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Zahnärzteblatt Baden Württemberg Ausgabe 12/2016

Editorial

Editorial

Ausgabe 12, 2016

» Soziales Engagement. Das soziale und gesellschaftliche Engagement der Zahnärztinnen und Zahnärzte in Baden-Württemberg ist vielfältig und spiegelt sich in zahlreichen Initiativen wider. Das Spektrum reicht von internationalen Einsätzen über nationale Projekte bis zur Unterstützung von Einrichtungen direkt vor der eigenen Haustür. Alle Hilfsorganisationen und Initiativen verfolgen dabei das gleiche Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um finanzielle (zahn)medizinische oder menschliche Unterstützung handelt, was zählt ist das aktive Engagement.

Besonders deutlich wird das persönliche Engagement bei den vielen Kolleginnen und Kollegen, die schon seit Jahren regelmäßig in arme Länder gehen, um Menschen zu helfen. Und das alles mit finanzieller Eigenbeteiligung und unter Einsatz des Jahresurlaubs. Viele setzen ihr Engagement auch im Ruhestand fort. Einzelne finden erst nach der Berufstätigkeit Zeit für humanitäre Projekte.

Eine erfolgreiche Spendenaktion war bis Ende dieses Jahres die Aktion Z – Altgold für die Dritte Welt, für die in Baden-Württemberg und in Nordrhein über 400 Zahnärztinnen und Zahnärzte ihre Patienten motivierten, nicht benötigtes Altgold zu spenden.

Seit Beginn der Aktion im Jahr 1987 kam die beachtliche Spendensumme von über sechs Millionen Euro zusammen, die über die Organisationen Don Bosco Mondo e. V., Bonn, Hilfe zur Selbsthilfe Dritte Welt e. V., Dossenheim, und Ärzte für die Dritte Welt, German Doctors e. V., Bonn, Hilfsprojekten in Afrika, Asien und Lateinamerika zugute kamen.

» Perspektiven. Damit dieses Engagement auch in Zukunft Früchte trägt und die Hilfsorganisationen weiter ihre Projekte fortführen können, konnte das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete e. V. (HDZ) unter seinem Vorsteher Dr. Klaus Winter gewonnen werden. Das HDZ steht unter der Schirmherrschaft der Bundeszahnärztekammer und hat bereits in der Vergangenheit mit den drei bislang von der Aktion Z unterstützten Organisationen zusammengearbeitet. Neu hinzugekommen ist Herzenssache e. V., die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank. Der SWR hat sein Sendegebiet im Saarland, in Rheinland Pfalz und in Baden-Württemberg. Nunmehr unterstützen auch die Zahnärzteschaft Rheinland Pfalz und die des Saarlandes zusammen mit der baden-württembergischen Zahnärzteschaft die Spendeninitiative zugunsten von HDZ und Herzenssache e. V. Dabei werden die bisherigen Projekte über das HDZ mit 75 Prozent aus dem Spendenerlös in Zukunft gefördert und Herzenssache e. V. erhält 25 Prozent, um Projekte im Sendegebiet des SWR zu fördern.

Die ZBW-Redaktion stellt daher das soziale Engagement in den Mittelpunkt dieses Themenheftes, um über die Neuausrichtung zu informieren sowie die Organisationen HDZ, Herzenssache e. V., Don Bosco Mondo e. V., Hilfe zur Selbsthilfe e. V. und German Doctors e. V. vorzustellen. 

Ob große oder kleine Hilfsinitiativen, das soziale Engagement der Zahnärzteschaft ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Dies wird auch in der Öffentlichkeit immer mehr anerkannt. Deswegen trägt das Vorbild der Zahnärzteschaft dazu bei, dass sich auch andere – Einzelpersonen oder gesellschaftliche Gruppen – in Hilfsprojekten engagieren oder Eigeninitiativen ins Leben rufen. Aus diesem Grund stellt das ZBW auch Initiativen von Einzelpersonen beispielhaft vor.

Sämtliche Beiträge finden Sie hier. Zusätzlich gibt es einige Links zu den beschriebenen Hilfsorganisationen.

Die Pressedokumentation des Informationszentrums Zahngesundheit – eine Einrichtung der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg (IZZ) hat das Soziale Engagement des Berufsstandes im Spiegel der Medien seit 1993 in insgesamt sechs Bänden zusammengefasst: In diesen Bänden finden sich Berichte über Initiativen von Zahnärzten aus Baden-Württemberg. Sie können beim IZZ bestellt werden unter Tel: 0711/222966-13, Fax: 0711/222966-20 oder E-Mail: PresseIZZ@t-online.de.

» Dank. Wir möchten als ZBW-Redaktion Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, danken. Danken für das Miteinander, Ihre konstruktive Begleitung des Zahnärzteblattes Baden-Württemberg und für die stets gute dialogorientierte Kommunikation. Bereits jetzt richten wir unseren Blick auf Themen und Hefte im neuen Jahr und freuen uns auf Weihnachten und den Jahreswechsel. Ihnen liebe Leserin, lieber Leser, wünschen wir frohe Weihnachtstage. Herausgeber und Redaktion möchten mit Ihnen im neuen Jahr an den guten Dialog anknüpfen. Über viele Impulse, Anregungen und konstruktive Kritik freut sich Ihre Redaktion.

johannes.clausen@izz-online.de