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Namen und Nachrichten

Versorgungswerke für Zahnärzte

 

Dr. Eva Hemberger zur Vorsitzenden gewählt

Ausgabe 7, 2016

Die Delegierten der Ständigen Konferenz der Versorgungswerke für Zahnärzte wählten Ende April in Düsseldorf die Präsidentin der Versorgungsanstalt, Dr. Eva Hemberger, Heidelberg, einstimmig zu ihrer Vorsitzenden. Bereits im Jahr 2012 war Dr. Eva Hemberger zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden.

Die Ständige Konferenz der Versorgungswerke für Zahnärzte, deren Mitglied die Versorgungsanstalt ist, koordiniert die spezifischen Belange des Berufsstandes der Zahnärzte. Die Konferenz führt die Repräsentanten der Selbstverwaltungsorgane der Versorgungswerke und deren Geschäftsführungen zusammen. Sie dient dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Information sowie der Abstimmung der Positionen unter den Versorgungswerken.

Die Präsidentin der Versorgungsanstalt, Frau Dr. Eva Hemberger, tritt damit die Nachfolge von Dr. Helke Stoll an. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Zahnärzteversorgung Sachsen stand seit 2000 an der Spitze der Ständigen Konferenz.

Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte

 

Aktuelle Statistik

 

Mehr Freiberufler

Ausgabe 7, 2016

Die Zahl der Selbständigen in den Freien Berufen ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf eine Statistik des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB). Demnach habe es zum Jahresbeginn rund 1,34 Millionen selbständige Freiberufler gegeben. Das sind knapp 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Den kräftigsten Zuwachs verzeichneten nach Angaben der Zeitung die technisch-naturwissenschaftlichen Berufe mit 4,1 Prozent. Die rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufe legten demnach um 3,1 Prozent zu, die Heilberufe um knapp zwei Prozent. In den Freien Kulturberufen liege das Plus bei 1,9 Prozent.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei den selbständigen Freiberuflern stieg laut FAZ im vergangenen Jahr um rund 3,7 Prozent auf fast 3,2 Millionen. Dazu kämen noch knapp 270.000 mitarbeitende Familienmitglieder.

Die Freien Berufe seien ein Beschäftigungsmotor, zitiert die Zeitung BFB-Präsident Dr. Horst Vinken: „Mittlerweile ist jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Mitglied in einem Freiberufler-Team.“ Die Freien Berufe eilten „von Rekordmarke zu Rekordmarke“. Deshalb erwarte Vinken von der Politik auch, dass sie diese Entwicklung „konstruktiv begleitet“. Stattdessen aber rüttele vor allem die EU-Kommission „an den freiberuflichen Grundfesten“. Wie die FAZ weiter berichtet halte die Kommission die vielen Sonderregelungen für Freiberufler für unangemessen. Brüssel wolle deshalb den Zugang zu den Freien Berufen öffnen. Die Branche wiederum beteuert, dass die Sonderregeln eine hohe Qualität garantierten und deshalb im Interesse der Verbraucher seien. „Wachstum durch Qualität bleibt der oberste Leitsatz für die Freien Berufe“, sagte Vinken der FAZ. Das müsse auch Europa verstehen.

ZBW/FAZ

 

Forsa-Umfrage

 

Smartphone stresst

Ausgabe 7, 2016

E-Mails checken, WhatsApp- Nachrichten lesen oder Termine im Kalender prüfen – für viele Menschen ist der regelmäßige Blick auf das Smartphone heute ganz normaler Alltag. Seit vor zwanzig Jahren das erste Handy mit mobilem Internetzugang – das „Nokia 9000 Communicator“ – auf den Markt kam, hat sich das Leben vieler Menschen stark verändert. Rund drei Viertel der Deutschen von 14 Jahren an (74 Prozent) verwenden heute ein Smartphone (Bitkom). Der Nutzeranteil hat sich damit innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppelt. Eine von der AOK in Auftrag gegebene repräsentative Forsa- Umfrage zeigt, dass sich mehr als jeder dritte Baden-Württemberger (36 Prozent) durch eingehende Mitteilungen oder Benachrichtigungen auf seinem Smartphone ab und zu gestresst fühlt.

„Der permanente Blick aufs Smartphone führt zu einer Unterbrechung der jeweiligen Tätigkeit und verlangt Multitasking – dies kann zu permanentem Stress führen. Auch die große Menge an Informationen, die man über das Smartphone erhält, kann ein Auslöser sein“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin und Psychotherapeutin bei der AOK Baden-Württemberg. „Beklagt werden in diesem Zusammenhang Schlafstörungen, physische Beschwerden – wie Rückenschmerzen oder Magenschmerzen – aber auch psychische Erkrankungen wie Burnout und Depression.“

Wer sein Smartphone intensiv nutzt und mindestens einmal pro Stunde auf das Display schaut, fühlt sich häufiger durch eingehende Mitteilungen oder Benachrichtigungen gestresst als die unregelmäßigen Nutzer (46 Prozent vs. 22 Prozent). Besonders stark betroffen sind die 16- bis 29-Jährigen (46 Prozent). Knapstein: „Damit der Blick nicht dauernd aufs Smartphone fällt, kann es hilfreich sein, den Klingelton oder Vibrationsalarm auszuschalten, eine Armbanduhr zu tragen und einen normalen Wecker statt der Weckfunktion des Smartphones zu verwenden.“

Jeder fünfte (20 Prozent) Baden-Württemberger greift häufig abends im Bett noch einmal zu seinem Smartphone: Frauen öfter als Männer (24 Prozent vs. 16 Prozent) und Jüngere mehr als Ältere (46 Prozent vs. 4 Prozent). „Wenn man sich durch sein Smartphone gestresst fühlt, können Achtsamkeitsübungen helfen. Atmen Sie tief durch und konzentrieren Sie sich ganz auf sich selbst. Halten Sie kurz inne vor jeder neuen Herausforderung. Denn wer innehält macht eine bewusste Pause und nimmt sich, seine Sinne und Emotionen bewusst wahr. Dieses bewusste Wahrnehmen nennt man Achtsamkeit.“

Positiv ist, dass die Baden-Württemberger bei Treffen mit Freunden nicht so häufig aufs Display schauen (9 Prozent) und während der Mahlzeiten zuhause mit der Familie meist ganz darauf verzichten (81 Prozent „so gut wie nie“). Sinnvoll sei es laut Knapstein, handyfreie Zeiten zu planen.

ZBW/AOK