Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

37. Sportweltspiele der Medizin

 

Kollegialer Wettkampf

Ausgabe 5, 2016

Die Kulturhauptstadt Europas 2012, die slowenische Stadt Maribor, wird in diesem Jahr die 37. Sportweltspiele der Medizin und Gesundheit vom 28. Mai bis 4. Juni 2016 ausrichten. Das Vorbereitungsteam des französischen Veranstalters CSO hat die Sportstätten in Maribor inspiziert und alle Informationen auf www.sportweltspiele. de veröffentlicht. Die meisten Austragungsstätten der mehr als zwanzig Sportarten stehen fest.

Direktflüge nach Maribor gibt es zum Beispiel von Düsseldorf aus. Von Stuttgart fahren Reisebusse in die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Zu den alljährlich seit 1978 stattfindenden Sportweltspielen werden aller Voraussicht nach wieder rund 2500 sportbegeisterte Zahnärzte, Ärzte, Apotheker und Kollegen aus den gesundheitlichen und pflegenden Berufen mit Freunden und Familien aus mehr als 50 Ländern zusammenkommen.

Seit 2015 können auch die Kinder der Teilnehmer bei den „Medigames for Kids“ mitmachen. Sportliche Leistung und freundschaftlicher und internationaler Wettkampf mit Gleichgesinnten ist bei allen Hobbysportlern die Devise. Aber auch das allabendliche Programm mit Unterhaltung und Gesellschaft unter Gleichgesinnten machen die Woche zum Ereignis.

Mit Maribor bieten sich die Spiele in diesem Jahr als Ausgangspunkt für einen entspannten Urlaub in Südosteuropa an. Österreich, Ungarn, Kroatien und Italien sind nur wenige Kilometer entfernt.

Teilnehmen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter medizinischer und pflegender Berufe. Auch Studenten und Auszubildende aus den Fachbereichen können sich akkreditieren lassen. Ein gesundheitliches Attest und der Spaß am Leistungssport sind Voraussetzungen. Offizieller Anmeldeschluss ist der 15. Mai, doch der Veranstalter bemüht sich, noch bis kurz vor Beginn Kurzentschlossene zu berücksichtigen.

Die Sportweltspiele sind wegen der großen Vielfalt der angebotenen Disziplinen und Startmöglichkeiten für Amateursportler einmalig. Von Tennis und Golf über Leichtathletik und Schwimmen bis hin zu Radrennen und Fußball reicht die Liste der Disziplinen, bei denen auch Freunde und Angehörige der Teilnehmer ohne Wertung mitstarten können.

Neben den sportlichen Wettkämpfen bieten die Sportweltspiele einen internationalen Kongress für Sportmedizin und einen Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus aller Welt. Das tägliche folkloristische Programm des Gastgeberlandes und die internationalen allabendlichen Siegerehrungen runden das Sportevent ab.

Seit 1995 veranstaltet die Corporate Sport Organisation (Frankreich) die jährlich tournierende Sportveranstaltung. Die Teilnahme- und Unterkunftskosten, Teilnahmebedingungen und Anmeldemöglichkeiten stehen im Internet auf der Webseite der Organisation www.sportweltspiele.de.

Sportweltspiele/IZZ

 

Urteilsbegründung des BGH

 

Datenschutz bei Nachweis

Ausgabe 5, 2016

Der Bundesgerichtshof veröffentlichte Anfang April seine schriftliche Urteilsbegründung zum am 1. März 2016 gesprochenen Urteil und präzisierte die Prüfpflicht von Bewertungsportalen (VI ZR 34/15). Darin heißt es, dass Bestätigungen, Belege oder andere Dokumente von Patienten angefordert und an den bewerteten Arzt weitergeleitet werden müssen, wenn der bezweifelt, dass es sich um seinen Patienten handelt. Weiter betonten die Bundesrichter erneut die Bedeutung der Anonymität der Verfasser von Bewertungen, sodass die Weiterleitung der Patientenbestätigung nur soweit zu erfolgen hat, als dies ohne Verletzung der Anonymität (§ 12 Telemediengesetz) erfolgen kann. Zudem bestätigten sie, dass es sich bei den Noten, die Patienten ihren Ärzten auf Bewertungsportalen geben, um Meinungsäußerungen und keine Tatsachenbehauptungen handelt. Portalbetreiber erfüllen nach Ansicht der Richter eine „gesellschaftlich erwünschte Funktion“. Die konkreten Überprüfungspflichten hinsichtlich angegriffener Tatsachenbehauptungen seien im Einzelfall abzuwägen. Das Bewertungsportal Jameda begrüßt die Änderungen: „Die erforderlichen Anpassungen waren von geringem Umfang, da wir schon zuvor Bestätigungen von Patienten angefordert haben, wenn ein Arzt die Patienteneigenschaft bestritt“, sagte der Geschäftsführer der Plattform, Dr. Florian Weiß.

Das Bewertungsportal leite Meldungen von Ärzten und Zahnärzten, die ein Problem mit der Bewertung eines Patienten haben, nun an den Verfasser weiter und lege dessen Behandlungsnachweis in geschwärzter Form wiederum dem bewerteten Arzt vor. Nach Ansicht von Jameda machten anonyme Arztbewertungen die Qualität der medizinischen Versorgung transparent und trügen dadurch dazu bei, dass Patienten sich ausführlich informieren und darauf basierend eine individuell optimale Entscheidung für den passenden Arzt treffen könnten.

Im dem Urteilsspruch zugrundeliegenden Fall hatte der klagende Zahnarzt das Bewertungsportal Jameda aufgefordert, eine kritische Bewertung zu löschen, da er bezweifelte, dass sie von einem seiner Patienten stamme. Die Betreiber des Portals nahmen die Bewertung daraufhin aus dem Netz und forderten eine Bestätigung des Patienten sowie einen schriftlichen Beleg für die Behandlung an.

Diese reichte Jameda jedoch unter Berufung auf das Telemediengesetz nicht an den Zahnarzt weiter und veröffentlichte die kritische Meinungsäußerung wieder.

PRD/IZZ

 

Flüchtlinge

 

Caritas fordert Gesundheitskarte

Ausgabe 5, 2016

Das katholische Sozialwerk Caritas hat die künftige Landesregierung Baden-Württembergs dazu aufgerufen, nach der Koalitionsbildung zügig die Gesundheitskarte für Flüchtlinge einzuführen. Nur so könne deren medizinische Versorgung umfassend garantiert werden, teilte die Caritas Baden- Württemberg mit. Zudem sei die Karte die kostengünstigste Variante. Das jetzige Verfahren sei mit großem bürokratischem Aufwand verbunden. Bislang erhielten Asylbewerber im Südwesten lediglich eine Notfallversorgung. Hierfür müssten sie von den Behörden einen Behandlungsschein beantragen, dem Arzt seien enge Grenzen gesetzt. Auch die Landesärztekammer und die Grünen fordern eine elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge. Die CDU lehnt sie ab, weil sie darin einen weiteren Anreiz für Flüchtlinge sieht, nach Deutschland zu kommen.

dpa

 

Neuer Vorstand bei der DAK

 

Ex-Minister folgt auf Claus Moldenhauer

Ausgabe 5, 2016

Wichtige Zukunftsentscheidung für die DAK: Der Verwaltungsrat hat Andreas Storm in den Vorstand der mit rund sechs Millionen Versicherten drittgrößten Krankenkasse gewählt. Der frühere saarländische Gesundheitsminister löst am 1. Juli 2016 zunächst Claus Moldenhauer (65) als stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ab, der in den Ruhestand geht. Moldenhauer war erstmals 2003 in den Vorstand der DAK gewählt worden. Er war bis dahin Landesgeschäftsführer der DAK in Baden-Württemberg. Die aktuelle Personalentscheidung des Verwaltungsrates ist ein erster Schritt zu einem Führungswechsel an der Spitze der DAK. Der 51-jährige Diplom-Volkswirt Storm soll am 1. Januar 2017 die Nachfolge von Herbert Rebscher als Vorstandsvorsitzender übernehmen, wenn dieser wie geplant ausscheidet. Der CDUPolitiker gehörte 15 Jahre dem Bundestag an, war zwischen 2005 und 2011 Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie für Arbeit und Soziales, anschließend Chef der saarländischen Staatskanzlei und danach bis 2014 Gesundheitsminister im Saarland. „Andreas Storm ist seit mehr als zwanzig Jahren ein Experte im deutschen Gesundheitswesen und bestens in der Politik vernetzt“, kommentiert Hans Bender, Vorsitzender des Verwaltungsrates der DAK, die Wahlentscheidung. „Er wird unser Unternehmen für die Herausforderungen konzeptionell im Vorstand und gemeinsam mit dem Verwaltungsrat entscheidend weiterentwickeln.“

DAK/IZZ