Zahnaerzteblatt.de

 

25 Jahre Tag der Zahngesundheit

Im Wandel der Zeit
Der Tag der Zahngesundheit als Sympathieträger Zum 25. Mal stärkt der Tag der Zahngesundheit die Prophylaxebemühungen im Land. Der jährlich stattfindende Aktionstag hat im Lauf der Jahre auch dazu beigetragen, dass Baden-Württemberg in der Mundpflege einen Spitzenplatz einnimmt. Ein Rückblick über die Anfänge und Höhepunkte eines Vierteljahrhunderts. Es war der erste Juni des Jahres 1954. Auf Einladung des damals für die Gesundheit zuständigen Innenministeriums Baden-Württemberg, fand die Gründungsversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Baden-Württemberg statt. Fünf Jahre später erließ das Innenministerium die ersten Richtlinien für die staatliche Jugendzahnpflege. Prophylaxe stand zum damaligen Zeitpunkt noch im Hintergrund. 1969 war es aber soweit. Die Prophylaxe bekam einen festen Platz in den Programmen der Arbeitsgemeinschaft. Von da an ging es mit höchst effektiven, praktischen Maßnahmen rasch voran. Die einzelnen Arbeitsgemeinschaften bekamen Zahnmedizinische Fachhelferinnen zur Seite gestellt. Es gab Zuschüssse für die Einrichtung von Zahnputzräumen, eine Anerkennungsvergütung für Prophylaxehilfen und Seminare, etwa für Erzieherinnen. Zum 1. Juli 1975, trat das Jugendzahnpflegegesetz in Baden-Württemberg in Kraft, das knapp zwei Jahrzehnte später vom Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst abgelöst wurde. Und schließlich, im Jahr 1990 trat mit Baden-Württemberg im ersten Bundesland überhaupt eine Rahmenvereinbarung zur Prophylaxe in Kraft. Partner waren die Landesverbände der Krankenkassen, die Landeszahnärztekammer, die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege Baden-Württemberg e.V. und das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Gesundheitsministerium. Landesweit wurden die 37 regionalen Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, die mit niedergelassenen Zahnärzten Werkverträge abschlossen, um eine flächendeckende Gruppenprophylaxe sicherzustellen. Und 1991 fand schließlich der erste Tag der Zahngesundheit statt. Eine Veranstaltung, die bis heute zum enormen Erfolg der Prophylaxe in Baden-Württemberg beitragen sollte.
1991: Am 25. November war es auf dem Schlossplatz in Stuttgart soweit. Der Tag der Zahngesundheit fand zum ersten Mal in der Bundesrepublik statt. Und in Baden-Württemberg feierte das schneeweiße Pagodenzelt mit dem Erlebnisforum Zahngesundheit seinen Einstand. „Eine Pagode mit Butzenscheiben“, sah die lokale Presse darin. Zum ersten Tag der Zahngesundheit hatte das Informationszentrum Zahngesundheit unter der Leitung von Johannes Clausen seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Es sollten noch viele weitere folgen, ohne die die vorbildliche Prophylaxearbeit in Baden-Württemberg nicht dort wäre, wo sie heute steht. „Es war und ist ein hartes Stück Arbeit, die Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen umzusetzen“, hatte der damalige LZK-Präsident und Verantwortliche für die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege, Dr. Hand-Dieter Schwieder, gesagt. Er dankte unter anderem den Krankenkassen, die einen wesentlichen Teil des Prophylaxeprogramms finanzieren, rund 7400 Erziehern in Kindergärten, 900 Lehrern an Grund- und Hauptschulen, 400 Mitarbeitern in Behinderteneinrichtungen.
1992: In Freiburg, auf dem Augustinerplatz fand die landesweite Auftaktveranstaltung zum zweiten Tag der Zahngesundheit am 24. September 1992 statt. Für die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege Baden-Württemberg e.V. und das IZZ war das wieder Anlass und Verpflichtung, dieses einmalige Ereignis für Kinder und Erwachsene zu gestalten. Es ging von den vier Säulen der Zahngesundheit bis zum persönlichen Vorsorgeprogramm IP1 bis IP4 (Individualprophylaxe) und den Möglichkeiten der Versiegelung von Kauflächen zur Gesunderhaltung der Zähne von Kindern und Jugendlichen. Der Tag der Zahngesundheit in diesem Jahr sorgte für positive Schlagzeilen. Im Bezirk Freiburg erschienen in 16 Zeitungen 28 Presseartikel, häufig mit anschaulichen Fotos. Im Bezirk Stuttgart erschienen mehr als eineinhalb Millionen Exemplare mit Berichten zum Tag der Zahngesundheit. 32 Beiträge in 20 Zeitungen. Im Bezirk Tübingen waren es 24 Meldungen in 13 Zeitungen. Im Bezirk Karlsruhe 16 Zeitungen, die 41 Mal über den Tag der Zahngesundheit berichtet hat. Dort erreichten sie rund zwei Millionen Exemplare.  Der SWF berichtet damals mit einem Übertragungswagen vom Augustinerplatz. Dr. Konstantin Baer und Dr. Franz Schleemilch standen dem Sender Rede und Antwort. Dazu gab es eine Telefonaktion zum Tag der Zahngesundheit in den Stuttgarter Nachrichten.  Das Zahnärzteblatt zieht im November 1992 das Fazit, dass die Aktionen rund um den Tag der Zahngesundheit eine willkommene Gelegenheit bieten, das Bewusstsein bei allen Zielgruppen für die eminent wichtigen Vorbeugemaßnahmen zur Erhaltung und Förderung für Zahn- und Mundgesundheit zu schärfen. Das Motto „Gesund beginnt im Mund“ hatte damals schon erste Früchte getragen. Und auch die Medien titelten: „Die Karies-Teufelchen wegbürsten“ schrieb etwa die Lahrer Zeitung. Der Südkurier berichtete am 25. September 1992 unter dem Titel „Die Hex‘, die Naschkatz. Hat nur noch einen Zahn“ vom zahnhygienisch-pädagogischen Puppenspiel der LAGZ.
1993: Im Jahr 1993 fand der Tag der Zahngesundheit in Mannheim statt. Vom 23. Bis zum 25. September standen die tage wie in den Vorjahren ganz im Zeichen der Verhütung von Zahnerkrankungen und der Vorsorge. Allein der Mannheimer Morgen berichtete damals in einer Gesamtauflage von mehr als 500.000 Zeitungen in fünf Beiträgen. 17 Hörfunk-Interviews rundeten die positive Berichterstattung ab. Das ZBW titelte damals folgerichtig: „Prophylaxe – der Sympathieträger“. Zähne seien die – und das hätten Eltern, Bürger und Politiker (Leider noch nicht alle) erkannt – Sympathieträger – quasi die Kontaktlinsen für eine erfolgreiche menschliche sympathische Kommunikation. Andere Medien griffen vor allem die Aktionen auf, die rund um den Tag der Zahngesundheit in ganz Baden-Württemberg stattfanden. Die Stuttgarter Nachrichten berichteten unter dem Titel „Wer hat gesunde Zähne?“ über den Wettbewerb zum Tag der Zahngesundheit, den die Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege im Landkreis Calw unter dem Motto „Naturgesunde Zähne“ veranstaltet hatte. Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete über das Puppentheater für 5832 Kinder aus 30 Kindergärten im Neckar-Odenwald-Kreis. Das Badische Tagblatt griff zum Tag der Zahngesundheit das Thema Karies auf und berichtete über 70 Prozent der Erstklässler, die kranke Zähne hatten. Schon damals ging es wie 2015 um Ernährung. Die Zeitung berichtet über die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in Frankfurt, die in Frischkäse und Joghurt bis zu 17 Prozent Zucker gefunden hatten. Besonders freuten sich die Veranstalter damals über die Berichterstattung im Schwäbischen Tagblatt, das den Tag der Zahngesundheit mit einer ganzseitigen Bild-Reportage würdigte.
1994: Nachdem sich die ersten Tage der Zahngesundheit mit Ernährung und Kariesprävention auseinandergesetzt hatten, war die Veranstaltung langsam aber sicher etabliert im Land. Im September 1994 fand der Tag der Zahngesundheit in Pforzheim statt. Die Pforzheimer Zeitung berichtete in diesem Zusammenhang von einem Kinder-Zahnfestival mit mehr als 1000 kleinen Besuchern im Enzauenpark. Es habe einen Riesenandrang gegeben. Die Schwäbische Donauzeitung sprach zum Tag der Zahngesundheit mit der Heidenheimer Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege und berichtete von ihren Erfolgen an Kindergärten und Grundschulen. Nach neuesten Untersuchungen des Kölner Instituts der deutschen Zahnärzte hatten zu dem Zeitpunkt knapp 45 Prozent der acht- und Neunjährigen völlig gesunde Zähne. Bei den 13- bis 14-Jährigen waren es nur noch 14 Prozent. Erfolgreich arbeitete die AGZ damals mit einer Gruppe neunjähriger Oggenhausener Grundschüler, deren Karies-Wert bei 0,36 lag. Der Idealwert Basler Kinder lag bei 0,4. Die Schwäbische Donauzeitung berichtete umfangreich über die Aktionen der Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Schwäbisch Hall, die den Kindern Gemüsesaft zur Stärkung der Zähne nahegelegt hatten. Das Stuttgarter Stadtradio lobte im Interview mit IZZ-Leiter Johannes Clausen, dass Baden-Württemberg das Ziel von nur noch drei schlechten Zähnen im Mund von Kindern und Jugendlichen, das die Weltgesundheitsorganisation für das Jahr 2000 ausgegeben hatte, schon 1994 erreicht hatte.
1995: Der Startschuss zu den landesweiten Aktionen im Jahr 1995 fiel auf dem Ulmer Münsterplatz. Ein Magnet für Besucher und Medien war das neu gestaltete Pagodenzelt mit dem Erlebnisforum Zahngesundheit. Zahlreiche Kindergärten und Schulen aus Ulm besuchten das Erlebnisforum an den Vormittagen der vier Aktionstage im September. Weit mehr als fünf Millionen Printprodukte enthielten in diesem Jahr positive Berichte über den Tag der Zahngesundheit. Zur landesweiten Auftaktveranstaltung gab es elf Berichte in 26 Zeitungen. Wieder einmal gelang es den Medien zu transportieren, dass Prävention viele Aspekte umfasst. Die Bevölkerung durfte sich im Erlebnisforum umfassend über die vier Säulen der Zahngesundheit informieren. Wieder ging es vielen Medien dabei vor allem um den Umgang mit Süßigkeiten. „Bloß nicht so viele Süßigkeiten essen!“, titelte die Südwest Presse aus Ulm und erklärte die Jugendzahnpflege. Doch neben der Information über Ernährung versuchte die Südwestpresse in einem weiteren Artikel, den Lesern die Angst vorm Zahnarzt zu nehmen und schrieben in ihrer Reportage: „Mein Zahnarzt ist immer lieb zu mir.“ Erstmals schaffte es die landesweite Auftaktveranstaltung im Jahr 1995 in den bundesweiten Blickpunkt. Der Fernsehsender Sat 1 berichtete.
1996: Im Jahr 1996 war das Erlebnisforum Zahngesundheit zum Tag der Zahngesundheit auf dem Stuttgarter Schlossplatz zu Gast – diesmal im weitaus größeren Rahmen als bundesweite Auftaktveranstaltung. Zusätzlich zum Motto „Gesund beginnt im Mund“, setzte sich der Tag der Zahngesundheit diesmal erstmals ausdrücklich mit einem zweiten Thema auseinander: „Zahngesundheit in der Schule.“ Denn: Mit dem Schulbesuch besteht zum ersten Mal im Rahmen der gruppenprophylaktischen Maßnahmen die Möglichkeit, eine gezielte Zahngesundheitserziehung auf komplette Jahrgänge auszudehnen“, hat Dr. Rüdiger Engel, der damalige Präsident der LZK Baden-Württemberg und Vorstandsvorsitzende der Bundeszahnärztekammer schon gewusst. Die Medien griffen diesmal unter anderem den Kostenaspekt heraus. In ihrer Berichterstattung zum Erlebnisforum beim 6. Tag der Zahngesundheit, schrieb die Stuttgarter Zeitung: „Wer nicht putzt, muss zahlen.“ Damit machte die Zeitung auf die Gesetzesänderung, die 1997 dafür sorgte, dass nicht Volljährige zukünftig keine Leistungsansprüche mehr gegenüber ihren Krankenkassen hatten, wenn es sich um Zahnersatz handelt. Die Badische Zeitung titelte gar reißerisch: „Tag der Zahngesundheit im Schatten der Politik – Brennpunkt Zahnpflege“, und berichtete von einer nächsten Stufe der Gesundheitsreform, die der damalige Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer plane.
1997: Die landesweite Auftaktveranstaltung fand 1997 in Karlsruhe statt. Das Pagodenzelt mit dem Erlebnisforum Zahngesundheit war wie auch schon in den Vorjahren die Attraktion vor allem für die Kinder. In den Medien gab es viel positive Bilanz. Die Zahngesundheit bei Kindern und Jugendlichen hatte sich dank der Früchte tragenden Arbeit der 37 Arbeitsgemeinschaften wieder einmal deutlich verbessert. Die zwölfjährigen im Land hatten nach aktuellen Untersuchungen nur noch 1,4 kariöse Zähne im Durchschnitt. Der bundesweite Schnitt lag zu dieser Zeit bei 2,4. Die Medien setzten sich im Jahr 1997 mit der Plaque-Neon-Schau auseinander und hoben ihre Bedeutung im Kampf gegen Karies hervor. „Der Zahnbelag erstrahlt im Neonlicht“, titelten etwa die Badische Neueste Nachrichten. Eine der Kernaussagen der Berichterstattung war zudem unter dem Titel „Fluor als Waffe gegen Karies, dass sich Zahngesundheit immer mehr zum sozialen Privileg wurde. Kinder aus sozial schwachen Familien hatten weitaus mehr und schlechter behandelte Löcher in den Zähnen. Bei der Ernährung sollten sie deshalb auf ausreichend fluoridhaltige Nahrungsmittel achten. Die Ludwigsburger Kreiszeitung konzentrierte sich dagegen auf die positive Berichterstattung und titelte: „Kinder mit gutem Gebiss – Jeder zweite Sechstklässler hat gesunde Zähne.“
1999: Erstmals fand die landesweite Auftaktveranstaltung zum Tag der Zahngesundheit 1999 in Reutlingen statt. Im Spitalhof am Marktplatz war dank des Engagements der Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege e. V. Reutlingen und des IZZ erfolgreich.  Zum zweiten Mal hatte die Veranstaltung in Baden-Württemberg dabei ein besonderes Motto: „Gesunde Zähne – ein Leben lang“ lautete es und setzte sich mit Zahngesundheit bis ins hohe Alter auseinander. Nicht, ohne dabei an die Kinder zu denken. Die Eröffnungsveranstaltung wurde zum Anlass, den neuen zahnärztlichen Kinderpass vorzustellen. Ein Novum gab es auch: im altehrwürdigen Rahmen im Spitalhof zog der Tag der Zahngesundheit publikumswirksam Passanten an, ohne das weiße Pagodenzelt, das erstmals nicht eingesetzt wurde. Dr. Stephan Haenel, Prophylaxe-Referent der Landeszahnärztekammer kündigte dafür ein neues Programm für Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko an. Dabei wurden im Rahmen der Gruppenprophylaxe bei den Vorsorgeuntersuchungen diese Kinder anhand der unterversorgten kariösen Zähne ermittelt und zur Intensivbetreuung in die Zahnarztpraxis verwiesen. „Zahn-Prophylaxe mit noch mehr Biss“, titelte der Reutlinger Generalanzeiger nach einer erfolgreichen Veranstaltung mit dem damaligen Schirmherrn, Sozialminister Dr. Friedhelm Repnik. Der GEA berichtete über die Zahnärzteschaft, die sich für einen Erhalt der umfassenden Prophylaxe, trotz Gesundheitsreform einsetzte.
2001: Heidelberg war im Jahr 2001 der Ort, an dem sich die öffentlichkeits- und publikumswirksamen Aktionen zur landesweiten Auftaktveranstaltung des Tags der Zahngesundheit präsentierten. Medienvertreter im alten Senatssaal staunten über einen bis dato nie dagewesenen neuen Level der Zahngesundheit im Land. Das Zusammenspiel der Zahnärzte, der Krankenkassenvertreter und der staatlichen Institutionen in Baden-Württemberg war der Garant für die hervorragenden DMF-T-Werte. Die 37 Arbeitsgemeinschaften präsentierten ihr Wirken auch im Jahr 2001 unter dem Motto „Gesunde Zähne ein Leben lang“. Und so griff die dpa auch auf und kommunizierte in Medien bundesweit, dass inzwischen zwei Drittel der Zwölfjährigen überhaupt keine kariösen Zähne mehr hatten. Viele weitere Zeitungen titelten nach der Auftaktpressekonferenz, dass immer weniger Kinder in Baden-Württemberg von Karies betroffen waren. Der Tenor: Die Prophylaxeanstrengungen, die seit Jahren große Erfolge bewirken, haben einen neuen Höhepunkt erreicht.
2002: Im Jahr 2002 zog das Pagodenzelt mit dem Erlebnisforum Zahngesundheit zur landesweiten Auftaktveranstaltung der Tage der Zahngesundheit nach Gengenbach. Das Zahnärzteblatt erhob die gesunden Zähne der Jugendlichen im Land in der Überschrift zur Berichterstattung über die Auftaktveranstaltung zum Markenzeichen erfolgreicher Prophylaxearbeit in Baden-Württemberg. Nicht umsonst hatte der damalige Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft für Zahngesundheit , Dr. Udo Lenke, deutlich gemacht, dass „die Zahngesundheit der Kinder in Baden-Württemberg im Bundesvergleich Spitze ist, dank der hervorragenden zahnmedizinischen Versorgung und der unermüdlichen Prophylaxearbeit seit Beginn der 90er-Jahre.“ Unter dem Motto: „Gesund beginnt im Mund! Lass es dir zeigen“ wurde wieder eine Vielzahl an Medien auf die erfolgreiche Prophylaxearbeit aufmerksam. Das Offenburger Tageblatt berichtete etwa von einem „Erfolg vereinter Überzeugungskraft in der Vorsorge“ und erkannte damit, wie wichtig das Zusammenspiel der vielen Partner bei der erfolgreichen Prophylaxe schon damals war.
2003: 50 Zeitungen aus ganz Baden-Württemberg berichteten 2003 über die landesweite Auftaktveranstaltung zum Tag der Zahngesundheit auf dem Holzmarkt in Ravensburg. Positiv berichtete der Südkurier etwa: „Die Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege im Landkreis Konstanz hat den Tag der Zahngesundheit zu einem Aktionsmonat ausgeweitet.“ Weiter berichtete die Zeitung: „Langfristig ist das Ziel der Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege, die Randgruppen noch besser und intensiver mehrmals im Jahr zu erfassen. Auch ist eine Intensivierung der Aufklärung bei Eltern mit Neugeborenen und Krabbelkindern als langfristige Zielgruppe angebracht.“ Dass sich die Zahnpflege erneut deutlich verbessert hatte, war ohnehin großes Thema bei den Zeitungen, die wie das Wochenblatt Karlsruhe auch auf die Ernährung eingingen: „Der Weg zu mehr Wohlbefinden führt über bewusste Ernährung, regelmäßige Bewegung und nicht zuletzt über gepflegte Zähne.“
2004: Auf nach Ludwigsburg hieß es im Jahr 2004 für die landesweite Auftaktveranstaltung des Tags der Zahngesundheit. Die dpa berichtete in einer Langfassung mit Farbfoto. Printmedien in ganz Deutschland griffen die Berichterstattung breit auf. Der Präsident der Landeszahnärztekammer, Dr. Udo Lenke, war gern gesehener Gast in Talksendungen. So erfolgreich wie lange nicht mehr wirkte sich dementsprechend auch der Tag der Zahngesundheit in der Öffentlichkeitswirkung aus. 236 Zeitungen berichteten in einer Gesamtauflage von rund 5,5 Millionen über die Aktivitäten rund um den tag. In ganz Baden-Württemberg gaben Zeitungen Ratschläge über Dinge, die Zähnen schaden und den Umgang mit ihnen, von der Nuckelflasche, über Piercings bis zur Süßigkeit.
2006: Die Jahre 2005 und 2004 standen im September in den Medien schon ganz im Zeichen der Zahnmedizin. 2006 wurde das sogar noch weit übertroffen. Mit einer Gesamtauflage von fast 6,5 Millionen Exemplaren erreichte die Berichterstattung über den Tag der Zahngesundheit statistisch gesehen mehr als jeden zweiten Baden-Württemberger. Auf der Auftaktveranstaltung in Heilbronn hatten sich der Leiter des IZZ, Johannes Clausen, und sein Team ein ganz besonderes Motto ausgedacht: „Gesund beginnt im Mund – Hip Hop für die Zähne.“ Das Motto sagt schon aus, wer besonders im Mittelpunkt stand: Die Jugendlichen. Die Zeitungen in Baden-Württemberg griffen das auf und berichteten intensiv über die Problemzone, die es bei der Zahngesundheit in Baden-Württemberg noch gab: „Die Zähne der Teenager sind alles andere als strahlend“, schrieb etwa die Heilbronner Stimme, erkannte aber auch, dass gleichzeitig die Zähne der Kinder im Bundesland europaweit Spitze sind. Erstmals moderierte Martina Meisenberg die Auftaktveranstaltung, die bis heute fest dazu gehört. Sie war ein wichtiger Teil der neuen Konzeption für die Gestaltung des Tags der Zahngesundheit durch das IZZ. Das sichtbare Zeichen: Die Eröffnungsveranstaltung mit Prominenten aus Politik, Kultur und Region gewann stark an Bedeutung.
2007: Auch im Jahr 2007 erreicht die Berichterstattung über den Tag der Zahngesundheit in Baden-Württemberg wieder mehr als sechs Millionen Haushalte. Die Schlagzeilen in den Print- und Funkmedien zeigen das positive Image, das die Zahngesundheitsförderung in Baden-Württemberg genießt. Schlagzeilen wie „Kinder sollen Profis im Zähneputzen sein“ (Schwäbische Zeitung), „Kinder im Land der gesündesten Zähne“ (Esslinger Zeitung und „Frappierender Erfolg“ (Geislinger Zeitung, spiegelten diese Einschätzung wieder. Die hervorragende Berichterstattung beweist, wie wichtig der Tag der Zahngesundheit für die funktionierende Prophylaxe ist. Die landeszentrale Auftaktveranstaltung findet in diesem Jahr auf dem Schillerplatz in Göppingen statt. Dort stellte Dr. Udo Lenke gemeinsam mit Dr. Renate Lüllwitz-Hoch den Medienvertretern den neuen Zahnärztlichen Kinderpass vor. Die Prophylaxe sollte von da an die einzige bestehende Lücke schließen: Die Zahngesundheit der bis Dreijährigen.
2008: „Gesund beginnt im Mund“ hieß es auch auf der Auftaktveranstaltung zum 18. Tag der Zahngesundheit 2008 in Karlsruhe. Im ZBW fasste Dorothea Kallenberg passend zusammen, dass das weiße Pagodenzelt mit dem Erlebnisforum Zahngesundheit inzwischen zu einem  landesweiten Synonym für effiziente Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Prophylaxearbeit geworden war, das von morgens bis abends gut besucht war. Das Schwerpunktthema bei der 18. Auflage der erfolgreichen Veranstaltung war der Speichel im menschlichen Mund. „Speichel – wundersamer Saft“, griff das Karlsruher Wochenblatt auf. Und auch die Stuttgarter Nachrichten berichteten groß über das Thema des Jahres und nannten den Speichel einen „spannenden Cocktail“, der vermutlich der wichtigste Zahnerhalter sei.
2009: Am 23. September 2009 stand Lörrach im Blickpunkt der Medien. Dort fand die Auftaktveranstaltung zum Tag der Zahngesundheit in diesem Jahr statt. Und das SWR-Fernsehen sendete einen Beitrag zur besten Sendezeit. In der Hochburg der Schokoladenherstellung ist auch die Mundhygiene zu Hause. Die damalige Arbeits- und Sozialministerin des Lands Baden-Württemberg, Dr. Monika Stolz, griff in Lörrach das Motto „Wir sind Spitze in Baden-Württemberg, auch in der Zahngesundheit“ auf und lobte die gute Zusammenarbeit in der zahnärztlichen Prävention.
2010: Zum 20. Jubiläum des Tags der Zahngesundheit ging es im September 2010 auf den Spritzenhausplatz nach Aalen. Unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – je früher, desto besser“, feierten die Veranstalter das 20 Jahre zuvor begonnene bundesweite Konzept zur Prophylaxe.  Dank der hervorragenden Arbeit der 37 Arbeitsgemeinschaften war Baden-Württemberg längst zum Vorzeigeland in Sachen Prophylaxe geworden.
2011: Im Jahr 2011 ging es zur landesweiten Auftaktveranstaltung des Tags der Zahngesundheit nach Bad Mergentheim. Wieder einmal drehte der SWR einen vielbeachteten Beitrag von der Auftaktveranstaltung unter dem diesjährigen Motto „Gesund beginnt im Mund – gewusst wie“. Zum 25. Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Main-Tauber-Kreis schrieb der Mannheimer Morgen  von einer „einzigartigen Erfolgsgeschichte“. Die Badische Zeitung aus Freiburg hob die langfristige Beziehung zwischen Patient und Zahnarzt hervor: „Patienten und Zahnärzte sind oft ein Bund fürs Leben“, und betonte, dass frühzeitige Zahnpflege besonders wichtig sei: „Mundhygiene beginnt noch vor dem Durchbruch des ersten Zahns.“
2012: „Gesund beginnt im Mund – von Jung bis Alt“, war das Motto des 21. Tags der Zahngesundheit, der den Fokus somit wieder auf die breite Zahngesundheit in allen Altersgruppen legte. Zum dritten Mal war die Auftaktveranstaltung auf dem Schlossplatz der Landeshauptstadt zu Gast. Mit dem Motto reagierten die Veranstalter auf den demografischen Wandel und damit auf die Mundpflege im vierten Lebensalter. Der neue Fokus ergab sich von selbst, denn wie die Stuttgarter Nachrichten titelten, waren „Kinderzähne so gut wie nie – eine Studie sieht das Land bei der Mundpflege in Europa vorn. Senioren sind bei der Zahnmedizin im Nachteil.“ Dank der Fokussierung auf dem Tag der Zahngesundheit rückte das Thema Zahnpflege bei Senioren in der Öffentlichkeit in einen breiten Fokus. „Mehr Genuss mit 65 plus“ titelte etwa das Badische Tagblatt. INFO Bodensee schrieb: „Damit Senioren noch zubeißen können.“
2013: Unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – alle mit Freude dabei“ legten die 37 Arbeitsgemeinschaften bei der Auftaktveranstaltung in Biberach an der Riß den Fokus auf die gemeinschaftliche Arbeit, die in der Prophylaxe unabdingbar ist. Das vielfältige und beeindruckende Engagement der Arbeitsgemeinschaften spiegelte sich in diesem Jahr in der breiten Berichterstattung der Presseorgane in Baden-Württemberg wider. Die Schwäbische Zeitung etwa hob die Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen hervor und titelte „Auch Milchzähne brauchen Pflege.“ Der Teckbote aus Kirchheim rief in seiner Berichterstattung zu einer „mineralstoff- und vitaminreichen Ernährung für die Entwicklung“ auf. Selbst die Stuttgarter Nachrichten schickten im Jahr 2013 einen Redakteur eigens für die Berichterstattung zum Tag der Zahngesundheit nach Biberach.
2014: Im Jahr in dem die deutsche Fußballnationalmannschaft Weltmeister wurde, drehte sich auch bei der landesweiten Auftaktveranstaltung in Pforzheim alles um den Teamgeist. Gemeint war hier aber nicht das Zusammenspiel von Sportlern, sondern das von den Funktionären der Zahngesundheit, die sich gemeinsam für gelingende Prophylaxe einsetzen. Ähnlich dem Vorjahr war das Motto des Tags der Zahngesundheit in Baden-Württemberg diesmal also „Gesund beginnt im Mund – alle machen mit.“ Während die Fußballer den Weltmeistertitel feierten, feierten die Zeitungen den Europameistertitel der Baden-Württembergischen Kinder beim Zähneputzen: „Karies hat keine Chance: In Sachen Zahngesundheit haben die Kinder in Baden-Württemberg den Spitzenplatz in Europa erreicht“, schrieb die dpa in einem häufig verbreiteten Text.
2015: Der 25. Tag der Zahngesundheit fand im September in Reutlingen statt. Auf dem Marktplatz band IZZ-Leiter Johannes Clausen den Wochenmarkt mit ein und machte darauf aufmerksam, wie wichtig gesunde Ernährung für die Zähne ist. Das Motto: „Gesund beginnt im Mund. Bewusst ernährt, dann läuft’s rund“, zog wieder viele Kinder und Schulklassen an. Christian Ignatzi