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Titelthema

Europawahl. „Ob Finanz-, Flüchtlings- oder Brexit- Krise, Europa hat zweifellos bei vielen Europäern an Vertrauen verloren. Auch deshalb, weil insbesondere die EU-Kommission mit immer mehr Initiativen in die Länderkompetenzen der Nationalstaaten eingreift, so auch im Gesundheitsbereich. Die Bestrebungen der EU-Kommission zum Abbau berufsrechtlicher Regulierungen, um neue Wachstumsimpulse zu setzen, schlagen eine gefährliche Richtung ein“, schreibt Dr. Torsten Tomppert, Präsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, im Leitartikel. Lesen Sie wie die Kammer agiert, um partizipativ entgegenzusteuern, und was getan werden muss, um das hohe Gut der Freiberuflichkeit für Gesellschaft und Profession zu stärken. Der wachsende Einfluss Europas auf den zahnärztlichen Berufsstand ist unübersehbar. Deshalb sind persönliche Gespräche mit den Entscheidungsträgern der europäischen Gesundheits- und Binnenmarktpolitik im Vorfeld der Europawahl besonders wichtig. Lesen Sie im Beitrag „Kammer im Dialog: Die Europawahl im Blick“ von Andrea Mader über die Besuche des Kammerpräsidenten und seiner Vorstandskollegen in Straßburg und Brüssel. Die Richtlinie über eine Verhältnismäßigkeitsprüfung vor Erlass neuer Berufsreglementierungen und der Stand der Umsetzung war eine der brennenden Fragen beim 14. Europatag der Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Im Beitrag „Pro Europa – pro Freie Berufe“ erfahren Sie, welche Themen noch diskutiert wurden und wie sich Kandidaten und Vertreter der Parteien zu den Freien Berufen positionierten. Wie eine Charta der Freien Berufe das europäische Verständnis von Freiberuflichkeit fördern soll, lesen Sie im Beitrag „Eine Europäische Charta der Freien Berufe verabschieden“. Unter dem Titel „Jetzt geht es um die Zukunft der Freien Berufe“ nimmt die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brinckmann, Stellung zum Eingriff der EU in die Honorarordnung der Architekten und Ingenieure. Sie sieht darin einen „systematischen Angriff auf das bewährte System der deutschen Freiberuflichkeit“. Die BZÄK unterhält seit 1993 ein eigenes Büro in Brüssel, das eng mit dem europäischen Dachverband nationaler zahnärztlicher Organisationen, dem Council of European Dentists (CED), zusammenarbeitet. Dr. Alfred Büttner, Leiter dieses Büros, berichtet im Interview mit Andrea Mader über seine Arbeit. Die „Positionen pro Europa“ der Bundeszahnärztekammer zur Europawahl sind hier dargestellt. Unter dem Titel „10 Punkte für Europa“ hat die KZV Baden-Württemberg ebenfalls ein Positionspapier erstellt, um die Interessen der Vertragszahnärzteschaft gegenüber den politischen Entscheidungsträgern zu vertreten und sich aktiv für bessere Rahmenbedingungen für die Berufsausübung einzusetzen. Weitere Meinungen zur Europawahl finden Sie im Interview von Dr. Holger Simon-Denoix mit der Tübinger Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Abels unter dem Titel „It‘s Yourope: Diskussion über die zahlreichen Errungenschaften“. Die Politikwissenschaftlerin Tanja Binder erklärt im Interview mit Guido Reiter wie der „WahlCheck Gesundheit“ entwickelt wurde. Allgemeine Keyfacts zu Europa und zur Wahl können Sie hier nachschlagen. Ideen für das zukünftige Europa finden Sie im Beitrag „Europa der Regionen – ein Modell für die Gesundheitspolitik“.

Fortbildung

Seit der Einführung von Anwendungen mit Laserlicht in die Zahnheilkunde vor knapp drei Jahrzehnten haben sich Dentallasersysteme gut etabliert und die Laserzahnheilkunde nimmt einen festen Platz in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ein. Neben Anwendungen, bei denen Laserlicht konventionelle Behandlungsoptionen ergänzt und/oder verbessert, rücken in jüngerer Zeit vor allem solche Therapien in den Fokus des Interesses, die ausschließlich mit Laserlicht durchführbar sind. „Sind sie die neue Allzweckwaffe in der Zahnheilkunde?“ Diese Frage stellt sich Dr. Georg Bach, Fachzahnarzt für Oralchirurgie, Freiburg, im Zusammenhang mit der Photodynamischen und Photothermischen Therapie.