Informationszentrum Zahngesundheit

Eine Einrichtung der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg

Dem Bodensee treu geblieben

Pressetext (Kurzfassung) der 51. Fortbildungstagung der BZK Tübingen in Konstanz

(13. September 2016) - Der traditionelle Fortbildungskongress der Bezirkszahnärztekammer Tübingen, der zu den ältesten zahnärztlichen Fortbildungsveranstaltung in Deutschland zählt, ist dem Bodensee treu geblieben. 50 Jahre lang war Lindau der traditionelle Kongressort, nun ist man ans andere Ende des Bodensees gezogen. Im historischen Konzil in Konstanz findet am 16. und 17. September die 51. Bodenseetagung statt, zu der wieder rund 500 Zahnärztinnen und Zahnärzte erwartet werden. Mit einem guten Zuspruch kann auch das gleichzeitig stattfindende Fortbildungsprogramm für das Praxisteam rechnen.
In beiden Fortbildungsveranstaltungen ist der Fokus auf die Kinderzahnheilkunde gerichtet, die ein Anliegen der gesamten Zahnärzteschaft ist, auch wenn dafür Spezialwissen erforderlich ist. Um dieses Wissen zu vertiefen, hat der wissenschaftliche Leiter der Tagung, Prof. Dr. Bernd Haller, Ulm, namhafte Referenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnen können, die sich ausführlich den Themen frühkindliche Karies und Zahntrauma widmen.

Milchzahnkaries auf dem Vormarsch
Trotz des positiven Trends eines allgemeinen Kariesrückgangs stellt die frühe Milchzahnkaries nach wie vor ein Problem in der Kinderzahnheilkunde dar. Wie Prof. Haller in der Einladung zur 51. Bodenseetagung ausführte, weisen heute 15 Prozent der Dreijährigen Symptome der frühkindlichen Karies auf. Die Tendenz ist vermutlich steigend, denn durch „die Migration aus Krisengebieten steigt nicht nur die Zahl der behandlungsbedürftigen Kinder. Auch die spezifischen Ernährungsgewohnheiten und das schwach ausgebildete Bewusstsein für Mundgesundheit in den Herkunftsländern werden dazu führen, dass der Behandlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen zunimmt“.

Der besondere Vortrag
Dem Thema Kind und Kindeswohl ist auch der Festvortrag gewidmet, der dazu anregen will, über den Tellerrand hinauszuschauen. Als Redner hat man den als Bildungskritiker bekannten Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, gewinnen können. Er wird zum Thema „Erziehung heute - Sind wir am Ende des Selbstverständlichen angelangt?“ sprechen. In seinen Ausführungen wird er darauf hinweisen, dass zum Erziehen Intuition, Bodenständigkeit, Spontaneität und ein gehöriger Schuss Humor gehören. Passend auch seine Kritik am deutschen Schul- und Bildungssystem: „Eine Bildungspolitik, die das Abitur zum Maßstab für alle machen möchte, übersieht zudem, dass in Europa diejenigen Regionen die besten Wirtschaftsdaten haben, die bezeichnenderweise nicht die höchsten Akademikerquoten haben: Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und die Schweiz“.

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