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Namen und Nachrichten

Baden-Württemberg

 

Digitale Leitregion

Ausgabe 4, 2020

Baden-Württemberg kommt auf dem Weg zur digitalen Leitregion Europas gut voran. Die Digitalisierungsstrategie digital@bw macht das Land fit für die digitale Zukunft. „Baden-Württemberg war eines der ersten Länder, das schon vor rund drei Jahren eine ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie unter der Federführung des Digitalisierungsministeriums aufgelegt hat“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Seitdem sind wir auf dem Weg zur digitalen Leitregion Europas ein gutes Stück vorangekommen. Mit dem zweiten Digitalisierungsbericht zeigen wir den Fortschritt bei der Umsetzung der fast 80 Projekte auf, die die Landesregierung angestoßen hat. Dafür stehen uns bis 2021 323 Millionen Euro zur Verfügung, die wir ressortübergreifend in Innovationen investieren. Denn den Wohlstand und die Zukunftsfestigkeit unseres Landes müssen wir uns immer wieder neu erarbeiten“.
Digitalisierungsminister Thomas Strobl hatte den zweiten Digitalisierungsbericht im Kabinett vorgestellt. „Etliche Vorhaben sind schon weit fortgeschritten oder gar abgeschlossen, viele Innovationen können von den Bürger*innen, den Unternehmen und Forschungseinrichtungen genutzt werden. Dabei werden die Chancen und Herausforderungen durch den digitalen Wandel deutlich. Und das Wichtigste: Die Digitalisierung nützt den Menschen im Land, bringt Innovationen hervor und legt das Fundament für neue Wertschöpfung und Prosperität. Wir stärken damit auch das Vertrauen in neue Technologien. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um im internationalen Wettbewerb an der Spitze zu bleiben“, zog Digitalisierungsminister Thomas Strobl Bilanz: „Baden-Württemberg war bei der Gestaltung der Digitalisierung in dieser Form bundesweit Vorreiter. Nur so bleiben wir die Region mit der stärksten Innovationskraft in Europa.“

SM BW

 

Petition

 

Zugang zu medizinischer Literatur

Ausgabe 4, 2020

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V. fordert einen besseren Zugang zu medizinischer Fachliteratur für Mitarbeiter im Gesundheitswesen und für medizinische Laien. Alle Menschen hätten ein Recht auf Zugang zu Wissen über Fragen, die ihre Gesundheit und ihre Krankheiten betreffen, heißt es dort. Die AG Wissensmanagement des Verbandes hat beim Bundestag eine Online-Petition eingereicht, in der sie politische Unterstützung für dieses Anliegen fordert. „Ein freier und digitaler Zugang zu wissenschaftlicher Literatur ist die Basis einer guten Gesundheitsversorgung und medizinischer Forschung.“ Sie plädieren für eine Gesamtstrategie für den Aufbau einer medizinischen Informationsinfrastruktur. Forderungen sind u. a. die Erarbeitung einer Gesamtstrategie, der freie digitale Zugang zu wissenschaftlicher Literatur, die Schaffung eines rechtskonformen Austausches von wissenschaftlicher Literatur innerhalb von Forschungsgruppen, die Förderung eines leistungsfä- higen Dokumentenlieferdienstes, keinen weiteren Abbau von Fachzeitschriftenabos und die flächendeckende Einführung bzw. Erhaltung von öffentlichen Informationsvermittlungsstellen in medizinischen Bibliotheken.

Deutsches Netzwerk
Evidenzbasierte Medizin e. V

 

Im Job weit verbreitet

 

Leistungssteigernde Medikamente

Ausgabe 4, 2020

Laut einer Analyse der DAK-Gesundheit nehmen rund zwei Prozent der Beschäftigten in Deutschland eigenen Angaben zufolge regelmäßig leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente, um ft am Arbeitsplatz zu sein. Zum Beispiel Betablocker. Das entspreche rund 700.000 Arbeitnehmern, so das Ergebnis einer Umfrage. Besonders häufg greifen demnach Menschen ab 60 Jahren zu solchen Medikamenten. Viele Beschäftigte nutzen die Mittel zudem, um nach Feierabend noch Energie für Privates zu haben. Für die Studie wurden laut DAK 5500 Berufstätige im Alter von 18 bis 65 Jahren gefragt, ob und wie sie ohne medizinische Notwendigkeit zu verschreibungspflichtigen Medikamenten greifen.
Insgesamt 1,8 Prozent der Befragten gaben demnach an, entsprechende Präparate einzunehmen. Am verbreitetsten ist Doping für den Job demnach bei den 60- bis 65-jährigen Arbeitnehmern. 4,4 Prozent von ihnen sagten, sie hätten innerhalb der vergangenen Monate mindestens einmal leistungssteigernde Medikamente genommen. Insgesamt steigt der Anteil mit dem Alter an: So griffen bei den 18- bis 29-jährigen Arbeitnehmern 2,5 Prozent mindestens einmal im Jahr zu den Medikamenten für den Job, bei den 30- bis 49-jährigen seien es 3,2 Prozent. Jeder Zweite nutzt die Medikamente den Angaben zufolge, um berufliche Ziele besser zu erreichen. Etwa jeder Dritte nennt als Grund, die Arbeit gehe mit den Medikamenten leichter von der Hand. Mehr als jeder Vierte (27,1 Prozent) greift zur Pille, um nach der Arbeit noch Energie für Privates zu haben.

DAK-Gesundheit