Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Spekulationen über Nachfolger

 

Dr. Christopher Hermann in Berlin gehandelt

Ausgabe 7, 2018

Die AOK Baden-Württemberg ist offenbar auf der Suche nach einem neuen Chef. Seit Ende Mai spekulieren regionale und Fachmedien über die berufliche Zukunft des seit Oktober 2011 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Dr. jur. Christopher Hermann. Der Verwaltungsrat der Kasse hat bereits eine Headhunter-Agentur beauftragt, einen Nachfolger zu suchen. In der Stellenanzeige heißt es: „Im Zuge einer langfristig angelegten Nachfolge suchen wir für die Landeszentrale Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart einen sowohl fachlich als auch persönlich hochqualifizierten Vorstandsvorsitzenden (m/w).“

Dr. Hermann ist bundesweit kein Unbekannter. Im Jahr 2000 war der damalige Spitzenbeamte im Düsseldorfer Gesundheitsministerium dem Ruf der AOK gefolgt und hatte als stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei der damals sanierungsbedürftigen AOK Baden- Württemberg angeheuert. Er gilt als Erfinder der Rabattverträge für Arzneimittel, schloss für seine Kasse den ersten wichtigen wie wegweisenden Hausarztzentrierten Vertrag (HzV) mit dem Deutschen Hausärzteverband (HÄV) ab. Glaubt man den nun schwelenden Spekulationen, zieht es Dr. Hermann nun in die Hauptstadt. Der Tenor der Medien: Das „grüne Lager“ schicke mit Hermann den „vielleicht sachkundigsten Experten“ ins Rennen um die Nachfolge des derzeitigen stellvertretenden- Vorstandsvorsitzenden des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, Johann-Magnus Freiherr von Stackelberg.

 

Vorstoß in Mecklenburg-Vorpommern

 

Zähneputzen in Kitas soll Pflicht werden

Ausgabe 7, 2018

Mitglieder des Sozialausschusses im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns wollen Zähneputzen in Kitas zur Pflicht machen. Laut einer Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege haben Kleinkinder im Land öfter Probleme mit Karies als im bundesweiten Schnitt. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) habe dem Landtag einen Gesetzentwurf vorlegt, der eine verbindliche Regelung zur Zahnpflege enthalte, sagte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD, Nadine Julitz. Die Linksfraktion erklärte, dass es dringend notwendig sei, Kindern beizubringen, wie Zähne vernünftig geputzt würden und dies im Kindertagesförderungsgesetz (KiföG) verbindlich festzuschreiben.

 

Stadtluft zu schmutzig für Sport

 

Schadstoffe belasten Herz und Lunge

Ausgabe 7, 2018

Wer regelmäßig spazieren geht, joggt oder mit dem Rad fährt, um sich fit zu halten, sollte stark befahrene Straßen meiden. Ein Londoner Forschungsteam fand heraus, dass geringgradige körperliche Aktivität in der Nähe stark befahrener Straßen die positive Wirkung der Bewegung auf Atemwege und Symptome von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zunichtemacht. Dies gilt vor allem für Menschen, die bereits mit einer Herz- oder Lungenerkrankung vorbelastet sind. „Bei körperlicher Aktivität wird mehr und tiefer eingeatmet, sodass mehr ungefilterte Schadstoffe aufgenommen werden“, erklärt Dr. Joachim Heinrich von der Ludwig- Maximilians-Universität München. „Diese Schadstoffbelastung kann die positiven Effekte der körperlichen Aktivität wieder zunichtemachen.“

Wie schädlich Abgase für die Gesundheit sind, hat die European Study of Cohorts for Air Pollution Effects (ESCAPE) untersucht. Bei gesunden Probanden, die einer erhöhten Konzentration von PM10-Feinstaub- Partikeln ausgesetzt waren, ergab die Auswertung nach fast 13 Jahren Beobachtungszeit ein um 22 Prozent erhöhtes Lungenkrebs-Risiko. „Für gesunde Menschen, schätzen wir die Schadwirkung durch Abgase als nicht sehr hoch ein“, sagt Heinrich. „Einige Bevölkerungsgruppen sind aber durch Luftschadstoffe besonders gefährdet. Dazu gehören Kleinkinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, COPD, Diabetes und Herz-Kreislauf- Erkrankungen, die eines besonderen Schutzes bedürfen.“

Ozon halten Experten Feinstaub für den gefährlicheren Luftschadstoff. Die Ergebnisse der ESCAPE-Studie erhärten den Verdacht, dass die Partikel auch unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte gesundheitsschädlich sind. „Einzelpersonen können sich schützen, indem sie stark befahrene Straßen meiden. Freizeitsportler sollten bevorzugt abseits des Straßenverkehrs trainieren.

 

Wearables und Gesundheits-Apps

 

Bringen nicht mehr Gesundheitswissen

Ausgabe 7, 2018

Die Nutzer von Fitnessarmbändern und anderen Wearables sind sportlich aktiver und achten stärker auf eine ausgewogene Ernährung als Menschen, die keine Fitnesstracker verwenden. Mehr Gesundheitswissen haben sie aber nicht. Das zeigt eine Studie der Hochschule Fresenius in Köln. Studierende des Studiengangs Management und Ökonomie im Gesundheitswesen befragten dazu im Rahmen einer Projektarbeit mehr als 500 Personen. Die Ergebnisse bestätigen frühere Studien, dass die Nutzer von Wearables sich eher gesundheitsbewusst verhalten, also sportlich aktiver sind und auch stärker auf eine ausgewogene Ernährung achten, als Personen, die keine Fitnesstracker verwenden. „Erstaunlich ist jedoch, dass Träger von Wearables – obwohl sie Daten und Informationen als Grundlage für ihr Gesundheitsverhalten nutzen – nicht generell über mehr Gesundheitswissen verfügen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Teyke, Studiendekan an der Hochschule Fresenius und Verantwortlicher der Studie. „Nutzer kennen zwar häufiger ihren Blutdruck, aber Blutzucker- und Cholesterinwerte sind nur etwa jedem fünften Nutzer bekannt, und damit nicht häufiger als den Nicht-Nutzern.“ Besonders schlecht schneiden Personen ab, wenn sie nach Krankheitsrisiken befragt werden: Weniger als jeder sechste Befragte kennt die Hauptrisiken für Herz-Kreislauferkrankungen und weniger als jeder Zehnte kennt die Risiken für die Entstehung von Lungenkrebs – unabhängig davon, ob sie ein Wearable tragen oder nicht. „Die Studie zeigt, dass die Kenntnis über gesundheitliche Risikofaktoren generell schlecht ausgeprägt ist. Aber auch die neue Affinität zu Daten durch Nutzung von Wearables und Gesundheits- Apps muss nicht zwangsläufig als Ausdruck eines sich wandelnden Umgangs und Verständnisses von Gesundheit gewertet werden“, so der Gesundheitsökonom.

 

Versorgungsanstalt BW

 

Dr. Eva Hemberger im Amt bestätigt

Ausgabe 7, 2018

Am 9. Juni fand die konstituierende Sitzung der neu gewählten Vertreterversammlung statt. Als Vorsitzender der Vertreterversammlung wurde Dr. Manfred Frenzel wiedergewählt. Im Amt bestätigt wurde ebenso sein Stellvertreter Dr. Eberhard Montigel.

Zur Vorsitzenden des Verwaltungsrats und damit zur Präsidentin der Versorgungsanstalt wurde zum dritten Mal Dr. Eva Hemberger (Foto) gewählt. Ihr Stellvertreter ist erneut Dr. Matthias Fabian.