Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz

 

Kunst für die „Herzenssache“

Ausgabe 8-9, 2017

Mitte Juni haben der Künstler und Zahnarzt Dr. Bernhard Jäger aus Mannheim und der damals noch amtierende Präsident der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz, Sanitätsrat Dr. Michael Rumpf, einen Spendenscheck von 8.500 Euro an die Vertreter der Aktion „Herzenssache“ überreicht. Die Übergabe fand in den Räumen der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz in Mainz statt, wo Dr. Bernhard Jäger einen Teil seiner großformatigen, farbenfrohen Kunstwerke ausgestellt hat. Die Besucher konnten in den vergangenen Monaten die Bilder in der Verwaltung sowie in den neu gestalteten Räumen des Instituts Bildung und Wissenschaft betrachten und käuflich erwerben. Dabei ist eine Summe von 8.500 Euro zusammengekommen, die nun an die Aktion „Herzenssache“ übergeben wird. „Kindern im Südwesten zu helfen ist unser gemeinsames Anliegen“, so Dr. Rumpf und Dr. Jäger.

Dr. Bernhard Jäger malt seit 2009 für den guten Zweck und hat so insgesamt schon mit 150.000 Euro Hilfsprojekte unterstützt. Die Kinderhilfsaktion Herzenssache e. V. setzt sich für benachteiligte Kinder in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland ein. Der Erlös dieser Ausstellung wird in Rheinland-Pfalz eingesetzt.

LZK Rheinland-Pfalz/IZZ

 

Kommentar

 

Aufruhr bei Mercedes

Ausgabe 8-9, 2017

Es gibt wenige Gründe, mit Mercedes-Mitarbeitern Mitleid zu haben. Das Einkommen in der süddeutschen Autoindustrie ist weit überdurchschnittlich hoch, die zusätzlichen Leistungen von Daimler sind exzellent, und die Autos mit dem Stern finden reißenden Absatz.

Aber Zukunftssorgen gibt es doch. Für die kraftvollen Motoren und die geschmeidigen Getriebe, für die Mercedes heute so geschätzt wird, braucht man siebenmal so viele Mitarbeiter wie für den Antrieb eines Elektroautos.

Da ist die Frage entscheidend, was mit dem Mercedes-Stammwerk in Untertürkheim passieren wird, wenn der Schwenk hin zur Elektromobilität einmal wirklich stattfindet. Das mag noch viele Jahre dauern. Doch die Investitionsentscheidungen für das Zeitalter des Elektroautos werden heute getroffen.

Daimler verlangt von der Belegschaft Zugeständnisse, weil man die Teile woanders viel billiger produzieren könnte. Dass Mitarbeiter aber leiden sollen für etwas, das heute noch ziemlich unvorstellbar ist, während die Mitarbeiter gleichzeitig Überstunden machen sollen, um die aktuelle Nachfrage nach Autos zu befriedigen, das ist schwer vermittelbar. Deswegen gibt es jetzt Aufruhr bei Mercedes. Aber das ist nur ein Vorgeschmack auf Auseinandersetzungen, die es in der ganzen Autobranche in nächster Zeit vielfach geben wird.

Susanne Preuß, Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.6.2017

 

Reform der Pflegeberufe

 

Bundestag stimmt Gesetzesvorlage zu

Ausgabe 8-9, 2017

Ende Juni – kurz vor Ende der Wahlperiode – hat der Bundestag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen doch noch die umstrittene Reform der Pflegeausbildung verabschiedet. Die Abgeordneten stimmten für den Gesetzentwurf der Bundesregierung in geänderter Fassung mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Ein Antrag der Grünen wurde mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Grünen bei Enthaltung der Linksfraktion abgelehnt. Den Entscheidungen lagen Beschlussempfehlungen des Gesundheitsausschusses zugrunde.

Vorausgegangen war ein monatelanger Streit zwischen Union und SPD über die Frage, ob mit der Ausbildung eher Generalisten oder Spezialisten herangebildet werden sollten. Ursprünglich von der Bundesregierung vorgesehen war ein durchgängig generalistisches Ausbildungskonzept, das die drei Berufszweige Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege vereinen sollte. Experten bemängelten, damit würde Spezialwissen künftig nicht mehr ausreichend vermittelt.

Der nach über einem Jahr Ausschussberatungen nun verabschiedete Kompromiss sieht eine mindestens zweijährige generalistische Ausbildung vor sowie eine mögliche einjährige ,,Vertiefung" in den Bereichen Kinderkrankenund Altenpflege. Künftig sind somit weiterhin differenzierte Abschlüsse möglich in der sogenannten Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege.

Die Ausbildung dauert drei Jahre, in Teilzeit maximal fünf Jahre und ist für die Auszubildenden kostenlos. Bislang wird in manchen Ländern noch Schulgeld erhoben. Dies soll sich ändern. Die Ausbildung wird außerdem ,,angemessen" vergütet. Voraussetzung für eine Pflegeausbildung ist ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Neu eingeführt werden soll eine Pflegeausbildung an Hochschulen. Das Studium dauert drei Jahre und soll unter anderem ein vertieftes Wissen über Grundlagen der Pflegewissenschaft vermitteln.

Insgesamt sind die Rahmenbedingungen für die Pflege mit den verschiedenen Reformgesetzen deutlich verbessert worden. Mit der nun beschlossenen Pflegeberufereform bleiben auch Hauptschüler und Quereinsteiger an Bord. Die Krankenpflege wird ersetzt durch eine generalistische Ausbildung, Altenpflege und Kinderkrankenpflege bleiben erhalten. Das Ergebnis wird 2026 evaluiert.

Dt. Bundestag/IZZ

 

Sportweltspiele der Medizin

 

Baden-Württembergs Zahnärzte räumen ab

Ausgabe 8-9, 2017

Die Hafenstadt Marseille als europäische Sporthauptstadt 2017 war Gastgeber für die 38. Sportweltspiele der Medizin und Gesundheit. 40 Nationen prägten das Bild der Eröffnungsfeier an der Strandpromenade.

Über 1500 Teilnehmer suchten neben dem fachlichen Austausch in verschiedenen Alterskategorien ihre besten Sportler. Bei den Sprintdisziplinen erzielte Dr. Klaus Mündel aus Weingarten hervorragende Ergebnisse in der Altersklasse M 45-55. Rang zwei und silbernes Edelmetall waren der Lohn für sehr gute 26,31 Sekunden über 200 m.

In der gleichen Altersklasse trat sein Berufskollege Dr. Frank Schleenbecker aus Ravensburg an. Er vertrat die deutschen Farben im zahnarzt-untypischen Gewichtheben, Kugelstoßen, Speer- und Diskuswerfen sowie im Hammerwerfen und Pistolenschießen. Nach einem fünfstündigen Wettkampf konnte er sich im Gewichtdreikampf über eine Bronzemedaille freuen. Noch am gleichen Tag stand das Kugelstoßen an, wo im Stade de Luminy gute 12,38 m für den ersten Platz auf dem Podest reichten. Es folgte am nächsten Wettkampftag Gold im Speerwerfen, während 28,51 m im Diskuswerfen für die Silbermedaille reichten.

Spannend ging es im Hammerwerfen zu. Mit 25,11 m im ersten Versuch setzte der Zahnarzt und Heilpraktiker ein Zeichen. Die Konkurrenz rückte dem Ravensburger auf die Pelle. Doch mit drei Würfen über die 25-Meter-Marke konnte Frank Schleenbecker seinen ersten Versuch bestätigen und die Konkurrenz für sich entscheiden. Das silberne Edelmetall für seine Leistungen im 10 m Luftpistolenschießen wurden Schleenbecker vom Olympia-Zweiten der Spiele in Rio um den Hals gehängt. Auch der Reutlinger Dr. Jochen Gutbrod konnte bei den Weltspielen, insbesondere auf den Mittel- und Langstrecken Medaillen sammeln.

Der besondere Geist der Medigames war allenthalben zu spüren, wo Iraner ungezwungen mit Japanern und den gastgebenden Franzosen ins Gespräch kamen und das Gemeinschaftsgefühl auch auf der Bühne präsentierten. Für das kommende Jahr haben sich Malta und Pula (Kroatien) als Austragungsorte beworben.

FS