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Leserforum

GOZ-Punktwert

Ausgabe 3, 2020

ZBW 10/2019, S. 28/29 und
ZBW 11/2019 S.61

#11 Pfennig: BZÄK-Kampagne zur Anpassung des GOZ-Punktwerts

Sehr geehrter Herr Kollege Michael May, schön, dass Sie die Standespolitik auffordern, Strategien zu entwickeln, die die Politik zum Wechsel betreffs unseres bestehenden Honorarsystems zwingen soll. Ich bin zwar nicht mehr aktiv tätig, habe aber auch unter unserer unbefriedigenden Honorierung im GOZ Bereich über Jahre hinweg gelitten. Jetzt als Rentner merke ich sogar, wie dieses Manko bis in unser Versorgungswerk VA Baden-Württemberg übergreift. Seit Jahren schafft es unsere VA BW nicht mehr unsere Anwartschaften und unsere Rentenbezüge auch nur ausreichend zu dynamisieren, geschweige denn die Inflationsraten auszugleichen. Dieses Jahr wurde mit 0,62 Prozent dynamisiert, was eine geradezu lächerliche Erhöhung darstellt. Ein steter Kaufkraftschwund wird der aktiven und passiven Kollegenschaft wie selbstverständlich zugemutet. Kontinuierlich wird die Rente jährlich weniger Wert obwohl genügend Substanz vorhanden ist. Die Verwaltungskosten der VA steigen dagegen jährlich im zweistelligen Bereich. Deshalb auch meine Erwartung an die Standespolitik: seien Sie glaubwürdig und versuchen Sie, unserem Berufsstand gebührenden Respekt bei der Politik zu verschaffen, sodass genügend wohlverdientes Honorar zur Verfügung steht. Somit wird dann möglicherweise auch unsere Altersversorgung profitieren und die VA BW Ihre Mauertaktik ablegen. Offene und klare Transparenz schafft Vertrauen. Ich habe es satt, selbst bis in die Rente unter ungerechten Abschmelzungen leiden zu müssen, schließlich habe ich über Jahrzehnte hinweg gut und viel in unser Versorgungswerk einbezahlt.

Dr. W. Schempf, Reutlingen

Hilfseinsatz in Nepal

Ausgabe 3, 2020

ZBW 12/2019, S. 56
Im Nachtrag zum Bericht über seinen Einsatz in Nepal ließ uns Dr. Lauser folgende Ergänzung zukommen:

Von Nepal zurück las ich im ZBW 10/19 den Artikel „Zahnmedizin goes green“. Diesem Ziel kamen wir gezwungenermaßen ziemlich nahe. Warum? Da die Patienten keine Möglichkeit zum Ausspülen hatten, wurden keine Becher benötigt. Nach Füllungen wurde gesprayt und abgesaugt. Nach einer Extraktion brauchten lediglich sechs Patienten einen Pappbecher zum Ausspucken und etwa zehn ein Küchentuch zum Abwischen. Auf Servietten wurde verzichtet. An meinem Platz wurde nur Strom für die OPLampe verbraucht. Am Ende der Behandlung wurden die Kunststofftrays mit den Instrumenten in eine Schüssel mit Desinfektionslösung gelegt, später abgespült, die Trays zum Trocknen gestellt, die Instrumente in Sterilisationstrommeln gelegt und mittags sowie abends in den Sterilisator gebracht. Danach wurden sie offen in die Schubladen eingeordnet. Bei den 346 Extraktionen mussten wir lediglich einen Patienten wegen Nachschmerzen behandeln. So wurden eine Menge Becher, Servietten, Einschweißfolie, Wasser und Strom eingespart sowie Abfall vermieden.

Dr. Edgar Lauser