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Namen und Nachrichten

Unabhängige Patientenberatung

 

Neue Leitung

Ausgabe 7, 2017

Dr. Johannes Schenkel hat die ärztliche Leitung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) übernommen. In dieser Funktion verantwortet der promovierte Facharzt für Neurologie die Qualitätssicherung der medizinischen Beratung. Zuvor war er seit 2009 Referent für Telemedizin bei der Bundesärztekammer. Nach seinem Masterstudium in Public Health 2006 arbeitete er drei Jahre lang am Städtischen Klinikum München als Oberarzt der Stroke Unit. Seit rund sieben Jahren lehrt er auch als Dozent im Masterstudiengang Cerebrovascular Medicine an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die UPD erhält Förderrnittel von der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung.

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Gesundheitsbranche

 

Wächst kräftig

Ausgabe 7, 2017

Die Gesundheitswirtschaft in Deutschland entwickelt sich immer mehr zu einem bedeutenden Wachstumsmarkt. Wie aus der „Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung“ des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht, waren in der Gesundheitsbranche zuletzt rund sieben Millionen Menschen beschäftigt. Das sind rund eine Million mehr Stellen als noch im Jahr 2005. „Eine gute Gesundheitsversorgung ist auch gut für die deutsche Wirtschaft. Nur wenn die Leute gesund sind, können sie am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen“, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Matthias Machnig. Am stärksten fiel das Stellenwachstum im Dienstleistungsbereich aus – insbesondere in der Pflege und in Kliniken. Aber auch andere Teilbereiche der Gesundheitswirtschaft konnten zulegen. Im Durchschnitt stieg die Wertschöpfung der Gesundheitsbranche seit 2005 um 3,8 Prozent pro Jahr – deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft. Im Jahr 2016 erwirtschaftete die Branche eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 336 Milliarden Euro.

G+G/IZZ

 

Vdek fordert Entlastung für Beitragszahler

 

Mehr Steuerzuschüsse

Ausgabe 7, 2017

Die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), Ulrike Elsner, unterstützt den Vorstoß der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml, die gesetzliche Krankenversicherung durch mehr Steuerzuschüsse zu entlasten. „Für versicherungsfremde Leistungen, wie die Familienmitversicherung für Ehepartner und Kinder, Haushaltshilfen, das Krankengeld bei Erkrankung des Kindes oder für gesamtgesellschaftliche Unterstützungsleistungen bei der Prävention und Selbsthilfe bzw. der Übernahme der Investitionskostenfinanzierung der Krankenhäuser sollten die Krankenkassen eine ausreichende Kompensation erhalten“, sagte Elsner. Auch die Beitragszuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für ALG-II-Empfänger in Höhe von nur 94 Euro pro Monat sind bei weitem nicht ausgabendeckend. Die Deckungslücke in Milliardenhöhe pro Jahr muss die Solidargemeinschaft der GKVBeitragszahler ebenfalls durch ihre Beiträge mitfinanzieren – eigentlich eine Aufgabe der öffentlichen Hand. Der derzeitige Bundeszuschuss von 14,5 Milliarden Euro sei da bei weitem nicht ausreichend. Wichtig sei vor allem auch eine verlässliche Finanzierung und dynamische Anpassung der Steuerzuschüsse. Derzeit sei diese beliebig und von der Haushaltslage des Bundes abhängig.

Der Gesundheitsfonds verfügt Ende 2016 über Reserven von 9,1 Milliarden Euro (bei einer gesetzlichen Mindestreserve von 4,5 Milliarden Euro). Im Jahr 2013 lagen die Reserven noch bei 13,6 Milliarden Euro. In den nächsten Jahren sei mit steigenden Gesundheitskosten zu rechnen. Aufgrund der Zusatzbeitragssätze gehen diese derzeit einseitig zu Lasten der Versicherten. Elsner: „Es ist schon befremdlich, dass auf der einen Seite der Staat in Steuermilliarden schwimmt, auf der anderen Seite Versicherte mit ihrem Zusatzbeitrag gesamtgesellschaftliche Aufgaben finanzieren müssen.“

vdek