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250.000 Kilometer in 25 Jahren

Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (AGZ)Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (AGZ)Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (AGZ)Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (AGZ)Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (AGZ)
Die Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (AGZ) Ostalb feierte in Aalen ihr 25-jähriges Bestehen. Mit dabei waren natürlich die Hauptdarsteller in Sachen Prophylaxe – Kinder aus einer Kindertagesstätte im Kreis. Neben warmen Worten und Danksagungen hab es bei dem Festakt ein vielfältiges musikalisches Programm.

„Zähneputzen ist wirklich nicht schwer“, sang der Chor der weißen Zähne zum Beginn der Jubiläumsveranstaltung im Aalener Landratsamt. Die Kindergartenkinder aus Dorfmerkingen hatten sich nicht zweimal bitten lassen, den Festakt zu eröffnen. Schließlich kennen sie die Mitarbeiterinnen der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Ostalbkreis ganz genau. „Prävention ist das A und O, deshalb ist klar, dass die Kinder im Vordergrund und heute hier im Mittelpunkt stehen“, sagte die Regionalgeschäftsführerin der AGZ, Sabine Kraus-Maier. Als Dankeschön gab es einen Klangbaum für die Kinder, die nach ihrem Auftritt auch schon nach Hause ins Bett mussten. Für die weitere musikalische Umrahmung des Abends sorgte der Chor Exodus, ebenfalls aus Dorfmerkingen. Zunächst bedankte sich Landrat Klaus Pavel aber in seinem Grußwort bei den Verantwortlichen der AGZ. „Als Kind hat man fürchterliche Angst vom Zahnarzt“, sagte er. „Ich habe mir aber sagen lassen, dass heute weniger gebohrt wird. Und genau aus diesem Grund ist die AGZ eine wertvolle Institution.“ Es sei fantastisch, was die Mitarbeiterinnen im Ostalbkreis auf die Beine stellen. „Prophylaxe vor Ort ist ein riesiges Erfolgsmodell und sie bringen es gut und pfiffig rüber.“ Das Erfolgsmodell belegte er mit Zahlen: „Anfang der Neunziger hatten nur rund 40 Prozent der sechs bis siebenjährigen Kinder gesunde Zähne. Heute sind es 60 Prozent bei uns, was deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegt.“


Hubert Fischinger, der Vorsitzende der AGZ freute sich: „Normalerweise gibt es solche Zahlen nur bei Impfungen. So etwas allein durch Prävention zu erreichen, ist bemerkenswert.“ Fischinger stellte die Entwicklung des Haushaltsvolumens der AGZ von rund 100.000 Euro im Jahr 1990 auf fast 230.000 Euro im Jahr 2015 vor. „In der Relation zu unseren Erfolgen ist der Anstieg der Kosten aber harmlos.“ In den vergangenen 25 Jahren habe die AGZ schließlich 450.000 Zahnbürsten verteilt. Beeindruckende Zahlen, die Sabine Kraus-Maier noch erweiterte: „In dieser Zeit sind wir zusammengerechnet rund 250.000 Kilometer durch den Ostalbkreis gefahren. Das ist schön, weil das zeigt, dass wir immer willkommen sind.“

Dass die AGZ immer willkommen ist, zeigte die Reaktion von Michael Ruoff. Der Rektor der Dreißentalschule, an der die AGZ regelmäßig Prävention betreibt, bedankte sich: „Sie leisten großartige Arbeit und wir sind froh und dankbar, dass es diese Expertise gibt.“ Die Nachhaltigkeit der Präventionsaktionen erkenne man noch Wochen danach an der Zusammensetzung der Pausenbrote der Schüler.

Zum Schluss sprach der Vorsitzende der Kreiszahnärzteschaft, Dr. Heiner Schappacher zu den Jubiläumsgästen. „Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, waren Mitschüler mit naturgesundem Gebiss Einzelfälle“, erzählte er. „Seit es die Arbeitsgemeinschaften Zahngesundheit in Baden-Württemberg gibt, hat sich die Situation stark verbessert.“

christian.ignatzi@izz-online.de

(Fotos: Ignatzi)