Informationszentrum Zahngesundheit

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33. Karlsruher Konferenz 2018 der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung

(Pressetext Langfassung)

Besondere Praxen im Focus

(13. März 2018). Im Fokus der diesjährigen Karlsruher Konferenz der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung steht am 16. März 2018 das für Zahnärzte, Patienten und Angehörige gleichermaßen bedeutsame Thema „Integrierte Kompetenz – die besondere Praxis". Professor Dr. Winfried Walther betont mit dieser Themenstellung einen Schwerpunkt der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung, die aus der Kombination von Fortbildung und Klinik ihre Konzepte für eine lebendige, praxisorientierte Fortbildung entwickelt. In der Einladung zur 33. Karlsruher Konferenz schrieb er: „Am Beispiel lernen, das kann man am besten von den Kolleginnen und Kollegen, von ihren Erfahrungen und ihrem Wissen." Ihre Expertise werden in diesem Jahr vier Zahnmediziner weitergeben, die ihrer Praxis ein spezielles Profil gegeben haben. Dabei beleuchten sie so unterschiedliche Themen wie CAD/CAM-Technik, mikroinvasive Chirurgie, Laserzahnheilkunde und die Behandlung von Behinderten und Pflegebedürftigen.

Besondere Profile. Beim Vortrag von Dr. Sabine Hopmann, Lemförde, geht es um biologisches Gewebsmanagement, ein innovatives implantatvorbereitendes Verfahren. Unter Berücksichtigung der biologischen Abbauvorgänge werden nach einer schonenden Extraktion extraoral aufbereitete Teile des Zahns und die Wurzelspitze in das Zahnfach replantiert. Auf diese Weise können Strukturen erhalten und das Knochenwachstum gefördert werden, um gute Voraussetzungen für ein Implantat oder für eine Prothesenbasis zu schaffen.

High Tech in der Dorfpraxis. Dr. Bernd Reiss, Malsch, stellt in seinem Vortrag „High Tech in der Dorfpraxis" vor und berichtet davon, wie in seiner Praxis mit CAD/CAM gefertigte indirekte Restaurationen idealerweise noch während der Zeit, die der Patient am Stuhl sitzt, eingegliedert werden. Inlays, Onlays und Kronen etc. sind dann in einer Sitzung möglich. Die konventionelle ­Abformung und Modellherstellung sowie das Anfertigen von Provisorien entfällt bei diesem computergestützten Fertigungsverfahren. 

Das Praxisteam im Blick. Beim Thema „Der Patient mit Behinderung – wie geht die Praxis damit um?“ sind nicht nur beim „Tag der Zahnmedizinischen Fachangestellten" die Praxismitarbeiter angesprochen, denn sie sind es, die die Patienten empfangen, betreuen und für ihr Wohlbefinden sorgen. Dr. Guido Elsäßer, Kernen-Stetten, der auch im Programm für die Zahnmediziner sein auf Barrierefreiheit ausgelegtes Praxiskonzept präsentiert, zeigt dem Team, dass es nicht nur um bauliche und technische Aspekte geht, um Transport und Lagerung, sondern um einen offenen, empathischen Umgang mit Patienten. Außerdem erhält das Praxisteam ein Update zu den Themen Prophylaxe, Weichgewebsmanagement und zu Abrechnungsfragen. Abgerundet wird der Fortbildungskongress durch Workshops für Zahnärzte und Praxismitarbeiter, die am Vormittag des 17. März in der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung stattfinden und Innovationen zum Inhalt haben: u. a. geht es um ästhetische Korrekturen bei Zahnfehlstellungen, um Sofortimplantation und Sofortversorgung und um ein perfektes Hygienemanagement.

35 Jahre Karlsruher Vortrag. Während des Umbaus der Karlsruher Stadthalle hat die Frühjahrstagung der Akademie für Zahnärztliche ein Ausweichquartier in der Gartenhalle am Zoo bezogen, in dem auch am 17. März 2018 der „Karlsruher Vortrag“ stattfindet. Seit 1983 wird der Karlsruher Vortrag traditionell von den Teilnehmern des Fortbildungskongresses und von geladenen Gästen besucht und von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft geprägt. In diesem Jahr hat der Direktor der Akademie, Professor Dr. Winfried Walther den Gründungspräsidenten der Universität Witten/Herdecke, Dr. Konrad Schily, geladen. Er passt perfekt in die Galerie der prominenten Persönlichkeiten, die die Kultur des politischen Diskurses pflegen und dem Auditorium die Möglichkeit bieten, gesellschafts- und weltpolitische Entwicklungen zu erkennen, zu deuten und einzuordnen. Mit seinem Thema „Die Welt in der wir leben – unsere Hoffnungen und ihre Gefahren" wird der 1937 geborene Bruder des SPD-Politikers Otto Schily, dafür plädieren, Ideenfähigkeit zu fördern und Autonomie zu stärken. Rettende Ideen brauchen die Menschen heute so dringend wie nie zuvor! 

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