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Zahnärzteblatt Baden Württemberg Ausgabe 06/2016

Editorial

Ausgabe 6, 2016

» Titelthema. Stilecht präsentierte sich der alte und neue Ministerpräsident bei der Unterschrift zusammen mit seinem stellvertretenden Ministerpräsident und Innenminister, Thomas Strobl, zur passenden grün-weißen Krawatte mit grün-schwarzem Füllhalter für den grün-schwarzen Koalitionsvertrag. Für Baden-Württemberg hat somit eine neue Zeitrechnung begonnen, mit einer Koalition, die in Folge der Wahl zusammen 57,3 Prozent der Wähler hinter sich versammeln konnte.

Was kann aus dem Koalitionsvertrag der grünschwarzen Landesregierung herausgelesen werden? „Wir wollen eine Gesundheitsversorgung und Pflege, die sich am Bedarf der Menschen orientiert.“ Dazu merkt die Autorin Dorothea Kallenberg an: „Ein Koalitionsvertrag, der aus vielen solcher gut gemeinten Willenserklärungen besteht, ist eine Sache, Regierungshandeln eine andere.“ Nachdem das ZBW im Vorfeld der Landtagswahl den Parteien spezielle Wahlprüfsteine vorgelegt hat, ist es nun angebracht, im grün-schwarzen Koalitionsvertrag nach Spuren dieser Versprechen zu suchen. Lesen Sie mehr im Beitrag „Viele gut gemeinte Absichtserklärungen“ auf Seite 10 ff. Darüber hinaus analysiert Ruth Schildhauer, Freie Journalistin, die Parteipolitik und fragt: „Der Versuch der etablierten Parteien, die AfD möglichst zu ignorieren, erwies sich nicht als zielführende Strategie. Haben Medien und Politik im Umgang mit der AfD Fehler gemacht?“ Mehr dazu auf Seite 14 „Es gibt keine einfachen Lösungen“.

» BZK Freiburg. Zum Ende der vierjährigen Amtsperiode der Vertreterversammlung und des Vorstandes der BZK Freiburg ließ Dr. Peter Riedel, Vorsitzender des Vorstandes, in seiner Rede in Rust wichtige berufsrelevante Entscheidungen, Fakten, Herausforderungen und viele Themen mehr Revue passieren. „Erfolgreich im Dienste der Kollegenschaft“ ist der Beitrag auf Seite 26 überschrieben.

» Vertragsverhandlungen. „Zahlreiche Sitzungen und verschlossene Türen im Zahnärztehaus in diesem Frühjahr: Es war die Zeit der Vertragsverhandlungen. Die Vertragspartner – die in Baden-Württemberg ansässigen Krankenkassen und Krankenkassenverbände sowie die Verhandlungsdelegation der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg mit Vorstandsvorsitzender Dr. Ute Maier, stellv. Vorstandsvorsitzenden Christian Finster, Direktor Knuth Wolf und dem Leiter Referat Recht Tobias Meyer – analysierten das Leistungsgeschehen, leiteten Konsequenzen und Forderungen daraus ab, erzielten Agreements oder gingen zunächst ohne auseinander, um sich wieder zu einer neuen Runde zu treffen. Aktuell sind alle Verhandlungen für 2016 abgeschlossen.“ Im ZBW-Interview „Hart aber fair“ auf Seite 20 stellt sich Dr. Ute Maier den Fragen von ZBW-Redakteur Guido Reiter.

» Kernkompetenz. „Eigenes Berufsbild und selbstständige Tätigkeit von Dentalhygienikerinnen, Duales Studium DH, Bachelor DH – vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Debatten innerhalb des Berufsstandes ist der LZK-Vorstand in Klausur gegangen, um sich mit den Auswirkungen und Konsequenzen der gegenwärtigen Entwicklungen um die Akademisierung der nichtzahnärztlichen Gesundheitsberufe für die Zukunft der zahnärztlichen Profession zu beschäftigen.“ Lesen Sie den Bericht der ZBW-Redakteurin Andrea Mader „Kern bleibt die praktische Kompetenz“ und den Kommentar „Hochschulstudium top, Berufsausbildung ein Flop?“ von Dr. Bernhard Jäger auf Seite 22 ff.

» Wahlen. Die Vertreterversammlungen der KZV BW und der LZK BW werden in diesem Jahr neu gewählt. Der stv. Präsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, Dr. Bernhard Jäger, und der Vorsitzende der Vertreterversammlung der KZV BW, Dr. Dr. Alexander Raff, appellieren in ihren Wahlaufrufen an die Kolleginnen und Kollegen, als Mitglieder der Kammer und der KZV Baden-Württemberg in der Selbstverwaltung mitzuwirken: „indem Sie wählen, entscheiden Sie sich für einen lebendigen und schlagkräftigen Berufsstand (Seite 6 f.).

johannes.clausen@izz-online.de