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Das Forum Innovative Zahnmedizin in Heidelberg feiert 20. Jubiläum

 

Innovationen von der Praxis für die Praxis

Ausgabe 6, 2018

Das Forum Innovative Zahnmedizin in Heidelberg war eines der ersten dieser Art in Baden-Württemberg. 2018 feiert es sein 20. Jubiläum. Im Zahnärzteblatt erinnern sich Mitglieder an die Anfangszeit und berichten von den Entwicklungen des erfolgreichen Qualitätszirkels.

„Wir wollten Kollegen, die besonders fortbildungswillig und gut fortgebildet sind in verschiedenen Fachrichtungen in einem Qualitätszirkel vereinen“, erinnert sich Prof. Dr. Jörg Schmoll an die Gründerzeit des Heidelberger Forums für Innovative Zahnmedizin. „Vorwiegend ging es um die Implantologie, das war ein relativ neues Fach, aber auch um Kieferorthopädie und Endodontie.“ Diesen Wunsch teilte Prof. Schmoll vor mehr als 20 Jahren mit mehreren Kollegen. Der Grund? „Wir wollten uns dadurch abheben, dass wir nachweisen konnten, Fortbildungen zu machen. Der Stand damals war, dass wir alle ungefähr in einer Altersgruppe waren und merkten, dass wir mit unserem Examen nicht mehr punkten konnten. Wir wollten quasi ein Zweitstudium.“ Und so trafen sich am 04.12.1997 in Heidelberg sechs Zahnärzte und drei Zahntechniker, um die Gründung des Heidelberger Qualitätszirkels zu beschließen. Prof. Schmoll war eines der Gründungsmitglieder, der erste Vorsitzende war Dr. Hans-Dieter Beyer aus Mannheim. ZTM Wolfgang Bollack ist das einzige Vorstandsmitglied, das seit 20 Jahren ununterbrochen im Vorstand als Finanzvorstand arbeitet. Heute ist Dr. Frank Zastrow der Vorsitzende des Heidelberger Qualitätszirkels, sein Stellvertreter ist Dr. Dr. Werner Zoder.

Der Zirkel wächst. Bald dabei war in der Anfangsphase auch der Heidelberger Zahnarzt Dr. Dieter Sommer, der zwar anfangs skeptisch war ob es einen Qualitätszirkel wirklich brauchte, aber schon bald und bis heute mit voller Überzeugung mitwirkte: „Jeder muss etwas für die Fortbildung tun und im Qualitätszirkel ist einmalig, dass 90 Prozent der Vorträge von FIZ-Mitgliedern gehalten werden“, sagt er. Wer Mitglied ist, ist angehalten, in unregelmäßigen Abständen Vorträge zu halten. „Bei uns sind führende Zahnärzte in ihren jeweiligen Fachgebieten dabei, wir haben hochkarätige Veranstaltungen.“ Hochkarätige Veranstaltungen, die neben den Vorträgen der rund 40 Mitglieder des Qualitätszirkels auch Gastvorträge von international renommierten Experten umfassen. Etwa sechs Veranstaltungen pro Jahr finden im FIZ Heidelberg statt. Die Mitglieder, die mehrere Jahre dabei waren haben stark profitiert, sagt Dr. Sommer: „Das hat sich alles weiterentwickelt, auch in der Breite. Anfangs war es sehr stark von der Implantologie getragen. Einige Kollegen haben sich im Lauf der Jahre deutlich spezialisiert und dann davon profitiert.“

Fortbildungspunkte. Ein großer Vorteil für die teilnehmenden Zahnärzte ist die Vergabe von Fortbildungspunkten, die Prof. Schmoll als Moderator unter seiner Hand hat. „Wir brauchten schon von Beginn an einen Moderator, sonst ist der Zirkel bei der Kammer nicht anerkannt“, erinnert er sich. „Ich musste deshalb ein dreitägiges Moderatorentraining mit Prüfung der Universität Heidelberg belegen.“ Heute gehört es zum Standard für ihn, wenn 15 bis 40 Zahnärzte im Vortragsraum des FIZ sitzen und den Ausführungen der Referenten folgen. Die Größe sei ein bedeutender Vorteil der Einrichtung, sagt Prof. Schmoll: „Im kleinen Kreis wird sehr viel besser und intensiver diskutiert. Da kann man sehr viel intensiver auf Vorträge eingehen als in großen Vorlesungen.“ In intensiver Gemeinschaftsarbeit diskutieren und lösen die Teilnehmer Patientenfälle. „Es gibt Fälle, in denen der Endodontologe und der Parodontologe eine Lösung finden, der Implantologe kann aber einschreiten, wenn sie es nicht schaffen. Wir haben einen intradisziplinären Erfahrungsaustausch“, erläutert Prof. Schmoll. Und der soll auch in Zukunft weiter so gut funktionieren wie bisher. Das FIZ will beim Fortschritt auch in den nächsten Jahren dabei sein. Die externen Referenten bringen dazu die Forschung von den Hochschulen in die Praxen. Und der FIZ-Mitgründer hofft weiter auf eine rege Beteiligung an den Veranstaltungen: „Jeder Zahnarzt und Zahntechniker, der sich für neue Behandlungsmethoden und die Vertiefung von Wissen interessiert, ist eingeladen“, sagt er.

 

7.000 Euro von Dr. Jäger für die Palliativstation in Buchen

 

Kunst für einen guten Zweck

Ausgabe 6, 2018

Schon für die Besucher war die Kunstausstellung von Dr. Bernhard Jäger (3. v. l.) am Standort Buchen der Neckar-Odenwald-Kliniken ein optischer Gewinn. Nun ermöglicht der Erlös der Vernissage auch weitere Verbesserungen für die Patienten der dortigen Palliativstation. Dr. Jäger hat den kompletten Erlös der während der Ausstellung verkauften Werke gespendet. Stolze 6980 Euro kamen so zusammen, die der Mannheimer Zahnmediziner, wie bei Ausstellungseröffnung angekündigt, nun bei einer Übergabe überreichte.

Herzlich dankten für die Spende, auch im Namen des zuständigen Chefarztes Dr. Rüdiger Mahler, der Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken Landrat Dr. Achim Brötel (2. v. l.), Geschäftsführer Norbert Ahrens (l.), der Kurator der Kunst im Krankenhaus Dr. Klaus Hahnfeldt (4. v. l.), Pflegedienstleiter Kurt Böhrer (r.) sowie die ärztliche wie auch die pflegerische Leiterin der Station, Sigrid Rettig (3. v. r.) und Anke Kaiser. Die Palliativstation existiert seit Anfang 2017 und ist für die umfassende Betreuung von sechs Patienten ausgelegt. Sie ist seitdem nahezu durchgehend belegt.