Informationszentrum Zahngesundheit

Eine Einrichtung der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg

31. Karlsruher Konferenz am 18. März 2016

Zahnerhalt steht im Mittelpunkt des Fortbildungskongresses

(Pressetext Langfassung)

Die Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe vereinigt zahnärztliche Behandlung, zahnmedizinische Wissenschaft und zahnärztliche Fortbildung in einer Institution. Das demonstriert die Akademie öffentlichkeitswirksam vor allem zu Beginn des neuen Fortbildungsjahres, das traditionell mit einem international besetzten Kongress beginnt, der Karlsruher Konferenz. Professor Dr. Winfried Walther, Leiter der Akademie, hat für den diesjährigen Kongress am 18. März das Thema „Neues aus der Kons – Innovationen aus dem zahnmedizinischen Kernfach" gewählt. Namhafte Referenten beschäftigen sich mit wiederherstellenden und auch mit präventiven Aspekten der Zahnheilkunde.

Zahnhartsubstanz ist wertvoll
Besonderes Augenmerk wird dabei auf space.gif den Umgang mit der Zahnhartsubstanz gelegt, wie Prof. Dr. Matthias Hannig, Homburg, in seinem Vortrag „Schmelzregeneration – was geht und was geht nicht?“ demonstriert. Er gibt einen Überblick über die in den letzten Jahren entwickelten Strategien, die z. B. durch nanotechnologische Verfahren den natürlichen Zahnschmelz, die härteste Substanz des menschlichen Körpers, nachzubilden versuchen. Basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand wird er darstellen, ob biomimetische Moleküle, die auch als künstlicher Zahnschmelz bezeichnet werden, Defekte in der Zahnschmelzoberfläche wirklich reparieren können.
Neue Wege in der Zahnerhaltung beschreitet man auch bei der Behandlung der Approximalkaries, die aufgrund der schlechten Einsehbarkeit der Zahnzwischenräume schwieriger zu diagnostizieren ist als andere Kariesformen. Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel, Aachen, wird sich in seinem Vortrag „Therapieentscheid bei okklusaler und approximaler Karies“ dieses Themas annehmen. Er berichtet u.a. über neue Therapiemöglichkeiten, die durch eine Versiegelung der kariösen Approximalflächen, analog zur der Behandlung von Grübchen und Fissuren, die therapeutische Lücke zwischen präventiven und invasiven Maßnahmen bilden können.

Probiotika zur Prävention

Mit der Prävention von Mund- und Zahnerkrankungen beschäftigt sich Prof. Dr. Svante Twetman, Kopenhagen. In seinem englisch gehaltenen Vortrag fragt er danach, ob man in der Zahnmedizin schon bereit dafür ist, Probiotika als Mittel der Prävention anzuerkennen. So können beispielsweise probiotische Lactobacillus-Keime einen Schutzfilm gegen Bakterien bilden, die für Entzündungen im Mundgewebe verantwortlich sind. Sie hemmen auf diese Weise die Plaque-Neubildung sowie die Besiedelung der Mundhöhle mit pathogenen Bakterien. Die Bilanz der Forschung deutet schon heute darauf hin, dass Probiotika in der Zahnmedizin ein deutliches Potential aufweisen und zur Behandlung von entzündlichen Zahnfleischerkrankungen eingesetzt werden können.

Zahnerhaltung als oberstes Gebot
Weiterentwicklungen in der Adhäsiv- und Komposittechnologie gehören zu den Innovationen im zahnmedizinischen Kernfach, denn inzwischen lassen sich auch ausgedehntere Zahnhartsubstanzdefekte mit direkten Restaurationen versorgen. Dadurch kann ein Maximum an gesunder Zahnhartsubstanz erhalten werden. In Ihrem Referat wird PD Dr. Diana Wolff, Heidelberg über „Direkte plastische Restaurationen – gestern, heute, morgen“ berichten und dabei die verschiedensten Werkstoffe vorstellen, die sich im Hinblick auf Ästhetik, Belastbarkeit, Haltbarkeit, Bearbeitungsaufwand und Kosten unterscheiden. Dabei wird sie auch unterstreichen, dass die Zahnerhaltung, wo immer möglich, die Therapieentscheidung der ersten Wahl bleibt. Natürliche Zähne können auch mithilfe von Implantaten und Prothetik in vieler Hinsicht nicht adäquat ersetzt werden.

Kontakt:
Johannes Clausen
Leiter des IZZ
Tel: 0711 / 222 966 –0
Fax: 0711 / 222 966 –20
Mobil: 0171 / 460 2994
E-Mail: johannes.clausen@izz-online.de

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Zähne mit hohem Sachverstand erhalten

 (Pressetext Kurzfassung)

Die Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe beginnt traditionell das neue Fortbildungsjahr mit einer hochkarätigen Fortbildungsveranstaltung, der Karlsruher Konferenz. In diesem Jahr widmet man sich mit Vorträgen und Präsentation dem Kernfach der Zahnmedizin, der Konservierenden Zahnheilkunde.

Prof. Dr. Winfried Walther, Direktor der Akademie, hat namhafte Referenten eingeladen, die sich intensiv mit der Zahnhartsubstanz beschäftigen: „Ihre klinische Forschung ist geprägt von dem Willen und der Leidenschaft, alles für die Erhaltung des Zahnes zu tun". Auch für die Zahnärztin/den Zahnarzt in ihrer täglichen Praxis gehört es zur Routine „Zähne zu erhalten und, falls nötig, mit Akribie und hohem Sachverstand zu restaurieren“. Damit sie das auf Basis der neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung tun können, wartet der Fortbildungskongress für die rund 600 Teilnehmer mit einem breiten Themenspektrum auf. In den Vorträgen und auch den Workshops geht es darum, Restaurationstechniken zu optimieren, Karies mit allen wissenschaftlich validierten Mitteln zu bekämpfen, Eingriffe noch weiter minimalinvasiv zu gestalten, die Schmelzoberfläche zu härten und soweit möglich zu remineralisieren. Für die Mitglieder des Praxisteams findet parallel zum Zahnärzte-Programm der „Karlsruher Tag der Zahnmedizinischen Fachangestellten" statt.

Abgerundet wird die Konferenz durch den am 19. März stattfindenden „Karlsruher Vortrag". Für die 1983 ins Leben gerufen Vortragsreihe konnten in all den Jahren prominente Redner gewonnen werden, die von der Zahnärzteschaft und der interessierten Öffentlichkeit mit Spannung erwartet und mit viel Beifall bedacht wurden. In diesem Jahr hat Prof. Dr. Walther den maltesischen Botschafter Michael Zammit Cutajar eingeladen. Als Chefdiplomat kämpfte er seit 1991 im Auftrag der Vereinten Nationen für den Schutz des Weltklimas. Auch bei der Klimakonferenz in Paris im November/Dezember 2015 war er dabei und setzte sich für das große Ziel des Klimaschutzes ein. Seine Erfahrungen aus drei Jahrzehnten fließen in seinen Vortrag „Protecting the Global Climate" ein.

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