Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Cyberwehr Baden-Württemberg

 

Unterstützung für Praxen bei IT-Sicherheitsangriffen

Ausgabe 6, 2020

In der Corona-Krise wächst die Ge-fahr von Cyber-Angriffen auf Arztpraxen, Krankenhäuser und andere Einrichtungen der medizinischen Versorgung. Die Cyberwehr des Landes Baden-Württemberg weitet nun ihr Angebot aus und bietet kostenlos Unterstützung bei IT-Sicherheitsvor-fällen. Die Hotline der Cyberwehr Baden-Württemberg bietet Gesundheitsunternehmen nun landesweit Hilfe bei IT-Sicherheitsangriffen. Wer einen IT-Sicherheitsvorfall feststellt oder ungewöhnliche Aktivitäten auf den Servern beobachtet, kann sich jetzt rund um die Uhr an die kostenlose Hotline unter der Telefonnummer 0800-29237947 wenden. Die Vorfälle werden aufgenommen und von einem IT-Sicherheitsexperten analysiert. Auf dieser Basis werden mögliche sinnvolle Schritte für das weitere Vorgehen geklärt. Die Gespräche werden dabei selbst-verständlich vertraulich behandelt. Informationen werden nicht an Dritte weitergegeben, können aber auf eigenen Wunsch hin mit den Ermittlungsbehörden geteilt werden. Ursprünglich war ein stufenweiser Ausbau des Angebots der Cyberwehr für 2020 geplant. Mit der kurzfristigen Erweiterung des Aktionsradius, die zunächst für drei Monate gilt, reagiert das Konsortium des Forschungsprojekts auf das gestiegene Gefahrenpotenzial durch Angriffe auf die IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen. Das Gefahrenpotenzial hat sich in der Corona-Krise unter anderem durch den veränderten Arbeitsalltag erhöht: Kommunikation findet vermehrt auf digitalen Wegen statt. Cyberkriminelle nutzen die-se Situation aus, um sensible Daten abzugreifen und Schadsoftware wie etwa Verschlüsselungstrojaner zu installieren. Erst nach einer Lösegeld-zahlung werden die Systeme eventuell wieder freigegeben. Die Cyberwehr Baden-Württemberg ist ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt. Das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg fördert das Projekt als Teil der Digitalisierungs-strategie.

digital@bw

 

COVID-19-Pandemie

 

Universität Tübingen startet Vorlesungsreihen

Ausgabe 6, 2020

Die Universität Tübingen wird im aktuellen Sommersemester mehrere Vorlesungsreihen zur COVID-19-Pandemie anbieten, die sich an Studierende, aber auch an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger richten. Veranstaltet werden die Vor-lesungsreihen von der Medizinischen Fakultät, der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät so-wie vom Seminar für Allgemeine Rhetorik. „Wir sehen ein enormes Interesse in der breiten Öffentlichkeit an verlässlichen Informationen über die Besonderheiten des neuartigen Coronavirus, Krankheitsbilder, Therapiemöglichkeiten sowie die möglichen Folgen der Pandemie“, sagte der Studiendekan der Medizinischen Fakultät, Professor Stephan Zipfel. Themen der von der Medizinischen Fakultät veranstalteten Reihe sind unter anderem mögliche Medikamententherapien gegen CO-VID-19, Impfstoffentwicklung, psychische Folgen einer Infektion sowie ethische Fragen. Die Vorlesungen werden live über die Webseite der Sectio Chirurgica ausgestrahlt und können auch von Personen, die nicht Studierende oder Beschäftigte der Universität sind, ohne Login mit-verfolgt werden. Alle diejenigen, die die Live-Ausstrahlung über die Web-seite der Sectio Chirurgica verpasst haben, können sich die Vorlesungen zeitversetzt auf dem Youtube-Kanal der Universität ansehen. Dort wurde für die Vorlesungsreihe eine eigene Playlist eingerichtet. Eine zweite Vorlesungsreihe zu den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bereitet der-zeit die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen vor. Weitere Informationen über die Vorlesungsreihe der Medizinischen Fakultät unter www.sectio-chirurgica.de und über die Vorlesungsreihe der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät unter uni-tuebingen.de/de/177084. Den Youtube-Kanal der Universität finden Sie unter www.youtu-be.com/channel/UCfqmh9cUkSo--IVhnO7Lo2A.

Uni Tübingen

 

Kretschmann-Zitat

 

Der Klimawandel kann die ganze Welt nachhaltig erschüttern

Ausgabe 6, 2020

Zitat

„Jetzt verlangt uns die Coronakrise gerade alles ab und sie er-schüttert Wirtschaft und Gesellschaft weltweit. Aber der Klimawandel beschäftigt mich weiter-hin sehr, auch wenn er gerade nicht die Schlag-zeilen beherrscht. Wenn wir den nicht gebremst kriegen, wird er die Coronakrise in den Aus-wirkungen noch in den Schatten stellen. Vor dem Klimawandel hab‘ ich weit mehr Respekt als vor der Coronakrise. Der Klimawandel kann die ganze Welt nachhal-tig erschüttern und ihn können wir nicht irgend-wann einfach wegimp-fen.“


Ministerpräsident Winfried Kretschmann
im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa)