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Berufspolitik

Bezirkszahnärztekammer Stuttgart

 

Tour de Ländle macht Halt in Esslingen

Ausgabe 4, 2018

Die Tour de Ländle hat im Regierungsbezirk Stuttgart Tradition. Seit Januar touren die beiden Vorsitzenden der Bezirkszahnärztekammer Stuttgart durch die zwölf Kreisvereinigungen des Bezirks, um über aktuelle Themen der Berufsausübung zu informieren und den hautnahen Gedankenaustausch mit den Kolleginnen und Kollegen zu pflegen. Schwerpunkt der diesjährigen Tour de Ländle waren Themen rund um die Praxisführung: Wie können sich die Praxen auf die immer neuen Anforderungen vorbereiten und wie unterstützt sie die Kammer? Dr. Hendrik Putze, Referent für Praxisführung und Digitales und Mitglied im LZK-Praxisführungsausschuss, zeigte Möglichkeiten aus den Erfahrungen seiner Arbeit auf.

Auf der 10. Station der diesjährigen Tour de Ländle begrüßte BZK-Vorsitzender Dr. Eberhard Montigel die Kolleginnen und Kollegen der Kreisvereinigung Esslingen. „Zahnmedizinische Mitarbeiter/innen stehen ganz oben auf der Agenda der BZK“, versicherte der Vorsitzende, „gleichwohl gestaltet sich die Suche nach Azubis heute immer schwerer“. „Wir stehen im Wettbewerb“, betonte Dr. Montigel, „und in diesem Wettbewerb spielt auch die Vergütung eine Rolle“. Der Vorsitzende informierte und warb für die ab 01.01.2018 geltenden neuen Vergütungsempfehlungen. Das Gehalt ist wichtig, aber nicht allein entscheidend. Der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten ist ein attraktiver Gesundheitsberuf mit vielen Aufstiegschancen. Dr. Montigel appellierte an die Kollegen, ihre Mitarbeiter/innen frühzeitig für die Aufstiegsfortbildungen im ZFZ Stuttgart anzumelden. Zudem sprach Dr. Montigel die derzeitigen Überlegungen der Kammer an, einen eigenen Kurs für fachfremde Mitarbeiter/ innen zur Aufbereitung von Medizinprodukten anzubieten.

In puncto Praxisbegehungen sei es darüber hinaus, dank der Initiative des LZK-Präsidenten, gelungen, „auf höchster Ebene einen Draht herzustellen und mit Sozialminister Lucha ins Gespräch zu kommen“. Man habe einen regelmäßigen Austausch vereinbart und könne auf diesem Weg die zentralen Themen wie Dokumentation und Prüfprotokolle ansprechen.

Take-home-message. Zehn Knackpunkte, von Validierung über Sterilgutverpackung bis EU-Datenschutz- Grundverordnung, präsentierte Dr. Hendrik Putze den Kollegen im Anschluss aus seinem Referat. Und aus den eigenen Erfahrungen konnte er den Kollegen zu den Knackpunkten auch gleich eine praktische Empfehlung mit auf den Weg geben: Unbedingt das Seminar „Praxisbegehung, was nun? Update 2018“ besuchen. Das Seminar richtet sich an Praxisinhaber und Team, die sich auf eine Praxisbegehung vorbereiten wollen. Eine gute Vorbereitung auf eine anstehende Praxisbegehung ist auch die Hygieneberatung der Abteilung Praxisführung in der LZK-Geschäftsstelle. Weitere Informationsquellen für sämtliche Praxisführungsthemen sind die ZBW-Pinnwand und die Rundschreiben. Dr. Putze empfahl den Kollegen weiterhin, „sich um ein QM-System zu kümmern und sich zum BuS-Dienst-Kammermodell der LZK BW anzumelden“. Auch die diversen Rahmenvertragspartner der LZK sind unbedingt zu empfehlen: Die Firma ValiTech für die Validierung und das Labor für Umwelthygiene für die Überprüfung der mikrobiologischen Wasserqualität.

Beim Thema Datenschutz kommt einiges auf die Zahnarztpraxen zu – aber die Kammer wird den Kollegen die relevanten Informationen zur Umsetzung der Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung in den kommenden Wochen sukzessive auf der LZK-Webseite zur Verfügung stellen. Sobald ein neues Kapitel vorliegt, wird die Kammer über ihren Online- Newsletter KammerKOMPAKT informieren. Dr. Putze schloss seine Ausführungen mit einer erfreulichen Digitalisierungs-Message: Zahnärzte gehören neben Architekten, Pfarrern und Grundschullehrern zu jenen Berufen, die in der Zukunft nicht durch Digitalisierung und Automatisierung wegrationalisiert werden!

mader@lzk-bw.de