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Zahnärzteblatt Baden Württemberg Ausgabe 1/2017

Editorial

Editorial

Ausgabe 1, 2017

» Neuer Vorstand. Die konstituierende Vertreterversammlung der Landeszahnärztekammer Baden- Württemberg (LZK BW) zeigte Anfang Dezember in Stuttgart deutlich: Es findet ein berufspolitischer Generationenwechsel statt. Dr. Torsten Tomppert aus Esslingen ist zum neuen LZK-Präsidenten gewählt worden. Er löst den langjährigen Präsidenten Dr. Udo Lenke ab, der sich nach vier Kammerperioden als Präsident und zwei Kammerperioden als stellvertretender Präsident in den standespolitischen Ruhestand verabschiedet (siehe dazu den Beitrag „Tag des Abschieds“). Dr. Tomppert wird künftig einen deutlich verjüngten Vorstand leiten. Als Stellvertreter bestimmten die Delegierten Dr. Norbert Struß aus Freiburg an die Seite Dr. Tompperts. Neu in den Vorstand wurden Dr. Bert Bauder und Dr. Hendrik Putze gewählt.

Mit 63 Delegierten zählt die Vertreterversammlung in der 16. Kammerperiode von 2017 bis 2020 drei Delegierte mehr als in der vorherigen Kammerperiode. 15 Delegierte sind diesmal neu zum obersten Beschlussorgan der Kammer hinzugekommen. Alle Fakten zur konstituierenden Vertreterversammlung der LZK BW finden Sie im Beitrag „Die Kammer in neuer Besetzung“. Wer alles zu den Mitgliedern der Vertreterversammlung der LZK BW zählt, haben wir für Sie ab Seite 20 zusammengestellt.

» Neue Impulse. Nach seiner Wahl skizzierte Dr. Tomppert die Schwerpunkte seiner künftigen Präsidentschaft und forderte eine „politischere Kammer“. Die Kammer müsse zukünftig gezielter auf gesundheitspolitische Entwicklungen und ihre Konsequenzen für Patient wie Profession ausgerichtet werden. Oberstes Ziel bleibe die Bewahrung und eigenverantwortliche Gestaltung der Freiberuflichkeit. In seinem Leitartikel beschreibt Dr. Tomppert deutlich, mit welcher Strategie er dieses Ziel verfolgen möchte: „Es gilt, die Vorteile einer freiberuflichen Berufsausübung sowie ihres Nutzens für die Gesellschaft gegenüber den zuständigen Gesundheitspolitikern offensiver als bisher, argumentativ überzeugend und öffentlichkeitswirksam zu vermitteln.“ Dazu soll eine bundesweit abgestimmte standespolitische Lobbyarbeit etabliert werden. Dr. Tomppert hat aber auch die Basis im Blick und spricht sich für die Stärkung der Kammeraufgaben auf Landesebene aus, denn die Patienten und die Praxen vor Ort sollen ebenfalls im Fokus der Aktivitäten stehen. Weitere Details über den zukünftigen Kurs der LZK BW skizzieren Dr. Tomppert und Dr. Struß im ZBW-Gespräch „Überzeugte Freiberufler mit Kollegennähe".

» Neue Kolumne. Das ZBW möchte den Leserinnen und Lesern kontroverse (berufs)politische Standpunkte oder Ideen von renommierten Opinion Leaders in einer Kolumne näher bringen und zur konstruktiven Diskussion anregen. Den Anfang macht in dieser Ausgabe Prof. Dr. Giovanni Maio, deutscher Mediziner, Philosoph und Universitätsprofessor für Medizinethik. Er reflektiert in seinem Kolumnenbeitrag die Fragestellung „Was macht das Ärztliche des Zahnarztberufs aus?“ Seine Antworten werden sicherlich als diskussionswürdig erachtet, und die ZBW-Redaktion würde sich freuen, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns Ihre Meinung dazu per E-Mail (info@zahnaerzteblatt.de) mitteilten. Je nach Resonanz werden wir die Kolumne zukünftig online zur Diskussion stellen.

» Neue Anregungen. Ein Erguss des Kiefergelenks kann mit erheblichen Schmerzen und Funktionseinschränkungen einhergehen. Betroffene Patienten suchen häufig zuerst den Zahnarzt auf. In der Praxis erweist sich eine zielführende Diagnostik jedoch oftmals als schwierig, da sie in der Regel eine Bildgebung außerhalb der zahnärztlichen Routine erfordert. Der Fortbildungsbeitrag „Diagnose und minimalinvasive Therapie“ von Dr. Dr. Christoph Zizelmann und PD Dr. Dr. Thomas Fillies, Fachärzte der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Marienhospitals Stuttgart, stellt mit ausgesuchten Fallbeispielen häufige Ursachen, Symptomatik, Diagnostik und Therapie des Kiefergelenkergusses exemplarisch vor.

claudia.richter@izz-online.de