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Zahnärzteblatt Baden Württemberg Ausgabe 11/2017

Editorial

Editorial

Ausgabe 11, 2017

» Bundestagswahl. Die Demokratie in Deutschland ist gestärkt aus der Bundestagswahl hervorgegangen. 76,2 Prozent der Wahlbeteiligten gingen zur Urne. 2013 waren es mit 71,5 Prozent deutlich weniger. Und auch die Direktmandate sprechen eine deutliche Sprache: die CDU errang bundesweit 231, die SPD 59. Die Parteien am linken und rechten Rand gewannen lediglich acht Wahlkreise. 87 Prozent der Wahlberechtigten schenkten rechtsgerichtetem Gedankengut bei der Bundestagswahl 2017 kein Vertrauen. Was das Ergebnis der Wahl für die Zahnärzteschaft bedeuten könnte, beleuchtet Dr. Ute Maier in ihrem Leitartikel.

Um die Bundestagswahl geht es auch im Beitrag „Im Rückspiegel“ von Dorothea Kallenberg. Nachdem sich das Endergebnis der Wahl einigermaßen klar abzeichnete, gaben viele Kommentatoren im In- und Ausland erste Einschätzungen ab, schreibt die Autorin, die als dominierendes Thema den Anteil Angela Merkels an den Verlusten der CDU ausgemacht hat. Aber auch die Chancen einer Jamaika-Koalition und die künftige Rolle Deutschlands in Europa beschäftigten die Kommentatoren.

» Tag der Zahngesundheit. Esslingen am Neckar bot bei der landeszentralen Auftaktveranstaltung zum Tag der Zahngesundheit am 20. September ideale Bedingungen, um die Bevölkerung auf die Bedeutung der Zahnprophylaxe aufmerksam zu machen: Mitten auf dem Hafenmarkt, umgeben von malerischen Gebäuden aus dem Mittelalter, leuchtete das weiße Pagodenzelt des Erlebnisforums Zahngesundheit im Sonnenlicht des Spätsommers besonders hell und lockte zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Das diesjährige Motto „Gesund beginnt im Mund. Baden-Württembergs Kinderzähne sind spitze“ wurde durch aktuelle Zahlen zur Zahngesundheit untermauert. Denn wieder einmal zeigt sich: Nirgendwo in Deutschland sind die Zähne der Kinder und Jugendlichen so gesund und kariesfrei wie hierzulande. Mehr über die landeszentrale Auftaktveranstaltung zum Tag der Zahngesundheit in Esslingen lesen Sie im Beitrag von Claudia Richter.

» Frühkindliche Karies. „Frühkindliche Karies, auch als Nuckelflaschenkaries bzw. Early Childhood Caries (ECC) bezeichnet, ist heutzutage nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in Industrieländern wie Deutschland eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kleinkind- und Vorschulalter. Die American Academy of Pediatric Dentistry (AAPD) definiert die frühkindliche Karies als eine Erkrankung bei Kindern unter 71 Monaten, bei denen mindestens ein Zahn eine Dentinkaries aufweist bzw. wegen Karies gefüllt oder extrahiert wurde“, schreiben ZA Mhd Said Mourad, Dr. Julian Schmoeckel und Prof. Dr. Christian H. Splieth, Abt. für Präventive Zahnmedizin und Kinderzahnheilkunde, Universitätsmedizin Greifswald, in ihrem Beitrag. Dieser erläutert Folgen und potenzielle Spätfolgen frühkindlicher Karies.

» Vertreterversammlungen. Über die Vertreterversammlungen der Bezirkszahnärztekammern Tübingen und Karlsruhe berichtet Johannes Clausen. Der Vorsitzende der Bezirkszahnärztekammer Tübingen, Dr. Wilfried Forschner, hinterfragte die kostenfreie Patientenberatung der Zahnärzteschaft und stellte das Thema zur Diskussion. Dieses Thema beherrschte die Versammlung auf hohem Diskussionslevel. Auch die neue Approbationsordnung bestimmte die berufspolitischen Diskussionen bei der Versammlung in Konstanz.

Der Vorsitzende der Bezirkszahnärztekammer Karlsruhe, Dr. Norbert Engel, kritisierte unter anderem die für die Ausübung einer exzellenten Zahnheilkunde „hinderliche gesetzliche Reglementierung“ und politische Steuerung. Er richtete den Blick nach vorn. Das Ziel: die gute Qualität der Zahnheilkunde zu bewahren und weiterzuentwickeln.

christian.ignatzi@izz-online.de