Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Sozietät

 

Verfassungsgericht kippt Verbot

Ausgabe 3, 2016

Rechtsanwälte dürfen sich auch mit Ärzten und Apothekern als Berufspartner zusammenschließen. Eine Regelung in der Bundesrechtsanwaltsordnung, die das nur für Patentanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer erlaubt, hat das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Die Zusammenarbeit mit Ärzten und Apothekern berge keine wesentlichen zusätzlichen Risiken für die anwaltlichen Berufspflichten, befanden die Karlsruher Richter. So seien diese etwa genauso zur Verschwiegenheit verpflichtet wie die Anwälte selbst. Das Verbot greife daher unverhältnismäßig in die Berufsfreiheit ein (1 BvL 6/13). Beschwerde eingereicht hatten ein Anwalt und eine Ärztin und Apothekerin, denen das Amtsgericht Würzburg die Eintragung ins Partnerschaftsregister versagt hatte. Die Frau sollte als Gutachterin und Beraterin tätig sein.

dpa

 

Gesundheitspolitik

 

Neugegründete Beratungsgesellschaft

Ausgabe 3, 2016

Was machen eigentlich der ehemalige Vorstandsvorsitzende der AOK Bundesverband GbR, Jürgen Graalmann, und der Ex-Verlagsgeschäftsführer der „Ärzte Zeitung“, Harm van Maanen? Diese Frage füllte schon seit Monaten die Small Talks in den üblichen Berliner gesundheitspolitischen Zirkeln. Vor allem, weil der Friese Graalmann noch vor Weihnachten 2015 auf dem Berliner „Markt der Gerüchte“ heftig als neuer Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit „gehandelt“ wurde. Die Antwort auf alle Fragen ergibt ein Blick in das Handelsregister Berlin-Charlottenburg. Denn beide zusammen fungieren seit Dezember 2015 als Geschäftsführende Gesellschafter der neugegründeten Beratungsgesellschaft „Die BrückenKöpfe GmbH“. Zusammen mit ihren vier weiteren Gesellschaftern Dr. med. Eckart von Hirschhausen, dem ehemaligen Hauptgeschäftsführer des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) und heutigen Rechtsanwalt Maximilian Broglie, Fußballer Philipp Lahm und dem Investor Oliver Hagedorn sind sie angetreten, um „Unternehmen im Gesundheitswesen erfolgreicher“ zu machen, „sofort und unverzüglich“.

dfg

 

Charité Berlin

 

Goldenes Doktordiplom

Ausgabe 3, 2016

Die Charité ehrt seit vielen Jahren ihre Alumni, die vor 50 Jahren an der Berliner Universitätsmedizin promoviert haben, mit der Vergabe einer „Goldenen Doktorurkunde“. 2015 meldeten sich 87 „Goldene“ aus den unterschiedlichen Bundesländern, um ihre Ehrung entgegenzunehmen. Auch im Jahr 2016 soll die Vergabe der „Goldenen Doktorurkunde“ wieder im Rahmen eines großen Festaktes im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte erfolgen. Leider ist der Kontakt zu so mancher Kollegin und so manchem Kollegen im Lauf der Jahre verloren gegangen. Sollten Sie vor etwa 50 Jahren selbst in Berlin promoviert haben oder jemanden kennen, auf den das zutrifft, melden Sie sich doch bitte im Promotionsbüro der Charité – Universitätsmedizin Berlin, unter der Telefonnummer 030/450576018/016/058.

IZZ

 

Gesundheitspolitik

 

Kretschmann gegen paritätische Finanzierung

Ausgabe 3, 2016

Ein rot-rot-grün angehauchtes Bündnis aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, NRW und Thüringen brachte am 22. Januar 2016 im Bundesrat eine gemeinsame Entschließung ein. Zielrichtung: Die Bundesregierung sollte aufgefordert werden, „zeitnah einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem die vollständige paritätische Finanzierung von Krankenversicherungsbeiträgen durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber wiederhergestellt wird.“ Allerdings hatte man in Mainz die Rechnung ohne Winfried Kretschmann gemacht. Zwischen Freiburg und Mannheim gehen die politischen Uhren anders und die Baden-Württemberger haben auch ein recht offenes Ohr für die Interessen der heimischen Wirtschaft. Kretschmann wollte nicht dem Bundestrend folgen und riskierte sogar kurz vor den Wahlen einen veritablen Koalitionskrach mit seinem SPD-Partner. Dem eher wertkonservativ auftretenden Schwaben könnte möglicherweise aufgestoßen sein, dass er zusammen mit dem Linken-Land Thüringen und dem rot-rot regierten Brandenburg im Bundesrat gemeinsame Sache machen sollte. Und: Einem neuen, personell schwach geführten Koalitionspartner namens CDU wäre er sicherlich nach der Wahl auch nicht abgeneigt. Kretschmann enthielt sich also. Damit fehlte dem Vorstoß von Malu Dreyer die Merhheit – die Entschließung landete in den Ausschüssen der Länderkammer. Und da dürfte sie auch bis auf weiteres schmoren.

dfg

 

Berufsjubilare und Jahrgangsbeste

 

Ehrungen der BZK Stuttgart

Ausgabe 3, 2016

Im Rahmen der Fachdental Südwest im Oktober 2015 hat die Bezirkszahnärztekammer Stuttgart die Berufsjubilarinnen und Berufsjubilare unter den Zahnmedizinischen Mitarbeiter/innen sowie die Jahrgangsbesten der Berufsschul-Abschlussklassen Zahnmedizinische Fachangestellte der Jahre 2014 (Winter) und Sommer 2015 geehrt. Die Ehrungen nahmen die Vorstandsmitglieder der BZK Stuttgart, Dr. Helmut Schönberg und Dr. Bernd Krämer, auf dem Forum der Fachdental Südwest vor.

Die Jahrgangsbeste der Winter- Abschlussprüfung war Jana Dieke aus Auenwald (Ausbilder Dr. Reinhard Dieke). Bei der Sommer-Abschlussprüfung schloss Laura Encica aus Ostfildern aus der Praxis Dr. Margit Seibold als Jahrgangsbeste ab. Laura Encica wurde gleichzeitig auch von LZK-Präsident Dr. Udo Lenke als landesweit beste ZFA geehrt.

Über ihr 10-jähriges Dienstjubiläum freuten sich: Jacqueline Hieber, Jennifer Oberkamm und Svenja Wolff. Bereits 25 Jahre ihrem Beruf treu sind Naime Arslan, Andrea Banzhaf, Anja Blank, Sigrun Geissler, Corinna Großmann, Silke Hasenfuß, Heike Heinrich, Carmen Hochrein, Silke Paulßen, Silke Siegel und Sabine Ziebel.

Für 30 Jahre in ihrem Beruf wurden Heike Dingler, Petra Riehl, Bianka Wich und Elke Wiedmann geehrt. Und gleich zwei Mitarbeiterinnen mit 35. Berufsjubiläum krönten die Ehrungsfeier der BZK Stuttgart: Gisela Greiss aus der Praxis Dr. Dieter Lutsch in Wendlingen und Christine Nuß aus der Praxis Dr. Manfred Rühle in Schwaikheim.

BZK Stuttgart