Zahnaerzteblatt.de

 

Zahnärzteblatt Baden Württemberg Ausgabe 07/2016

Editorial

Editorial

Ausgabe 7, 2016

» Komposite. Ein geniales Wort, wie einst Amalgam. Abgeleitet vom lateinischen Verb „componere“, was im Partizip Perfekt Passiv so viel wie „zusammengesetzt“ bedeutet. Die Komposite sind ein Hightech-Verbundwerkstoff und erfreuen seit vielen Jahrzehnten Patienten, Zahnärzte und Dentalindustrie. Während früher das klassische Bohren und Füllen (meist mit Amalgam) in den Zahnarztpraxen zur Standardmethode bei der Kariesbehandlung gehörte, verwendet man heute zunehmend zahnfarbene Komposite – und das nicht nur, weil die ästhetischen Ansprüche der Patientinnen und Patienten gestiegen sind, sondern weil die Komposite gleichzeitig eine substanzschonende Restaurationstechnik möglich machen. Wie wichtig die Zusammensetzung der Komposite, insbesondere die Be- und Verarbeitung für Patient und Zahnarzt sind, erfahren Sie im Zahnärzteblatt zwar nicht zum ersten Mal, aber in dieser Ausgabe erstmalig aus verschiedenen Perspektiven. So zeigt Prof. Dr. Jürgen Manhart von der Münchner Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie in seinem Fortbildungsbeitrag die „Möglichkeiten moderner Kompositsysteme“ bei direkten Kompositrestaurationen im Frontzahnbereich. Im ersten Teil der Serie geht er dabei auf Indikationen und die ästhetische Analyse ein. Der zweite Teil wird in der ZBW-Sommerausgabe folgen.

» ZBW-Interview. Die sogenannte R2-Technik ist ein zweiphasiges Vorgehen bei der Herstellung tief subgingivaler Kompositrestaurationen. Sie soll eine effektive Behandlungsoption für Problemsituationen im Seitenzahnbereich bieten, aber ist sie schon so weit etabliert, dass sie das Spektrum der minimalinvasiven Vorgehensweisen in der restaurativen Zahnheilkunde in der Praxis erweitern kann? Das ZBW hat bei Prof. Dr. Diana Wolff, stellvertretende Direktorin der Heidelberger Poliklinik für Zahnerhaltungskunde, nachgefragt. Ihre Antworten, u. a. zur Flexibilität der R2-Technik lesen Sie im Beitrag „Erweiterung des Anwendungsspektrums".

» Schrumpfung. Zu den größten Problemen bei der Verwendung von dentalen Kunststoffen gehört die Polymerisationsschrumpfung. Wie diese Schrumpfung durch ausgeklügelte Adhäsivsysteme und schichtweise Verarbeitung kompensiert werden kann, beschreibt die Autorin Ruth Schildhauer in ihrem Beitrag „Strategien gegen den Schrumpf“.

» Kommunikation. Gesundheitsthemen kommen in den Medien immer gut an. Zahnärztliche und zahnmedizinische Themen sind dabei ein wichtiger Bestandteil der medialen Berichterstattung, auch in Baden-Württemberg. Die Tageszeitungen berichteten sehr informativ und in breiter Form über zahnmedizinische Themen wie Zahnerhaltung, insbesondere Prävention, die Bonusregelung, Prophylaxe, Wurzelbehandlung, Zahnersatz, Zahnzusatzversicherungen, Zahngesundheit aber auch Themenfelder wie Soziales Engagement, Flüchtlinge und viele weitere Themen. Eine genauere Analyse des Medienechos lesen Sie im Beitrag „Zahnärzteschaft als kompetenter Medienpartner“ von Christian Ignatzi.

Die Präsenz der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg auf zahlreichen Verbrauchermessen im Land durch das Forum Zahngesundheit gilt ebenfalls als Kommunikation. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte sind dort stets gesuchte Ansprechpartner in allen Fragen rund um die Zahn- und Mundgesundheit. Bereits auf sechs Verbrauchermessen bewies sich das Forum Zahngesundheit in diesem Jahr als Publikumsmagnet. Vier weitere Auftritte werden folgen. Mehr dazu im Beitrag „Zahnärzteschaft zeigt Präsenz“.

claudia.richter@izz-online.de