Informationszentrum Zahngesundheit

Eine Einrichtung der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg

Zahnfreundliches Ostern: Wenn naschen, dann richtig

Die blühenden Vorboten des Frühlings sind schon seit einiger Zeit zu sehen, ebenso die bunten Ostersüßigkeiten in den Supermärkten. Kinder und Erwachsene freuen sich auf Ostern, auch wenn in diesem Jahr das Fest auf einen sehr frühen Zeitpunkt fällt und der Osterhase seine Nester vielleicht nicht im Garten verstecken kann. Wenn es nach der Zahnärzteschaft geht, sollt er am besten nur bunt gefärbte Hühnereier und Mohrrüben in der Kiepe haben. Ein mit süßen Leckereien randvolles Osternest verführt nur zu ständigem Naschen, was eine Gefahr für die Gesundheit unserer Zähne darstellt. Denn das Kariesrisiko hängt weniger von der Zuckermenge ab als von der Häufigkeit des Konsums von Süßigkeiten.

Aus Süßem wird Säure
Zucker wird im Mund durch Bakterien in Säure umgewandelt, die den Zahnschmelz angreift. Klebrige Süßigkeiten wie etwa Karamellhasen oder Fondant-Küken haften besonders hartnäckig an den Zähnen und begünstigen in hohem Maße die Entstehung von Karies. Das gilt ganz besonders für kleine Kinder, deren Milchzähne noch nicht so robust sind wie die Zähne der Erwachsenen. Daher ist es wichtig, den Zuckergenusses in Grenzen halten, damit der Zahnschmelz Zeit hat, sich von den Säureangriffen zu erholen. Wenn es keine Gelegenheit zum Zähneputzen gibt, hilft auch ein zuckerfreier Kaugummi. Er kann durch den erhöhten Speichelfluss die Säure im Mund neutralisieren. Ein Ersatz für richtiges Zähneputzen ist er aber auf keinen Fall: Ein Test hat gezeigt, dass nicht einmal 20 Prozent des Zahnbelags durch das Kaugummikauen entfernt wurden.

Dennoch sind Zahnpflegekaugummis und andere zahnfreundliche und zuckerfreie Süßigkeiten eine gute Alternative, wenn es um das Befüllen des Osternestes geht. Zahnschonende Produkte, die man am Zahnmännchen mit rotem Schirm erkennt, enthalten anstelle von Zucker verschiedene Zuckeraustauschstoffe, aus denen die Bakterien im Mund keine oder nur sehr geringe Mengen von Säure herstellen. Doch wie so oft im Leben ist das richtige Maß die beste Strategie für zahnfreundliche Ostern. Berücksichtigen Sie die allgemeinen Richtlinien für eine zahnfreundliche Ernährung und wählen sie für die Osterzeit Lebensmittel, die den Zahnschmelz kräftigen. Dazu gehören kalziumreiche Milchprodukte wie Käse und Quark. Und sorgen Sie dafür, dass neben den hartgekochten Eiern auch Obst und Gemüse nicht zu kurz kommen damit die Zähne etwas zum Kauen bekommen. Die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz ist ebenfalls anzuraten, denn Fluorid härtet den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger.

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Kontakt:
Johannes Clausen
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