Zahnaerzteblatt.de

 

Kommunikation

Koordinierungskonferenz der Öffentlichkeitsbeauftragten

 

Der aufmerksame Goldfisch

Ausgabe 7, 2017

Unsere Aufmerksamkeitsspanne dauert nur acht Sekunden. Selbst Goldfische können sich länger auf eine Sache konzentrieren. Das jedenfalls behauptet eine Studie von Microsoft Kanada aus dem Jahr 2015. Die Untersuchung stellte die Behauptung auf, Menschen hätten inzwischen eine geringere Aufmerksamkeitsspanne (acht Sekunden) als ein Goldfisch (neun Sekunden). Was bedeutet das für die Öffentlichkeitsbeauftragten in den Pressestellen von Kammern und KZVen? Wie sollen sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit mit ihren zahnärztlichen Themen erreichen? Auf der Koordinierungskonferenz in Rostock holten sich die Öffentlichkeitsbeauftragten Tipps, wie der „Kampf um Aufmerksamkeit“ zu gewinnen ist.

Vor dem Hintergrund der heutigen Informationsflut ist Aufmerksamkeit zu einem ökonomischen Gut geworden, behauptet Stephan Oliver Görland, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienforschung der Universität Rostock, und spricht deshalb von der „Ökonomie der Aufmerksamkeit“.

Permanently online. Unsere mediatisierte Welt stellt sich heute so dar, dass Otto Normalbürger 9,5 Stunden pro Tag Medien konsumiert und diese meist gleichzeitig, 55 Prozent der Besucher weniger als 15 Sekunden auf einer Webseite bleiben und diese wieder verlassen, wenn sie nicht nach drei Minuten komplett geladen ist. Noch nie gab es eine schneller wachsende Technologie als das Smartphone – 88 Mal am Tag schalten wir es im Durchschnitt an, alle 14 Minuten werfen wir spätestens einen Blick darauf, um nichts zu verpassen und 35 Minuten am Tag verbringen wir allein mit dem Schreiben von WhatsApps. Ob diese Realitäten unserer digitalen Welt tatsächlich noch erstrebens- und wünschenswert sind, bleibt dahingestellt, wenn Alleinsein zu einem raren Gut wird, Aufmerksamkeit Wertschätzung ersetzt, die Menschen sich lieber einer Meinung anschließen als eine Meinung formulieren und sich lieber in einer Echokammer aufhalten, in der alle das Gleiche denken. Brauchen wir eine digitale Diät? Von diesen Thesen ausgehend, empfahl Stephan Oliver Görland den Öffentlichkeitsbeauftragten eine authentische kurzweilige PR mit Involvement, die das komplette Multimediapotenzial ausschöpft.

In die gleiche Richtung zielten auch die Praxistipps von Marcus Heumann, Vertriebsleiter von news aktuell GmbH: Bilder, Videos und ansprechende Illustrationen zur Visualisierung von Inhalten sind essenziell. Über die Social-Media- Kanäle sollten Botschaften und Interaktionen vermittelt und an Emotionen appelliert werden. Und eine kurze prägnante Überschrift, die deutlich macht um was es geht, ist Gold wert. Außerdem „Logo schützt vor Abdruck“, ist sich Marcus Heumann sicher und warnt vor übertriebener Produktwerbung.

Arbeitsgerät Smartphone. Einen Ausblick in eine für viele zahnärztliche Pressestellen noch weitgehend unbekannte Welt, gab am kommenden Tag Moderator, Redakteur und Trainer Teja Adams. Er präsentierte die Einsatzmöglichkeiten des Smartphones als Allround-Arbeitsgerät im Medien- und PR-Bereich. Insbesondere gab er Tipps zum mobilen Video: Demnächst werden die PR-Abteilungen die Eröffnung des Tags der Zahngesundheit, den Messeauftritt bei der Fachdental oder das politische Statement des Präsidenten live mit ihrem iPhone filmen, mit den Apps Camera+ oder Canva schneiden und in Echtzeit auf dem eigenen YouTube-Kanal oder im Facebook-Unternehmensauftritt hochladen! Alles Zukunftsmusik oder mithalten im Kampfgetümmel um Aufmerksamkeit im digitalen Zeitalter?

mader@lzk-bw.de

 

KammerKOMPAKT

 

Neuer landesweiter Online-Newsletter

Ausgabe 7, 2017

Für die schnelle Übermittlung aktueller berufs- und gesundheitspolitischer Meldungen hat die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg einen neuen landesweiten Online-Newsletter aufgelegt: KammerKOMPAKT. Die erste Ausgabe des KammerKOMPAKT haben Mitte Mai alle Kammermitglieder erhalten, die das Rundschreiben ihrer Bezirkszahnärztekammer bereits per E-Mail erhalten. Sie haben auch Interesse an dem neuen Kurzmitteilungsdienst der Kammer? Dann registrieren Sie sich jetzt über den nachstehenden QR-Code für KammerKOMPAKT!

Das KammerKOMPAKT erweitert das Kommunikationsangebot für alle Zahnärztinnen und Zahnärzte in Baden-Württemberg – es ersetzt nicht das bewährte Rundschreiben der Bezirkszahnärztekammern. KammerKOMPAKT, der neue Kurzmitteilungsdienst der Landeszahnärztekammer, erscheint in unregelmäßigen Abständen, immer bei Bedarf und stets brandaktuell.

Erste Ausgabe verpasst? Was haben Sie in der ersten Ausgabe des KammerKOMPAKT verpasst? Die Kammer geht beim Thema Praxisbegehungen jetzt in die Offensive. „Wir wollen mehr Selbstverwaltung wagen und dem zunehmenden Druck auf die Selbstverwaltung offensiv begegnen“, mit diesen Worten umschreibt LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert die neue Marschrichtung der Kammer.

„Es ist dringend notwendig, dass die Kammer ihre zahnmedizinische Kompetenz beim Thema Praxisbegehungen einbringt, um so an fachlicher Deutungshoheit zu gewinnen“. Nach einem einstimmigen Beschluss des LZK-Vorstandes bei seiner Klausurtagung wird die Landeszahnärztekammer mit den zuständigen Behörden in Kontakt treten, um abzuklären, ob seitens der Landesregierung die grundsätzliche Bereitschaft besteht, die Landeszahnärztekammer bei der Organisation und Durchführung der Begehungen nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) einzubinden.

Jetzt registrieren! Über das Ergebnis der Kammerinitiative bei der Landesregierung in puncto Praxisbegehung hält Sie das KammerKOMPAKT weiterhin auf dem Laufenden. Sollte die Landeszahnärztekammer Sie mit ihren berufspolitischen Meldungen im KammerKOMPAKT nicht ansprechen, haben Sie selbstverständlich auch die Möglichkeit, den Newsletter wieder abzustellen. Sie finden dazu im Newsletter unterhalb des Impressums einen entsprechenden Link.

mader@lzk-bw.de