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Dialog-Begegnung im Königsbau

Die Spitzenvertreter der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg, LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert und KZV-Vorstandsvorsitzende Dr. Ute Maier, führten am 14.Februar 2017 in der Geschäftsstelle des IZZ einen politischen Dialog mit Dr. Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand, den baden-württembergischen Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen.
Folgende Themen wurden u.a. diskutiert: Aufgaben der Selbstverwaltung, Stärkung des ländlichen Raumes, Feminisierung des zahnärztlichen Berufsstandes, Praxisbegehungen und Prävention.
Johannes Clausen, Leiter des IZZ (l.) moderierte das Gespräch.
Fotos: C. Richter/IZZ



Johannes Clausen, IZZ, Dr. Ute Maier, KZV BW, Dr. Torsten Tomppert, LZK BW, Oliver Hildenbrand und Dr. Sandra Detzer, Bündnis 90/Die Grünen.


Oliver Hildenbrand und Dr. Sandra Detzer informierten sich zuerst über die Strukturen der zahnärztlichen Selbstverwaltung.


LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert


Dr. Ute Maier, Vorstandsvorsitzende der KZV BW



ZBW-Workshop: Herausgeber und ZBW-Redaktion stellen Weichen

Kommunikation ist erfolgreich, wenn gute und attraktive Themen zum richtigen Zeitpunkt gezielt auf die Agenda gebracht werden. Um im Jahr 2017 für das Zahnärzteblatt Baden-Württemberg einen adressatengerechten Themenzuschnitt zu entwickeln, trafen sich beim ZBW-Workshop am 3. und 4. Februar in Ludwigsburg Dr. Ute Maier, Vorsitzende des Vorstands der KZV BW, Dr. Torsten Tomppert, Präsident der LZK BW, Dr. Norbert Struß, stv. Präsident der LZK BW, Dr. Hans Hugo Wilms, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der KZV BW, Axel Maag, Direktor der LZK BW, Andrea Mader, Leiterin Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der LZK BW, Guido Reiter, Leiter Kommunikation und Medien der KZV BW, Florian Wahl, Leiter Stabsstelle Politik der KZV BW, Gabriele Billischek, Redaktionsassistentin ZBW, Johannes Clausen, Chefredakteur ZBW, Ulrike Fuchs, Büroleiterin Informationszentrum Zahngesundheit, Sandra Limley-Kurz, Grafikerin ZBW, Christian Ignatzi, Redakteur ZBW, sowie Claudia Richter, Redakteurin ZBW.

Mit großem Engagement wurden beim ZBW-Workshop gesundheits- und berufspolitische Themen und Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene diskutiert, wegweisende Akzente gesetzt und Weichen gestellt, um den Leserinnen und Lesern des Zahnärzteblattes praxisrelevante Beiträge zu bieten. Das ZBW deckt ein breites Themenspektrum ab, ohne dabei auf die nötige Tiefe der fachlichen Informationen zu verzichten. Deshalb ist es der Redaktion ein großes Anliegen, neben berufspolitischen Berichten, Reportagen, Leitartikeln, Kommentaren und Interviews den Leserinnen und Lesern auch namhafte Autoren aus Wissenschaft und Praxis in der Rubrik Fortbildung zu Wort kommen zu lassen. Gerade in diesem Bereich möchte das ZBW ein umfassendes Informationsangebot auf hohem Niveau bieten. In Zukunft soll der Fokus auf Fortbildungsthemen weiter verstärkt werden, um der Leserschaft auch hier einen hohen Nutzwert zu bieten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war das Thema Journalismus im Zeitalter der Digitalisierung. Welche Digitalisierungsstrategie die Zeitungsgemeinschaft Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten als Reaktion auf den schrumpfenden Printmarkt verfolgt, referierte Willi Reiners, Redakteur der Stuttgarter Nachrichten. ZBW-Redakteurin Claudia Richter lieferte anschließend einen Überblick über die bisherige digitale Entwicklung des ZBW sowie einen Ausblick auf die Möglichkeiten im ZBW-Onlinebereich. Am Ende waren sich die Workshop-Teilnehmer einig, dass das Onlineangebot des Zahnärzteblatts weiter ausgebaut werden und durch die Präsenz in den sozialen Netzwerken ergänzt werden soll.
IZZ


Fotoimpressionen
(Fotos: Ignatzi/IZZ)


Herausgeber und ZBW-Redaktion trafen sich Anfang Februar 2017 in Ludwigsburg zum ZBW-Workshop.


Dr. Norbert Struß, Dr. Torsten Tomppert, Axel Maag und Andrea Mader von der LZK BW (v.l.n.r.)


Florian Wahl, Dr. Ute Maier und Guido Reiter von der KZV BW (v.l.n.r.)


Dr. Norbert Struß, Dr. Torsten Tomppert und Axel Maag (v.l.n.r.)


Guido Reiter und Dr. Hans Hugo Wilms von der KZV BW sowie Dr. Norbert Struß, Dr. Torsten Tomppert, Axel Maag und Andrea Mader von der LZK BW (v.l.n.r.)


Gabriele Billischek, Johannes Clausen und Claudia Richter vom IZZ BW (v.l.n.r.)


Dr. Torsten Tomppert, Axel Maag und Andrea Mader (v.l.n.r.)


Sandra Limley-Kurz, Florian Wahl, Dr. Ute Maier, Guido Reiter und Dr. Hans Hugo Wilms (v.l.n.r.)


Dr. Norbert Struß (l.) und Dr. Torsten Tomppert


Willi Reiners von den Stuttgarter Nachrichten referierte zum Thema "Tageszeitung im Zeitalter der Digitalisierung"


Claudia Richter vom IZZ berichtete über Entwicklung und Möglichkeiten von ZBW-Online.


LAGZ: Die Zahngesundheit von Kindern hat sich nochmals verbessert

Spitzenwerte für Baden-Württembergs Kinderzähne


Die Landesarbeitsgemeinschaft für Zahngesundheit Baden-Württemberg e.V. (LAGZ) blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem die Zahngesundheit von Kindern sich nochmals verbessert hat. 

Bei den 12-Jährigen lag im Untersuchungsjahr 2015/2016 der DMF-T-Index im Schnitt bei 0,32. Dieser Wert zeigt an, wie viele Zähne pro Kind kariös sind bzw. wegen Karies gefüllt oder extrahiert wurden. Umso niedriger der Wert, umso weniger Kinder haben oder hatten bis jetzt Karieserfahrung. Für Baden-Württemberg bedeutet das, dass nur jedes dritte Kind einen kariösen, gefüllten oder fehlenden Zahn hat. Vor fünf Jahren war es noch jedes zweite Kind.

Ein Wert von 0 bedeutet ein naturgesundes Gebiss. Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg wiesen im Vergleich mit allen anderen Bundesländern schon seit Jahren die geringste Kariesrate auf. Gezeigt werden konnte das anhand von regelmäßigen Erfolgskontrollen, bei denen die Effektivität der Gruppenprophylaxe gemessen wird. Dr. Günter Pfaff vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg berichtete am 24.11.2016 dem LAGZ-Vorstand vom Abschluss dieser epidemiologischen Begleituntersuchungen zum Ende des Schuljahrs 2015/2016. Untersucht wurden knapp 5.500 Schüler der ersten und sechsten Klassen in Grundschulen, Gemeinschaftsschulen, Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen, Gymnasien und Sonderschulen. 

Neue Form der Kariesdiagnostik
Die Begleituntersuchungen wurden zum ersten Mal nach dem mehrstufigen International Caries Detection and Assessment System (ICDAS) durchgeführt. Es kann ohne Probleme mit den bisher erhobenen DMF-T-Werten verglichen werden, hat aber den Vorteil, dass auch ganz frühe Formen der Karies erfasst werden können, was für Prophylaxemaßnahmen besonders bedeutsam ist. Vergleicht man dieses deutschlandweit beste Ergebnis für die hiesigen Schüler mit den Zahlen von 1994, als in Baden-Württemberg bei den Zwölfjährigen ein Index von 2,4 ermittelt wurde, kann man ermessen, welchen Fortschritt die Zahngesundheit dank der zahlreichen Prophylaxebemühungen, insbesondere der Gruppenprophylaxe, gemacht hat.

Unter dem Begriff Gruppenprophylaxe versteht man breitenwirksame und flächendeckenden Maßnahmen in Kindergärten, Kindertageseinrichtungen und Schulen, die der Erhaltung und Verbesserung der Mundgesundheit dienen. Sie kommen jährlich rund 600.000 Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren zugute, bei denen im Rahmen dieser Gruppenprophylaxe eine Untersuchung der Mundhöhle, die Erhebung eines Zahnstatus und eine „Zahnschmelzhärtung“ durch Fluoridierung durchgeführt wird. Sehr wichtig ist auch das Einüben des richtigen Zähneputzens und die Aufklärung über zahngesunde Ernährung sowie über zahnschädliche Verhaltensweisen.

Professionelle Prophylaxefachkräfte
Auch Erzieherinnen und Eltern werden in die Aufklärungsarbeit mit einbezogen, die durch bestens geschulten Fachkräfte durchgeführt wird. Zusammen mit Zahnärztinnen und Zahnärzten des öffentlichen Gesundheitsdienstes und unterstützt von über 1.400 niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzten haben die rund 170 Prophylaxe-Fachkräfte in allen 37 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs auch im zu Ende gehenden Jahr wieder ein enormes Pensum bewältigt. Hinzu kommt noch, dass in Schulen und Behinderteneinrichtungen, in denen das durchschnittliche Kariesrisiko überproportional hoch ist, gruppenprophylaktische Maßnahmen bis zum 16. Lebensjahr durchgeführt und spezielle Programme für Hochrisikogruppen angewendet werden.

Das ist die LAGZ
Unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft für Zahngesundheit Baden-Württemberg e.V., die dazu beiträgt, die Idee einer nachhaltigen Zahngesundheitsförderung in Politik und Gesellschaft zu verankern, sind 37 regionalen Arbeitsgemeinschaften Zahngesundheit zusammengeschlossen. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel: die Erhaltung und Förderung der Zahngesundheit und damit die Verhütung von Zahn- und Munderkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Ordentliche Mitglieder sind aktuell das Ministerium für Soziales und Integration, der Landkreis- und der Städtetag Baden-Württemberg, die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, die AOK Baden-Württemberg, der BKK Landesverband Süd Regionaldirektion Baden-Württemberg, die IKK classic, der Verband der Ersatzkassen e. V. - Landesvertretung Baden-Württemberg sowie weitere Krankenkassen und fördernde Mitglieder.

Hier können Sie die Pressetexte der LAGZ e. V. abrufen:
Pressetext (Langfassung) als PDF zum Herunterladen.
Pressetext (Kurzfassung) als PDF zum Herunterladen.
Statistik als PDF zum Herunterladen.

Konstituierende Vertreterversammlung der LZK BW: Generationenwechsel und das Ende einer Ära


 Dr. Torsten Tomppert ist neuer LZK-Präsident


Stuttgart, 3. Dezember 2016
 - Dr. Torsten Tomppert (Esslingen) ist neuer Präsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg (LZK BW) und steht damit in der 16. Kammerperiode 2017 bis 2020 an der Spitze der Berufsvertretung der baden-württembergischen Zahnärzteschaft. Er wird künftig einen deutlich verjüngten Vorstand leiten.



Dr. Torsten Tomppert, Esslingen (Foto: Kleinbach)

Mit seiner Wahl am Samstag, 3. Dezember 2016 löst Dr. Tomppert den Vaihinger Zahnarzt Dr. Udo Lenke ab, der nach 16 Jahren als Präsident nicht erneut kandidierte. Dr. Lenke verabschiedet sich nach vier Kammerperioden als Präsident und zwei Kammerperioden als stellvertretender Präsident in den standespolitischen Ruhestand. Am Vortag würdigten die Delegierten seine Verdienste um den zahnärztlichen Berufsstand mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten.

Politische Kammer
Dr. Torsten Tomppert erreichte bereits im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Stimmenmehrheit, er war ohne Gegenkandidaten zur Wahl für das Amt des Präsidenten angetreten. „Die Kammer muss politischer werden“ - der neue Präsident will die Kammer zukünftig gezielter auf gesundheitspolitische Entwicklungen und ihre Konsequenzen für Patient wie Profession ausrichten.

Als Stellvertreter an die Seite Dr. Tompperts wählten die Delegierten Dr. Norbert Struß (Freiburg). Er setzte sich ebenfalls im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit ohne Gegenkandidaten durch.

Die baden-württembergischen Zahnärztinnen und Zahnärzte legen ihre Interessenvertretung in erfahrene Hände: Der neue Präsident sowie sein Stellvertreter sind bereits seit 2001 Delegierte der Vertreterversammlung der LZK BW. Dr. Struß ist seit Beginn der 14. Kammerperiode 2009 Mitglied im Vorstand der LZK BW – er wird über die Landesgrenzen hinweg als ausgewiesener Experte im Bereich der Praxisführung geschätzt. 

In neuer Besetzung präsentiert sich nicht nur das Präsidium der Landeszahnärztekammer, sondern auch der Vorstand. Die Delegierten wählten als weitere neue Mitglieder Dr. Bert Bauder (Mannheim) und Dr. Hendrik Putze (Stuttgart) sowie erneut Dr. Dr. Heiner Schneider (Metzingen) in den Vorstand. Die vier Vorsitzenden der Bezirkszahnärztekammern – Dr. Norbert Engel, Vorsitzender der Bezirkszahnärztekammer Karlsruhe, Dr. Wilfried Forschner, Vorsitzender Bezirkszahnärztekammer Tübingen, Dr. Eberhard Montigel, Vorsitzender der Bezirkszahnärztekammer Stuttgart und Dr. Peter Riedel, Vorsitzender der Bezirkszahnärztekammer Freiburg komplementieren den Vorstand.

Mit der Wahl des Präsidiums, des Vorstandes, des Haushaltsausschusses und der Ausschüsse hat die Landeszahnärztekammer ihre Entscheidungs- und Fachgremien besetzt und ist damit gerüstet, den Herausforderungen des Berufsstandes zu begegnen.  


Weiteres Amt für Dr. Eva Hemberger

Die Präsidentin der Versorgungsanstalt
Frau Dr. Eva Hemberger wurde in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen gewählt

Die Delegierten der 39. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen e.V. (ABV) in Berlin haben am 26.11.2016 in Stuttgart die Präsidentin der Versorgungsanstalt, Frau Dr. Eva Hemberger, einstimmig in ihren Vorstand gewählt. Die ABV vertritt als Spitzenorganisation die Interessen von insgesamt bundesweit 89 berufsständischen Versorgungswerken für die Angehörigen der verkammerten Freien Berufe. Die Präsidentin der Versorgungsanstalt, Frau Dr. Eva Hemberger, vertritt somit künftig sowohl in ihrer Funktion als Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Versorgungswerke für Zahnärzte als auch als Mitglied des Vorstands der ABV die Interessen für die Angehörigen der verkammerten Freien Berufe.


Kontinuität und Innovation: Delegierte bestätigen Vorstand der KZV BW im Amt

Neue Vertreterversammlung und Präsidium konstituiert

Die Aufgaben im Gesundheitswesen sind herausfordernd und vielfältig, die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg ist dafür hervorragend aufgestellt: Der bewährte und erfahrene Vorstand mit Dr. Ute Maier, Ass. jur. Christian Finster und Dipl.-Volkswirt Christoph Besters ist für die Amtsperiode 2017 – 2022 mit einer großen Mehrheit wiedergewählt worden.
Die neue Vertreterversammlung (VV) der KZV BW hat sich am Mittwoch, 05.10.2016, im Zahnärztehaus Baden-Württemberg in Stuttgart konstituiert.

Zum Vorsitzenden der Vertreterversammlung wählten die Delegierten Dr. Dr. Alexander Raff, Stuttgart. Stellvertretender VV-Vorsitzender ist Dr. Ulrich Jeggle, Backnang. Beide erzielten hervorragende Stimmergebnisse, welche einen großen Vertrauensbeweis und ein klares Signal darstellen, die Interessen der Zahnärztinnen und Zahnärzte Baden-Württembergs zu vertreten.

Ebenfalls eine große Mehrheit der Stimmen erhielten die drei Vorstandsmitglieder der KZV BW: wiedergewählt wurden Dr. Ute Maier, Vorsitzende des Vorstandes, Ass. jur. Christian Finster, stv. Vorstandsvorsitzender und Dipl.-Volkswirt Christoph Besters, stv. Vorstandsvorsitzender. „Unser Ziel ist es, die KZV BW als Dienstleister für die Kollegenschaft weiter auszubauen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Rechte und Interessen der Zahnärzte wahrzunehmen, d.h. Rat, Schutz und Hilfe in allen vertragszahnärztlichen Angelegenheiten zu geben“, betonte Dr. Ute Maier.

Aktuell stehen große gesundheitspolitische Themen auf der Agenda, wie z. B. der Erhalt der Freiberuflichkeit und der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, die Sicherstellung der wohnortnahen Versorgung und insbesondere einer angemessenen Vergütung, sowie die Qualitätssicherung. Ebenso das GKV-Selbstverwaltungsstärkungsgesetz und das sogenannte Antikorruptionsgesetz.  

Ferner wurden zahlreiche ehrenamtliche Gremien und Positionen in der Selbstverwaltungskörperschaft neu gewählt.


Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg
Albstadtweg 9
70567 Stuttgart
Tel.: 0711/7877-221
Mail: info@kzvbw.de

Pressekontakt
Guido Reiter 
Leiter Kommunikation und Medien der KZV BW
Tel.: 0711/7877-220
Mail: guido.reiter@kzvbw.de


Pressetext als PDF zum Herunterladen


Foto:
Die Delegierten der VV der KZV BW bestätigten den Vorstand – Dr. Ute Maier (Mitte), Ass. jur. Christian Finster (rechts), Dipl.-Volkswirt Christoph Besters (links) – im Amt. (Fotonachweis: KZV BW/Kleinbach)





Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V)

Das Institut Deutscher Zahnärzte (IDZ) erforscht im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) die Mundgesundheit der Bevölkerung in Deutschland. Für die inzwischen fünfte Auflage der DMS-Studien hat das IDZ von Oktober 2013 bis Juli 2014 ca. 4600 Menschen aus allen sozialen Schichten und Altersgruppen in insgesamt 90 Untersuchungsgemeinden in einer repräsentativen Erhebung befragt und zahnmedizinisch-klinisch untersucht. Die gesamte Sudie umfasst mehr als 600 Seiten. Die Kurzstudie fasst dabei die zentralen Ergebnisse und wichtigsten Aussagen zum Zahn- und Mundgesundheitszustand der Bevölkerung in Deutschland zusammen

Hier gibt es weitere Informationen zur Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V).


Zahnärztlicher Kinderpass läuft aus

Für die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder U1 bis U9 gelten ab Juli 2016 neue Anforderungen. Dazu gibt es ein neues Kinderuntersuchungsheft („Gelbes Heft“) und damit entfällt auch der bisherige Zahnärztliche Kinderpass.

Zukünftig werden neue Anforderungen an die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres gelten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in Berlin den noch ausstehenden Beschluss zur Dokumentation der sogenannten U1 bis U9 im „Gelben Heft“ (Kinderuntersuchungsheft) gefasst. Die überarbeiteten Untersuchungsinhalte sind vom G-BA bereits im Juni 2015 beschlossen worden, bisher aber noch nicht in Kraft getreten. Im August 2015 hatte der G-BA zudem entschieden, dass jedes Neugeborene zukünftig auf Mukoviszidose (Zystische Fibrose) untersucht werden kann. Die neu gefasste und um das Mukoviszidose-Screening ergänzte Kinder-Richtlinie kann nun frühestens zum 1. Juli 2016 rechtsverbindlich werden.

„Mit dem heutigen Beschluss zum Kinderuntersuchungsheft – besser bekannt als „Gelbes Heft“ – sowie zu den qualitätssichernden Maßnahmen wird den Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 zukünftig eine inhaltlich und strukturell komplett überarbeitete Kinder-Richtlinie zugrunde liegen. Im Ergebnis des mehrstufigen Überarbeitungsprozesses stehen um wesentliche Elemente erweiterte Untersuchungen und neue Screening-Angebote zur Verfügung. Zudem ein neues Dokumentationsheft, in dem die Eltern sich bereits vor der Untersuchung über die wesentlichen Ziele und Inhalte informieren und eigene diesbezügliche Fragen notieren können. Mit einer herausnehmbaren Teilnahmekarte erhalten die Eltern eine neue Möglichkeit, beispielsweise gegenüber Kindergärten nachzuweisen, dass die Früherkennungsuntersuchungen wahrgenommen wurden, ohne dabei die vertraulichen Informationen zu Entwicklungsständen und ärztlichen Befunden des Kindes weiterzugeben“, erläuterte Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung.

Laut einer Pressemitteilung des G-BA im Mai 2016 ist das „Gelbe Heft“ entsprechend den neu konkretisierten und standardisierten Inhalten der Früherkennungsuntersuchungen umgestaltet worden. Der G-BA hat mit seinem aktuellen Beschluss auch die qualitätssichernden Maßnahmen neu gefasst. Ausdrücklich festgehalten ist nun, dass die in der Kinder-Richtlinie vorgegebenen Standards für die U1 bis U 9 eingehalten werden müssen, insbesondere beim Hörtest, den Sehtests und bei der orientierenden Beurteilung der Entwicklung. Die Qualität und die Zielerreichung der überarbeiteten Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 werden anhand einer repräsentativen Stichprobe evaluiert. Beispielsweise soll untersucht werden, inwieweit Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten frühzeitig diagnostiziert und therapiert werden können. Der G-BA wird spätestens zwei Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie ein unabhängiges wissenschaftliches Institut mit der Evaluation beauftragen.

Die neuen „Gelben Hefte“ werden den Geburtskliniken, Kinderarztpraxen und Hebammen rechtzeitig mit dem Inkrafttreten zur Verfügung gestellt. Ab diesem Stichtag ist zu beachten: Für Neugeborene dürfen die bisher geltenden Hefte nicht mehr ausgegeben werden. Kinder erhalten bis zur U6 zusätzlich ein neues „Gelbes Heft“, Befunde aus dem bisher verwendeten Kinderuntersuchungsheft sind nicht zu übertragen. Ab der U7 wird die Ärztin oder der Arzt die Ergebnisse auf Einlegeblättern dokumentieren, die in das vorhandene Heft eingeklebt werden. Die Teilnahmekarten und die Einlegeblätter für die neuen U7 bis U9 werden zeitgleich mit den neuen Heften zur Verfügung gestellt.
Der konsolidierte Beschluss zur Neufassung der Richtlinie wird dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vorgelegt und tritt nach Nichtbeanstandung und 14 Tage nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger, frühestens zum 1. Juli 2016, in Kraft. 

Für die Zahnärztinnen und Zahnärzte in Baden-Württemberg bedeutet dies: Das IZZ hat die Versendung der Kinderpässe eingestellt. Es gibt aber noch einen Restbestand. Wer noch eine kleine Anzahl an Kinderpässen benötigt, kann sich an das IZZ wenden. 

Hier geht es zur Pressemitteilung des G-BA vom 19. Mai 2016.