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Personalia

25-jähriges Dienstjubiläum

 

„Das ist Aufgabe der Kammer“ oder was Identifikation verma(a)g!

Ausgabe 10, 2017

So unmissverständlich das Credo, so eindeutig auch seine Zuordnung. Und im Ranking oft gesagter Sitzungs-Sätze vermutlich die unangefochtene Nummer eins! Wer’s gesagt hat? Axel Maag. Seit 25 Jahren im Dienst – natürlich – der Kammer!

Es geht ihm eigentlich nie schnell genug. Ob Routine-Arbeiten erledigen, Entscheidungen für Präsidium und Vorstand vorbereiten oder Mitarbeiter führen. Letztere können ein Lied davon singen. So ein Tempo kann ganz schön anstrengend sein. Und das Aufschieben von anstehenden Entscheidungen ist ihm ein Gräuel. Das Gute daran: Es bleibt nix liegen.

Ist er unbequem? Manchmal, weil – passend zum Tempo – bisweilen ungeduldig und dann diplomatisch nicht immer auf Schmusekurs gebürstet. Dafür als Ausgleich ohne Wenn und Aber hundert Prozent loyal seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Ehrenamtsträgern gegenüber. Das wiegt unterm Strich eigentlich mehr!

Axel Maags Aktivitäten haben von Anfang an immer konkrete Ziele verfolgt, die stets zum Wohle der Kammer und der Zahnärztinnen und Zahnärzte waren und sind. Auch das ist Ausdruck seiner uneingeschränkten Identifikation mit den Aufgaben der Kammer.

Zunächst neun Jahre lang als Assistent der Geschäftsleitung und stellvertretender Geschäftsführer sowie seit 15 Jahren als Direktor der LZK. Dass er als Jurist bisweilen eine andere Sicht auf die Dinge der Zahnärzteschaft hat, ist dabei häufig hilfreich und schützt vor Betriebsblindheit.

Noch als Assistent der Geschäftsführung verfasste Axel Maag ein wortwörtlich wegweisendes Werk. Das „Praxishandbuch für Zahnärzte“ erfährt bis heute in Fachkreisen bundesweit höchste Anerkennung und kann, ständig aktualisiert, unter www.lzkbw.de/PHB/ von jedermann eingesehen werden. Der Leitfaden bietet Praxisinhaber und Praxisteam bei den täglichen Praxisführungsmaßnahmen, die durch zahlreiche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien geregelt sind, wertvolle Hilfestellung. Das muss man erst einmal so hinkriegen!

Verwaltungsma(a)gie. Als der Geschäftsführer der LZK, Johann Glück (†) im Jahr 2001 in den wohlverdienten Ruhestand ging, war es eigentlich nur folgerichtig, dass Axel Maag dessen Nachfolge zum 1.1.2003 antrat.

Sein Engagement, das Portfolio an Wissen und seine Leidenschaft für die Kammerarbeit machten ihn zur idealen Besetzung für den Direktorenposten.

Schnell hatte er sich in seinen neuen Aufgabenbereich eingearbeitet. Und dabei stirnrunzelnd zur Kenntnis genommen, dass die Kammerverwaltung eigentlich eine gemeinsame Sprachregelung braucht. Es blieb natürlich nicht beim Stirnrunzeln. Die Reformation – eine Mammutaufgabe! Die Verwaltung der gesamten Kammer war damit über viele, viele Monate beschäftigt. Das Ergebnis dieses Brückenschlags kann sich jedoch sehen lassen.

Das Qualitätsmanagement-Handbuch der Verwaltung ermöglicht heute eine abgestimmte Vorgehensweise bei der Erledigung aller Verwaltungsaufgaben und stellt einen großen Schritt bei der Entwicklung der Kammer zum Dienstleistungsbetrieb für die Zahnärzteschaft dar.

Alles, was einem nicht auf die Füße fallen kann … ist Dienstleistung. Diese launige Erklärung stand einmal im Wochenmagazin „The Economist“. Sinngemäß gefolgt von: „Dienstleistungen gehört die Zukunft“. Na ja, nicht ganz neu, aber Dienstleistungen für die Zahnärztinnen und Zahnärzte im Land sind in der Tat heute eine der großen Aufgaben der Kammer. Man sollte meinen, dass Fortbildung, Gebührenordnung für Zahnärzte, Praxisführung mit dem Schwerpunkt Hygiene, Rechtswesen und die vielen satzungsgemäßen und politischen Aufgaben also mehr als genug Arbeit für einen Direktor darstellen. Doch weit gefehlt!

Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine erfolgreiche Frau. Was wäre dieser kurze Beitrag zum 25-jährigen Dienstjubiläum von Axel Maag also ohne einen kleinen Blick in sein Privatleben? Nicht immer vordergründig, aber immer gegenwärtig, ist die Liebe zu seiner Frau Karin, die als Bundestagsabgeordnete einen ständigen Städtespagat macht. Das geht zu Lasten des gemeinsamen Zeitkontos.

Der rastlose Direktor hat schon ein neues Aufgabenfeld im Fokus: Die Kammer als Approbationsbehörde! Da gibt es noch einiges zu tun. „Das ist Aufgabe der Kammer!“ Vielleicht bald, Herr Direktor!

Dr. Udo Lenke Ehrenpräsident der LZK BW