Zahnaerzteblatt.de

 

Soziales Engagement

Zahnaltgold hilft Kindern

 

40.905 Euro spenden Patienten für KiNiKi

Ausgabe 4, 2020

Über 25 Zahnarztpraxen im Kreis Göppingen sammelten im vergangenen Jahr das Zahnaltgold ihrer Patient*innen für „KiNiKi“. Die Verantwortlichen dieses gemeinnützingen Unternehmens erhielten einen Spendenscheck in Höhe von 40.905,54 Euro.


Team. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin der KiNiKi gAG Diana Staudinger-Richter sowie Dr. Michael von der Heide, Dr. Petra Huber und Dr. Steffen Birk (v. l.).

Bereits seit 2005 sammeln Zahn- ärzte Zahnaltgold-Spenden ihrer Patient*innen für KiNiKi. Die Organisation aus Stuttgart mit Büro in Prien ist bei den Patient*innen der Praxen inzwischen wohlbekannt. KiNiKi steht für Kinder – Niños – Kids und ist eine gemeinnützige Gesellschaft. Mit den Spenden, die die ehrenamtlichen Helfer sammeln, werden Projekte für Kinder in schwierigen Situationen unterstützt. Der Schwerpunkt liegt in Deutschland, hier auch rund um Göppingen, Stuttgart, Tübingen und Prien. Leistungen von KiNiKi gingen Zahnaltgold hilft Kindern 40.905 Euro spenden Patienten für KiNiKi Über 25 Zahnarztpraxen im Kreis Göppingen sammelten im vergangenen Jahr das Zahnaltgold ihrer Patient*innen für „KiNiKi“. Die Verantwortlichen dieses gemeinnützingen Unternehmens erhielten einen Spendenscheck in Höhe von 40.905,54 Euro. zum Beispiel in Göppingen an die Vinzenz-von-Paul-Stiftung, das Rupert-Mayer-Haus, die Lernen Fördern e. V. an der Pestalozzischule, Stiftung Jugendhilfe Aktiv, Mobile Straßenhilfen, Mädchentreff Tübingen, Waldheim Stuttgart, Pädagogische Sonderschule Prien und Private Schulen Oberaudorf.

Spenden. Die Projekte sind gewissenhaft ausgesucht und der persönliche Kontakt zu Projektleitern steht an erster Stelle. Die Spendengelder fließen direkt in die Projekte, es fallen keine Kosten an, die von den gesammelten Geldern beglichen werden. Die Organisation hat Hauptsponsoren für die Verwaltung und trägt schon seit vielen Jahren das Spendensiegel des DZI.
Auch dieses Mal haben sich über 25 Zahnärzt*innen aus dem Raum Göppingen an dem Projekt beteiligt: u. a. Dr. Bär, Uli Bauer, Dr. Birk, Dr. Fink, Dr. Bühler u. Kollegen, Dr. Coskun, Dr. Getto, Dr. Huber, Dr. Kast, Dr. Mezger, Dr. Mutschler, Dr. Porsche mit ZA Schällig, Drs. Quester, Dr. Reif, Dr. Scherer, Dr. Seitz, Dr. Schleihauf, Dr. Schmidberger, Dr. Steinbach Dr. Straub, Dr. Vasel mit Fr. Gant, Dr. von der Heide und Dr. Wurster mit Kollegen.
Der Dank gilt den Initiatoren Dr. Petra Huber und Dr. Konrad Bühler sowie allen Praxen mit ihren Patienten, die gespendet haben, und den anderen Zahnarztpraxen und ihren Mitarbeiter*innen die teilnehmen. Ebenso der Firma „a-priori in Göppingen, die schon die ganzen Jahre das Edelmetall kostenfrei für KiNiKi scheidet.

KiNiKi


Spende statt Geschenke Die Mitarbeiter*innen der Zahnarztpraxis Dr. Hubert Heinz, Dr. Johannes Schmidt und Kollegen aus Leutkirch haben auf ihre Weihnachtsgeschenke verzichtet und damit den Grundstein für eine Spende in Höhe von tausend Euro für das Kühlfahrzeug der Tafeln im Altkreis Wangen gelegt. „Wir fanden das eine schöne Geste und haben den Betrag aufgerundet“, werden Dr. Hubert Heinz und Dr. Johannes Schmidt zitiert. Wolfgang Stockburger, Geschäftsführer der Tafeln, freute sich über die schöne Geste. Das Bild zeigt: Dr. Johannes Schmidt (hinten, von links), Wolfgang Stockburger, Dr. Hubert Heinz. Im Vordergrund sind die Mitarbeiter*innen der Zahnarztpraxis zu sehen.

Schwäbische Zeitung

 

Verein Unabhängige Zahnärzte im Landkreis Esslingen e. V. (UZE)

 

Vereinsvermögen gespendet

Ausgabe 4, 2020

Ferien auf dem Bauernhof für alleinerziehende, mittellose Eltern. Ein Pate für eine Familie, die es sich nicht leisten kann, dem fußballbegeisterten Kind ein personalisiertes Trikot zu kaufen. Oder die Ausstattung für eine Zahnarztpraxis, die sich um Senioren und Behinderte kümmert. Für die insgesamt mehr als 18.000 Euro aus dem Vereinsvermögen der Unabhängigen Zahnärzte im Landkreis Esslingen (UZE) wird sich schon eine Verwendung finden. Da sind sich die Empfänger dieser Spende sicher.


Scheckübergabe. Dr. Arnold Schumacher, Unabhängige Zahnärzte im Kreis Esslingen (2. v. r.) übergibt Teile des Vereinsvermögens an Lisa Kappes-Sassano, Leiterin Caritasregion Fils-Neckar-Alb und Vorsitzende des Kuratoriums der Kinderstiftung (l.), Olivia Longin, Geschäftsführerin Kinderstiftung (2. v. l.) und Elfriede Cziesla, Bürger für Berber.

Der 1999 als Berufsverband gegründete Verein sei durch die Gründung der sogenannten Dentimed-Gesellschaften – eine Interessenvertretung für Zahnärzte – überflüssig geworden. „Darum haben wir den Verein Ende des Jahres aufgelöst“, sagt Dr. Arnold Schumacher von UZE. Nahezu alle Mitglieder seien in der neuen Gesellschaft vertreten. Das Vereinsvermögen verteilt der Verein Unabhängige Zahnärzte im Landkreis Esslingen e. V. jetzt satzungsgemäß an wohltätige Einrichtungen oder Organisationen.

Organisationen. Davon profitieren Bürger für Berber (6000Euro), die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen (6691 Euro) und die Diakonie Stetten (6000 Euro). Letztere erhalten – anders als die anderen Empfänger – eine zweckgebundene Spende. „Die Summe soll für die Praxisausstattung eines Zahnarztkollegen verwendet werden, der die Behinderten in den Einrichtungen zahnärztlich versorgt“, erklärt Dr. Schumacher. Daran, dass auch diese Menschen oder auch Senioren in Altenheimen einen Zahnarzt brauchen – auch wenn sie im Rollstuhl sitzen oder bettlägerig sind – werde nämlich oft nicht gedacht. „Wir wollen diese wichtige Arbeit unterstützen“, so Dr. Schumacher.

Urlaub für Bedürftige. Der Verein Bürger für Berber hat noch nicht ganz so klare Vorstellungen davon, wie die Spende ausgegeben werden soll. Möglichkeiten gibt es viele, erklärt die Vereinsvorsitzende Elfriede Cziesla. Aber wahrscheinlich wird die UZE-Spende in ein Angebot für alleinerziehende Mütter und Vä- ter fließen. „Wir arbeiten da mit einem Bauernhof in der Nähe von Biberach zusammen.“ Bürger für Berber bezahlt dem Elternteil und den Kindern die Wohnung und gibt ihnen ein Taschengeld, sodass sie im Urlaub auch etwas unternehmen können. „Ich habe gerade in letzter Zeit wieder einige Leute dorthin gefahren. Das tut ihnen wirklich gut“, sagt die Vereinsvorsitzende.

Kinderstiftung. Auch die Arbeit der Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen ist vielschichtig. Geschäftsführerin Olivia Longin spricht von drei Säulen – die Einzelfallhilfe, die „Chancenschenker“ und der Kinderbeirat. Vermutlich landet der Großteil der Spende im Patenprogramm Chancenschenker, so Longin. Mit der Spende könne man bis zu vier Patenschaften finanzieren. Bedürftige Familien mit Kindern im Alter bis zwölf Jahren bekommen für eine bestimmte Zeitspanne einen Paten an die Seite gestellt, der ihnen bei der Finanzierung von Alltäglichem – wie zum Beispiel einem neuen Fußball-Trikot – hilft. „Der Pate schaut mit den Familien, wo es hakt. So wollen wir dauerhafte, nachhaltige Hilfe leisten“, sagt Lisa Kappes-Sassano, die Vorsitzende des Kuratoriums der Kinderstiftung. „Die Familien müssen nach einer bestimmten Zeit auch wieder ohne den Paten klarkommen.“

Julia Theermann