Informationszentrum Zahngesundheit

Eine Einrichtung der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg

Schultüte sollte keine Zuckertüte sein

Die Zahnärzte in Baden-Württemberg appellieren:
Schultüte sollte keine Zuckertüte sein

(August 2016) Mit der Schultüte, die ABC-Schützen zur Einschulung bekommen, wird seit einigen Jahren viel Aufwand betrieben: Viele der Schultüten werden mit Liebe gebastelt und bis oben mit Naschwerk befüllt. Oft bekommen auch jüngere Geschwisterkinder ebenfalls eine kleine Zuckertüte. Dass dies angesichts der vielen übergewichtigen Vorschulkinder und Schulanfänger keine besonders gute Idee ist, versteht sich eigentlich von selbst.

In Baden-Württemberg werden ab 13. September die Erstklässler eingeschult, daher appelliert die Zahnärzteschaft derzeit an Eltern und Verwandte, zum Schulanfang auf die Gesundheit der Kinder zu achten. Zuviel Süßigkeiten schaden nicht nur den Zähnen, sie machen auch dick und verderben den Appetit auf nährstoffreiche und ausgewogene Mahlzeiten. Daher ist nicht nur bei der Gestaltung der Schultüte die Fantasie gefragt, auch beim Inhalt sollte man kreativ sein. Wie eine Umfrage ergab, werden im Durchschnitt rund 60 Euro für die Füllung ausgegeben - und die sollten eigentlich gut angelegt sein. Dennoch werden am häufigsten Süßigkeiten in die Tüte gepackt (88 Prozent), 69 Prozent der Eltern setzen auf Nützliches für Schule, Schulweg und Zuhause, 22 Prozent stecken Münzen und Scheine mit in die Tüte.

Süßkram ist kein Erziehungsmittel

Süße Schultüten, an die sich Großeltern noch gerne erinnern, sind für Kinder heute nichts Besonderes mehr. Gummibären, Bonbons und Schokolade sind auch kein Erziehungsmittel, das man als Belohnung für Wohlverhalten und gute Noten einsetzen sollte. Viel besser ist es, Kindern mit Studentenfutter, Nüssen, Trockenobst, Vollkornkeksen und zuckerfreiem Naschwerk eine Alternative zum üblichen Süßkram aufzuzeigen.

Um Kindern zum ersten Schultag zu beschenken, sind praktische Dinge und Spielsachen ohnehin viel besser geeignet und machen Kindern sicherlich mehr Freude. Im Internet gibt es eine Vielzahl von Anregungen, die vom Anfänger-Experimentierset über Stifte mit Namen, personalisierten Aufklebern und Stempeln bis zu Lichtreflektoren für den Schulranzen reichen. Gut geeignet sind auch alle Materialien, die Anreize zum Lesen- und Schreibenlernen bieten. Dazu gehören selbst im Zeitalter der sozialen Netzwerke Alben und Freundschaftsbücher. Sie füllen sich zwar erst nach und nach, weil die ABC-Schützen nicht gleich schreiben können, sind aber mit Fotos vom ersten Schultag ein schönes Geschenk von bleibendem Wert.

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Kontakt: Johannes Clausen
Leiter des IZZ
Fon: 0711/ 222 966-0
Fax: 0711/ 222 966-20
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