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Zahnärzteblatt Baden Württemberg Ausgabe 04/2018

Editorial

Ausgabe 4, 2018

» Politik. „Die neue Bundesregierung steht. Und die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2017 trägt einmalige, historische Züge: Noch nie hat sie so lange gedauert wie diesmal: exakt 171 Tage. Der Höchststand bisher waren 86 Tage nach der Bundestagswahl 2013. Und der Koalitionsvertrag liegt vor: Mit 177 Seiten und 8.355 Zeilen der bisher umfangreichste Vertrag, den Koalitionsparteien in rekordverdächtig kurzer Zeit formuliert und beschlossen haben. Ob nun Bundeskanzlerin Angela Merkel der SPD die Regierung geschenkt hat (BILD Zeitung), oder ob die Sozialdemokraten abgesahnt haben (Die Welt): Interessanter ist, was der Koalitionsvertrag für die Zahnärztinnen und Zahnärzte bedeutet. Die KZV BW und die LZK BW haben das Werk analysiert“.

Der Präsident der Landeszahnärztekammer, Dr. Torsten Tomppert, schreibt zur neuen Bundesregierung: „Grundsätzlich begrüßenswert sind für mich alle Vorhaben, die die (zahn-)medizinische Versorgung der Bevölkerung substanziell verbessern und den Menschen in den Mittelpunkt stellen.“ Wie Dr. Tomppert den Koalitionsvertrag einschätzt, lesen Sie in seinem Statement.

» Berufspolitik. „Die Tour de Ländle hat im Regierungsbezirk Stuttgart Tradition. Seit Januar touren die beiden Vorsitzenden der Bezirkszahnärztekammer Stuttgart durch die zwölf Kreisvereinigungen des Bezirks, um über aktuelle Themen der Berufsausübung zu informieren und den hautnahen Gedankenaustausch mit den Kolleginnen und Kollegen zu pflegen. Schwerpunkt der diesjährigen Tour de Ländle waren Themen rund um die Praxisführung: Wie können sich die Praxen auf die immer neuen Anforderungen vorbereiten und wie unterstützt sie die Kammer? Dr. Hendrik Putze, Referent für Praxisführung und Digitales und Mitglied im LZK-Praxisführungsausschuss, zeigte Möglichkeiten aus den Erfahrungen seiner Arbeit auf.“ Welche das waren, erfahren Sie im Beitrag von Andrea Mader.

» Lichtkunst aus Freiburg. „Der Ärztliche Direktor der Freiburger Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen, hat neben dem Beruf ein leuchtendes Hobby. Er schafft Lichtkunst, in der er seine Fotografien von Orten auf der ganzen Welt in Kunstwerke für die Sinne verwandelt und eine Brücke zu seinem Beruf baut.“ Mehr zu seinen außergewöhnlichen Werken lesen Sie in der ZBW-Reihe „Einer von uns“.

» Das zusammengesetzte Odontom. „Odontome zählen zu den häufigsten odontogenen Tumoren. Sie werden überwiegend als entwicklungsbedingte Anomalien (sog. Hamartome) der embryonalen Zahnleiste und nicht als echte Tumoren angesehen. Sie sind in der Regel symptomlos und langsam wachsend. Man unterscheidet zwei Typen, das komplexe Odontom und das zusammengesetzte Odontom.“ Einen Überblick über das komplexe Behandlungsfeld gibt der Beitrag von Dr. Alexandra Baum und Priv. Doz. Dr. Michael Korsch, M. A..

» Die Partschfistel. „Die chronisch granulierende Entzündung nach Partsch ist eine Fistel der äußeren Haut, ausgelöst durch eine chronische apikale Entzündung, die einen Fistelgang durch Knochen und Weichgewebe bis zur äußeren Haut entstehen lässt. In den letzten Jahrzehnten ist die Häufigkeit der Partschfistel rückläufig, so kann die korrekte Diagnose schwierig sein; oft kommt es zu nicht zielgerichteten Therapien. Patienten werden oft mehrfach erfolglos operiert, wenn die dentogene Ursache nicht erkannt wird.“ Einen konkreten Patientenfall beleuchtet Dr. Fridleif Bachner.

christian.ignatzi@izz-online.de