Informationszentrum Zahngesundheit

Eine Einrichtung der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg

Die Zahnärzte in Baden-Württemberg informieren

Bei Spiel und Sport steigt die Zahl der Zahnunfälle – 
Rasche Hilfe durch Zahnrettungsbox

(Juni 2017) – Im Frühjahr und Sommer steigt regelmäßig die Anzahl der Freizeitunfälle, verursacht durch Spiel und Sport im Freien oder durch Aufenthalte in den Freibädern. Rund ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen erleiden bis zum 16. Lebensjahr einen Unfall, bei dem ein Zahn ausgeschlagen oder verletzt wird. Betroffen sind vor allem die oberen Frontschneidezähne, die ästhetisch von besonderer Bedeutung sind. Daher ist es wichtig, dass nach einem Zahnunfall der ausgeschlagene Zahn gefunden, sachgerecht aufbewahrt und transportiert wird. Dann besteht eine gute Chancen, dass ihn der Zahnarzt wieder einpflanzen kann.

Zahnrettungsbox gehört in die Hausapotheke
Das beste Mittel, den Zahn zu retten, ist die Aufbewahrung in einer Zahnrettungsbox. Sie wird von unterschiedlichen Herstellern angeboten und enthält im Wesentlichen ein spezielles Lagerungsmedium, das die Gewebe auf der Zahnwurzel am Leben erhält. Schulen, Turnvereine und Schwimmbäder sollten solche Boxen eigentlich parat haben. Aber auch im Privathaushalt mit Kindern gehört ein solches Fläschchen in den Medizinschrank.

Wichtig ist, dass nach Zahnunfällen der ausgeschlagene Zahn nicht abgebürstet, abgewischt oder gereinigt werden darf, denn Voraussetzung für ein problemloses Einheilen ist ein möglichst unverletzter Faseranteil auf der Zahnwurzel. Die Zeitspanne bis zur Wiedereinpflanzung sollte möglichst kurz sein, daher muss man rasch die nächstgelegene Zahnarztpraxis aufsuchen. Das sollte man aus Sicherheitsgründen nach jedem Unfall mit Zahnbeteiligung tun, auch wenn zunächst äußerlich kein Schaden festzustellen ist. Bei Milchzahnunfällen können zum Beispiel Schäden an den noch nicht durchgebrochenen bleibenden Zähnen entstanden sein, die einer Behandlung bedürfen. Außerdem besteht eine Dokumentationspflicht im Hinblick auf die Versicherung.

Übrigens sollten auch Bruchstücke eines Zahnes aufgehoben werden, denn im Falle von unkomplizierten Frakturen kann der Zahnarzt die vorhandenen Zahnfragmente mit einem Klebesystem wieder an der ursprünglichen Stelle befestigen.

Bei vielen Sportarten mit Sturzgefahr oder engem Kontakt zu anderen Sportlern (z. B. Inline-Skating, Eishockey, Skateboard-Fahren, alle Ballsportarten) empfiehlt sich außerdem der Einsatz eines Mundschutzes, am besten individuell vom Zahnarzt angefertigt. Ein gut angepasster Mundschutz kann das Risiko für Zahnschäden deutlich reduzieren. Außerdem können durch Dämpfung und Verteilung der Kraft Kiefer- und Kiefergelenkbrüche verhindert werden. Fragen Sie Ihren Zahnarzt.

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Weitere Informationen:

Das Zahnunfallposter kann per Fax (0711 / 222 966-20) oder per Mail (PresseIZZ@t-online.de) beim Informationszentrum Zahngesundheit in Stuttgart bestellt werden.

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