Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Ausschreibung

 

Herbert-Lewin-Preis 2017

Ausgabe 12, 2016

Mit dem Herbert-Lewin-Preis werden wissenschaftliche Arbeiten zu dem Thema „Aufarbeitung der Geschichte der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus“ prämiert. Die nunmehr sechste Ausschreibung des Preises wird vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung getragen.

An der Ausschreibung können teilnehmen:

- Zahn-/Ärztinnen und Zahn-/Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten als Einzelpersonen

- Kooperationen oder Gemeinschaften von Zahn-/Ärztinnen und Zahn-/Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten

- Studierende der Zahn- oder Humanmedizin

- an zahn- und humanmedizinischen Fakultäten oder medizinhistorischen Instituten tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Die Bewertung der eingereichten Arbeiten und die Ermittlung der Preisträger werden von einer unabhängigen Jury vorgenommen, deren Mitglieder vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Bundeszahnärztekammer, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie dem Bundesverband Jüdischer Ärzte und Psychologen in Deutschland benannt wurden. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bzaek.de/Forschungspreis.

prd

 

Medizinische Promotionen

 

Wissenschaftlicher Anspruch

Ausgabe 12, 2016

Die medizinische Promotion steht nicht erst seit den Plagiatsvorwürfen gegen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in der Kritik. Viele der Promotionen, die parallel zum Studium in wenigen Monaten verfasst werden, erfüllen nach Expertenmeinung keinen wissenschaftlichen Anspruch, führen aber zum gleichen Titel, für den Promovenden anderer Fächer mehrere Jahre brauchen. Der Europäische Forschungsrat hat darauf reagiert und erkennt medizinische Doktortitel aus Deutschland bei Förderanträgen nicht an. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat nun die Empfehlung ausgegeben, dass medizinische Promotionen in Deutschland künftig „wie in anderen Fächern selbstverständlich, nach dem Abschluss verfasst werden“ sollen. In das Medizinstudium soll eine „promotionsvorbereitende Phase“ integriert werden, in der wissenschaftliche Arbeitsmethoden gelehrt werden und eine wissenschaftliche Studienarbeit zu verfassen ist, die als Basis einer späteren Promotion genutzt werden kann. Die Vorbereitungsphase soll nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden und Bedingung für die Aufnahme in ein postgraduales Promotionsprogramm sein. Nur die Endphase der Promotion läge damit verpflichtend nach Studienabschluss. Außerdem setzt sich die HRK für eine strukturierte Promotionsbetreuung ein.

FAZ

 

BZK Stuttgart

 

Willkommen in der Kammer

Ausgabe 12, 2016

Am Messestand der Kammer auf der Fachdental Südwest empfingen der Vorsitzende, Dr. Konrad Bühler, und zwei Vorstandsmitglieder der BZK Stuttgart, Dr. Helmut Schönberg und Dr. Bernd Krämer, am 21. Oktober 2016 junge Zahnärztinnen und Zahnärzte, die innerhalb des vergangenen Jahres Mitglied der BZK Stuttgart geworden sind.

Die Bezirkszahnärztekammer Stuttgart möchte die neuen jungen Kolleginnen und Kollegen auf ihrem Weg in den Beruf und in die Freiberuflichkeit persönlich begleiten. Beim zwanglosen Empfang und Beisammensein am Messestand der Kammer auf der Fachdental Südwest trafen die neuen Kammermitglieder auf ein „Ehrenamt zum Anfassen“. Die Vorstandsmitglieder der Bezirkszahnärztekammer Stuttgart stellten sich und ihre Aufgabengebiete und Tätigkeitsbereiche vor. Auch das Angebot des aktiven Engagements im Berufsstand wurde anhand von vielen Beispielen dargestellt.

Die Geschäftsführerin der BZK Stuttgart, Christine Martin, präsentierte das Dienstleistungsangebot der Kammer und bot die Unterstützung der Kammer in allen Fragen der Berufsausübung an. Das zwanglose Get-Together endete beim Ausstellerabend der Fachdental Südwest.

mader@lzk-bw.de

 

Gesetzliche Krankenversicherung

 

Über 55,5 Millionen GKV-versichert

Ausgabe 12, 2016

Deutschland sonnt sich immer noch im wirtschaftlichen Erfolg. Die andauernde positive Konjunkturentwicklung beschert sinkende Arbeitslosenzahlen. Für die Sozialversicherungen bedeutet das: Sie nehmen mehr und mehr Mitglieder und Versicherte auf. Das kann man auch aus den offiziellen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) herauslesen, die Anfang November zum Stichtag 1. Oktober 2016 publiziert wurden. Ebenso wie zwei wichtige Trends. Zum einen, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) rennt von einem Rekord zum nächsten. Zum Stichtag wurde die Spitzen-Markierung von 55,5 Millionen GKV-Mitgliedern in bundesdeutschen Landen geknackt. Innerhalb von drei Monaten, seit dem 1. Juli 2016, stießen noch einmal knapp 400.000 Mitglieder netto hinzu. Absoluter Gewinner sind die Ortskrankenkassen. Vor allem Körperschaften aus den anderen Kassenarten mit hohen Zusatzbeiträgen verloren Mitglieder.

A+S Aktuell

 

FVDZ

 

Weihnachtsaktion

Ausgabe 12, 2016

Mit seiner diesjährigen Weihnachtsaktion „Spenden statt Weihnachtskarten“ und dem Verzicht auf das DFZ-Autorenhonorar konnte der FVDZ-Landesvorstand Baden- Württemberg den Vorsitzenden der Stiftung EiGEN-SiNN einen 500-Euro-Scheck zugunsten der Kinder- und Jugendwerkstatt für stark benachteiligte Kinder und Jugendliche in Freudenstadt überreichen.

Der Landesvorstand dankt auf diesem Wege seinen Mitgliedern für ihre Verbandstreue sowie allen Ehrenamtsträgern für ihr Engagement für den Berufsstand.

Wir wünschen auf diesem Weg allen Lesern des ZBW ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest und ein gutes und erfolgreiches Jahr 2017.

Dr. Joachim Härer

 

Neues Bundesinstitut

 

Migrationsforschung

Ausgabe 12, 2016

Berlin erhält ein Bundesinstitut für Migrationsforschung. Nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses im Bundestag wird das „Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung“ im Gründungsjahr mit drei Millionen Euro gefördert. In den Folgejahren soll es jeweils 3,8 Millionen Euro bekommen. Die Förderung übernimmt überraschenderweise nicht das Bildungsministerium, sondern das Familienministerium. Die Federführung liegt in den Händen des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität, von dem die Initiative zur Gründung des Instituts ausgegangen war. Migrationsforschung wird in Deutschland an mehreren Universitäten in verschiedenen Fächern betrieben. Nur in Osnabrück und Berlin verfügt sie über eigene Institute.

FAZ

 

Akkreditierungsverfahren

 

Neuerungen

Ausgabe 12, 2016

Zur Reform des Akkreditierungsverfahrens für Studiengänge, dessen derzeitige Praxis vom Bundesverfassungsgericht als grundgesetzwidrig eingestuft worden war, hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eine Empfehlung gegeben. Die Karlsruher Richter hatten die von privaten Agenturen geleiteten Evaluationen als Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit kritisiert. Die Agenturen sollen nach den Vorstellungen der HRK künftig auf eine beratende und organisierende Funktion beschränkt werden und müssen nicht verpflichtend in das Verfahren einbezogen werden. Aufgewertet wird von der Empfehlung der Akkreditierungsrat, in dem die Wissenschaft in allen Gremien die Mehrheit haben müsse. Auch die Hochschulen sollen stärker an dem Verfahren beteiligt sein. „Nachdem wir nun konstruktive Vorschläge vorgelegt haben, erwarten wir, dass die Kultusministerkonferenz so rasch wie möglich einen verlässlichen rechtlichen Rahmen für die Umsetzung der Neuerungen schafft und den schon für Oktober angekündigten Staatsvertrag in Kürze verabschiedet“, sagt HRK-Präsident Horst Hippler.

FAZ

 

Mundgesundheit in der Pflege

 

Präventionspreis

Ausgabe 12, 2016

Im Rahmen der „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ haben die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und CP GABA den „Präventionspreis Mundgesundheit in der Pflege“ verliehen.

Die Initiatoren ehrten Mitte November auf dem wissenschaftlichen Kongress des Deutschen Zahnärztetags in Frankfurt insgesamt drei Preisträger, die mit praxisnahen Konzepten und Projekten nachweislich die Mundgesundheit in der Pflege vorantreiben.

Der unabhängigen Jury gehörten unter anderem Prof. Dr. Ina Nitschke, Prof. Dr. Andreas Schulte, Prof. Dr. Ulrich Schiffner, Dr. Dirk Bleiel und Susanne Priehn-Küpper an. Die Experten legten bei der Auswahl der Gewinner Wert darauf, dass die Konzepte und Projekte wissenschaftlich fundiert, bundesweit umsetzbar und dazu geeignet sind, Menschen mit Pflegebedarf, insbesondere im Alter und mit Behinderung, eine bessere zahnmedizinische Prävention und Versorgung zu ermöglichen. Die drei Auszeichnungen waren mit einem Preisgeld von insgesamt 5000 Euro dotiert.

Der erste Platz ging an Dr. Guido Elsäßer und Silvia Reichmann aus dem baden-württembergischen Kernen für ihr Schulungsmodul „Zahn-, Mund- und Zahnersatzpflege für angehende Heilerziehungspfleger/innen“. Mit dem von dem niedergelassenen Zahnarzt und der Dentalhygienikerin entwickelten Projekt sollen Schülerinnen und Schüler der Heilerziehungspflege für das Thema Zahngesundheit sensibilisiert werden und das nötige Hintergrundwissen für ihre künftige berufliche Praxis erhalten. Anhand verschiedener Schulungsmodule mit Bildern, Videosequenzen und praktischen Übungen erlernen sie die notwendigen Kompetenzen, um die tägliche Mund- und Zahnpflege bei Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung auch unter erschwerten Bedingungen fachkundig durchzuführen.

Die Initiatoren Bundeszahnärztekammer und CP GABA möchten durch die „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ gezielt auf Ursachen, Auswirkungen und Präventionsmöglichkeiten von oralen Erkrankungen aufmerksam machen. Weitere Ziele sind die Intensivierung des fachübergreifenden Dialogs und die Förderung von Projekten, die zu einer mundgesunden Zukunft führen. Konzepte und Ansätze, die nachweisbar Erfolge erzielt haben, werden identifiziert, ausgezeichnet und durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Initiative wird 2017 fortgeführt.

prd