Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Konrad-Morgenroth-Förderergesellschaft

 

Wissenschaftspreis für Dr. Ina Schüler

Ausgabe 6, 2018

Für ihre Arbeit „Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung und psychoemotionalen Störungen aus Niedersachsen und Thüringen“ wurde Dr. Ina Schüler, Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde, Jena, ausgezeichnet. Der Förderpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.
„Mit unserer Untersuchung verdeutlichen wir, dass der Mundgesundheitsstatus sowie die zahnärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit geistigen Behinderungen und psychoemotionalen Störungen immer noch nicht zufriedenstellend ist“, sagte Dr. Schüler. Beide Patientengruppen seien Risikopopulationen und aus zahnärztlicher Sicht unterversorgt: „Eine Benachteiligung gegenüber gesunden Gleichaltrigen wurde nachgewiesen“.
„Wir danken Ihnen sehr für diese hervorragende wissenschaftliche Ausarbeitung. Ich bin mir sicher, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, die Menschen mit Beeinträchtigungen künftig noch besser zu versorgen“, würdigte Dr. Richard Siepe, Vorsitzender der Konrad-Morgenroth-Förderergesellschaft die Preisträgerin.

Die Konrad-Morgenroth-Förderergesellschaft wurde 1971 als gemeinnützige Gesellschaft gegründet und hat sich die Würdigung und Fortentwicklung des Lebenswerkes von Prof. Dr. Konrad Morgenroth, Hattingen, zur Aufgabe gemacht. Das ZBW veröffentlichte bereits in der Aprilausgabe 2018 Ergebnisse dieser Arbeit im Beitrag „Mundgesundheit psychisch kranker Kinder und Jugendlicher“ von Dr. Ina Schüler und Prof. Dr. Roswitha Heinrich-Weltzien.

 

Ulrich Kelber MdB

 

Wird Bundesdatenschutzbeauftragter

Ausgabe 6, 2018

Ob man in der Führungszentrale der SPD an die Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft gedacht hat oder ein „Versorgungsproblem“ einer Lösung zuführen wollte, wird man wohl nie erfahren. Fest scheint zu stehen, dass zum ersten Mal ein diplomierter Informatiker ab dem 1. Januar 2019 in Bonn als neuer Bundesdatenschutzbeauftragter amtieren wird. Der langjährige Bonner SPD-Abgeordnete Ulrich Kelber MdB soll dann die Leitung der Behörde von der jetzigen Amtsinhaberin und ehemaligen CDU-Parlamentarierin Andrea Voßhoff übernehmen. Die Politikerin aus Ostfriesland hatte schon während der Jamaika-Verhandlungen 2017 angekündigt, dass sie nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stände. Die SPD verfügt in dieser Legislaturperiode über das Vorschlagsrecht.
Ulrich Kelber arbeitete in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts am GMD-Forschungszentrum Informationstechnik und bis zu seinem Einzug in den Bundestag 2000 als Berater bei der Bonner Comma Soft AG. Er hat sich in der vergangenen Legislaturperiode als SPD Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium als Vertreter des linken Flügels der Partei für Verbraucherschutz, Mietrecht und Digitales für einen besseren Datenschutz eingesetzt.