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Seniorenfeier der BZK Stuttgart

 

Goldenes Jubiläum mit etwas Wehmut

Ausgabe 6, 2016

Die BZK Stuttgart pflegt auch Jahre nach dem Eintritt ihrer Mitglieder in den Ruhestand eine treue Verbundenheit zu ihnen. Wie schon in den Jahren zuvor ehrte die Bezirkszahnärztekammer Zahnärztinnen und Zahnärzte, deren Approbation 50 Jahre zurückliegt. Eingeladen waren auch wieder die Geehrten der vergangenen Jahre. Eine persönliche Ehrung bekamen diesmal elf Zahnärztinnen und Zahnärzte.

Ein wenig wehmütig war Dr. Renate Lüllwitz-Hoch, als sie im Hotel Graf Zeppelin in Stuttgart zum Mikrofon griff, um die Senioren bei ihrer Feier zu begrüßen. „Nach 16 Jahren ist das die letzte Seniorenfeier, durch die wir führen“, sagte sie und wies darauf hin, dass sie als stellvertretende Vorsitzende der BZK Stuttgart ebenso nicht mehr zur kommenden Wahl antreten wird, wie der erste Vorsitzende, Dr. Konrad Bühler. „Bei Helmut Kohl hat man damals gesagt: 16 Jahre sind genug, und das ist bei uns sicher auch nicht viel anders“, sagte Dr. Lüllwitz-Hoch und bekam dafür Applaus und die ersten Lacher aus dem Publikum. Nun führte sie gemeinsam mit Dr. Bühler zum letzten Mal charmant und humorvoll durch den Nachmittag. 110 Senioren waren zur Feier gekommen. Elf von ihnen ließen sich für das 50. Jubiläum ihrer Approbation ehren. Traditionell trug Dr. Lüllwitz-Hoch zu Beginn der Veranstaltung ein Maiengedicht vor. Mit „Fink und Frosch“ von Wilhelm Busch stimmte sie auf die Gespräche während des Mittagessens ein.

Blick zurück. Danach gingen die Vorsitzenden der BZK zur nächsten Tradition der Seniorenfeier über: Eine Reise in das Jahr der Approbation der Geehrten, das Jahr 1966. Indira Gandhi wurde etwa in diesem Jahr zur ersten Premierministerin Indiens gewählt. Besonders emotional wurden die Seniorinnen und Senioren, als die beiden Moderatoren der Veranstaltung Musikstücke aus dem Jahr 1966 vorspielten. „Yellow Submarine“ untermalte die Erinnerung an den letzten Auftritt der Beatles in diesem Jahr. Zeitgleich ging aber ein neuer Stern am Musikhimmel auf. Liza Minnelli führte „Cabaret“ erstmals auf. Ins Träumen gerieten die Ruheständler besonders, als Frank Sinatras „Strangers in the night“ aus den Lautsprechern klang. Doch nicht nur kulturell hatte das Jahr 1966 einiges zu bieten. Auch sportlich war das Fußball- WM-Jahr aus deutscher Sicht mit einem Höhepunkt versehen. Das WM-Finale von Wembley sollte wegen des berühmten Wembley- Tors und dem daraus resultierenden Weltmeistertitel der Engländer im Finale gegen Deutschland jedoch bis heute nicht sehr positiv in Erinnerung bleiben. Und auch hier klang Musik aus den Lautsprechern. Franz Beckenbauer sang „Gute Freunde“ – zur Erheiterung der Senioren, die dem Kaiser unzureichendes Gesangstalent attestierten. Zum Abschied ging es natürlich auch nicht ohne Musik.

Abschied. Zur bekannten Titelmelodie des Karl-May-Films „Winnetou“ verabschiedeten sich Dr. Renate Lüllwitz-Hoch und Dr. Konrad Bühler winkend und Arm in Arm von ihren Gästen, ehe sie sich den Jubilaren zuwandten. Folgende elf Zahnärztinnen und Zahnärzte, die vor 50 Jahren ihre Approbation als Zahnmediziner erhalten hatten, wurden mit einer Urkunde und Blumen geehrt: ZA Engin Coruh, Marbach, Dr./ Univ. Budapest Andreas Gossler, Neckarsulm, Dr. Roland Handwerker, Boxberg, Dr. Axel Heinicke, Stuttgart, Dr. Wolfgang Heinig, Wernau, Dr. Karl Dieter Held, Lauffen, MU. Dr./ Karls-Univ. Prag Eva Holanda, Esslingen, Dr. Leonhard Holzinger, Stuttgart, Dr. Harald Mayer, Beilstein, ZÄ Gülbahar Mutlu, Remseck, Dr. Bruno Sorg, Weinstadt. Am Ende blieb eine schöne Veranstaltung im Gedächtnis, auf deren Fortführung sich alle Beteiligten schon freuen. „Ich hoffe, dass auch der neue Vorstand diese schöne Tradition fortsetzen wird“, wünscht sich Dr. Lüllwitz-Hoch.

christian.ignatzi@izz-online.de