angesprochen.

Zu Beginn der Dialog-Begegnung, die Mitte Februar 2017 in den Geschäftsräumen des Informationszentrums Zahngesundheit (IZZ) im Stuttgarter Königsbau stattfand, gaben Dr. Ute Maier und Dr. Torsten Tomppert den beiden Landesvorsitzenden Dr. Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand einen kurzen Einblick in die Struktur und Aufgaben der zahnärztlichen Selbstverwaltung in Baden-Württemberg in Form der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und Landeszahnärztekammer.

Gesundheitspolitik. Im Rahmen des sozial- und gesundheitspolitischen Themenkomplexes stellten Dr. Maier und Dr. Tomppert anschließend die Position der Zahnärzteschaft im Hinblick auf das GKVSelbstverwaltungsstärkungsgesetz, Hygiene und Praxisbegehungen sowie die Kammer als Approbationsbehörde vor. Darüber hinaus wurde der Blick auf das zahnärztliche Engagement zum Wohle der Patienten und der Bevölkerung gelenkt. So wurde die Bedeutung der Patientenberatung ebenso von Dr. Tomppert und Dr. Maier hervorgehoben, wie auch die Erfolge der Prävention bei Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg, die in puncto Zahngesundheit sowohl bundes- als auch europaweit an der Spitze liegen.

Bei der zahnärztlichen Versorgung in Baden-Württemberg machten Dr. Maier und Dr. Tomppert die beiden Landesvorsitzenden darauf aufmerksam, dass es einen Trend in Richtung Niederlassung bzw. Arbeiten in urbanen Gebieten mit Gemeinschaftspraxen, angestellten Zahnärzten und medizinischen Versorgungszentren gebe. Im ländlichen Raum werde es immer schwieriger, einen Nachfolger für altersbedingt aufzugebende Zahnarztpraxen zu finden. Die Politik müsse hier aktiv werden und mehr Verantwortung übernehmen. Insbesondere sei wichtig, dass auch im ländlichen Bereich Strukturen wie öffentliche Einrichtungen (z. B. Betreuungsmöglichkeiten für Kinder) oder auch Einkaufmöglichkeiten etc. erhalten blieben.

Soziales Engagement. Ein besonderes Augenmerk richteten die Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen auf das Thema soziales Engagement der Zahnärzte und ihrer Patienten, das sich in zahlreichen Initiativen von Zahnärzten in Baden-Württemberg widerspiegelt und in der Dokumentation des Informationszentrums Zahngesundheit, die jedes Jahr herausgegeben wird, nachzulesen ist. Die Versorgung von Senioren und Menschen mit Handicap sowie die zahnärztliche Versorgung von Flüchtlingen waren weitere Themen, die auf großes Interesse der Politiker stießen. Beide Seiten stellten fest, dass es noch andere Themenfelder gibt, die man miteinander besprechen könne. So vereinbarten sie schließlich eine weitere Gesprächsrunde, um insbesondere Themen wie die Bürgerversicherung ausführlicher zu erörtern.

johannes.clausen@izz-online.de
claudia.richter@izz-online.de