Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Wunsch nach Niederlassung

 

Umdenken bei jungen Medizinern

Ausgabe 10, 2018

Junge Mediziner entscheiden sich wieder eher, eine Praxis zu übernehmen oder in einer als Angestellter zu arbeiten. In diesem Jahr durchlaufen im Südwesten mehr als 1000 Nachwuchsmediziner eine Weiterbildung zum Facharzt bei einem niedergelassenen Vertragsarzt, wie die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) und die Techniker Krankenkasse (TK) in Stuttgart mitteilten. Das seien mehr als doppelt so viele wie vor fünf Jahren. Den Anstieg führen sie vor allem darauf zurück, dass die Weiterbildung bei einem niedergelassenen Arzt von der KVBW und den gesetzlichen Krankenkassen finanziell gefördert wird.

4800 Euro monatlich können niedergelassene Ärzte erhalten, wenn sie einen jungen Assistenzarzt einstellen. Den Betrag müssen sie an ihn weiterleiten und selbst noch einmal rund 600 Euro bis 800 Euro drauflegen. Rund 1000 Ärzte beteiligen sich derzeit an diesem Programm. Im laufenden Jahr werden dafür rund 37,5 Millionen Euro ausgegeben. Von den rund 7100 niedergelassenen Hausärzten im Südwesten sind etwa ein Drittel über 60 Jahre alt. Der KVBW zufolge können rund 500 Hausarztpraxen in den kommenden Jahren nicht nachbesetzt werden. Die TK veranstaltete im Juli eine Tour durch das Land, um Studenten der Medizin für eine Tätigkeit als Landarzt zu gewinnen.

dpa

 

Eine Billion Euro

 

Sozialausgaben so hoch wie nie

Ausgabe 10, 2018

Die Bundesrepublik Deutschland hat im Jahr 2017 965,5 Milliarden Euro für Soziales ausgegeben. Das geht aus Medienberichten unter Berufung auf Zahlen des Bundessozialministeriums hervor. Betrachtet man die Finanzierung anstelle der Auszahlungen, ist gar die Billionengrenze überschritten. Laut Ministerium zahlten Unternehmen, Bürger und öffentliche Hand im Jahr 2017 1023,4 Milliarden Euro, um die sozialstaatlichen Institutionen zu betreiben, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Mehr Ausgaben waren es nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben um drei Prozent gestiegen. In den vergangenen 25 Jahren haben sich die Ausgaben mehr als verdoppelt. Die größten Summen entfielen den Angaben zufolge auf die Rentenversicherung (304,1 Milliarden), die Krankenversicherung (228,6 Milliarden), die Beamtenpensionen (57,7 Milliarden), die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (52,1 Milliarden) und die Grundsicherung für Arbeitssuchende (45 Milliarden).

IZZ/FAZ

 

BGH könnte Privileg kippen

 

Sportvereinen droht die Umsatzsteuer

Ausgabe 10, 2018

Auf viele Sportvereine in Deutschland könnten in Zukunft Umsatzsteuern zukommen. Der Bundesfinanzhof hat seine bisherige Linie geändert und zweifelt an der Umsatzsteuerfreiheit für Klubs „ohne Gewinnstreben“, die neben den normalen Mitgliedsbeiträgen noch zusätzlich Geld für ihre Angebote kassieren. Deswegen ist ein langjähriger Rechtsstreit mit einem Golfklub nun dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt worden, wie das höchste deutsche Finanzgericht in München mitteilte. Der konkrete Fall datiert aus dem Jahr 2011. Der vom Gericht nicht anerkannte Golfklub kassierte Eintritt für die Benutzung des Platzes und für den Ballverleih, außerdem Startgebühren bei Turnieren. Das örtliche Finanzamt verlangte dafür Umsatzsteuer, der Verein zog vor Gericht. Die Klubchefs berufen sich dabei auf eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2006. Demnach können Dienstleistungen „in engem Zusammenhang mit Sport und Körperertüchtigung“ von der Umsatzsteuer ausgenommen werden, wenn sie von nicht kommerziell arbeitenden Vereinen angeboten werden. In der ersten Instanz gewann der Verein, doch der Bundesfinanzhof sieht das anders. Sollte auch der EuGH in diesem Fall zu dem Schluss kommen, dass der Klub Umsatzsteuer berappen sollte, „würde dies zu einer Rechtssprechungsänderung führen“, wie es in der Mitteilung des Bundesfinanzhofs heißt.

dpa

 

Zahnärzte im Altkreis Aalen spenden

 

Unterstützung für „fiftyFifty-Taxi“

Ausgabe 10, 2018

Der Verein Freie Zahnärzte im Altkreis Aalen e. V. (FZAA) sponsert mit 4.000 Euro die Verkehrssicherheitsaktion „fiftyFifty-Taxi“ und trägt so mit dazu bei, dass Jugendliche bis zum Alter von 25 Jahren weiterhin an Wochenenden und an Abenden vor Feiertagen im Ostalbkreis zum vergünstigten Preis mit dem Taxi nach Hause fahren können. Dr. Christian Rathgeber vom FZAA überreichte die Spende im Beisein von Michaela Conrad vom Geschäftsbereich Nahverkehr des Landratsamtes an Landrat Klaus Pavel und betonte, dass der FZAA dieses Erfolgsprojekt gerne unterstützt. Damit leisten die Zahnärzte im Altkreis Aalen einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Ostalbkreis. „Mit dieser großzügigen Spende kann das „fiftyFifty-Taxi“ weiter dazu beitragen, dass junge Leute am Wochenende sicher nachts nach Hause kommen“, dankte Landrat Pavel für die Unterstützung. „Die Gesundheit der jungen Ostälbler ist uns ein wichtiges Anliegen“, so Dr. Rathgeber.

AN

 

Zahnärzte-Praxis-Panel ZäPP

 

Teilnahme bis Mitte November verlängert

Ausgabe 10, 2018

Beim Zahnärzte-Praxis-Panel (ZäPP) zählt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer! Ziel ist es, eine aussagekräftige und belastbare Datengrundlage zu Rahmenbedingungen und wirtschaftlicher Entwicklung zu gewinnen. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KZV BW) nutzt diese Erkenntnisse für die Argumentation in den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen. Vertraulichkeit und Schutz der Daten sind durch eine unabhängige Treuhandstelle und einen Notar gewährleistet – eine nachträgliche Zuordnung der Daten zu einzelnen Praxen ist ausgeschlossen.

Vorstandsvorsitzende Dr. Ute Maier appelliert an die Zahnärztinnen und Zahnärzte, die den Erhebungsbogen vorab erhalten haben: „Unterstützen Sie dieses Besuchen Sie die Landeszahnärztekammer auf der Fachdental Südwest Halle 10, Stand 10F31 Beratung zu allen Fragen rund um: ? PRAXIS-Handbuch & Navigator ? BuS-Dienst- Kammermodell ? Praxisbegehung - Was nun? ? Kurse für ZFA ? ZFA-Aufstiegsfortbildung und Weiterbildungsstipendium Anzeige sehr wichtige Projekt, machen Sie Zitat unbedingt mit – es ist zu Ihrem Vorteil!“ Zahlreiche ausgefüllte Erhebungsunterlagen sind bereits im Treuhandbüro eingegangen. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte, die den Fragebogen noch nicht zurückgeschickt haben, haben kürzlich eine Erinnerung erhalten verbunden mit der Bitte, die Unterlagen unbedingt bis zum Stichtag einzusenden. Um etwas mehr Zeit für die Bearbeitung zu geben, ist die Rücksendefrist bis 16. November 2018 verlängert worden. Als Anerkennung erhalten alle Teilnehmer eine Aufwandspauschale, einen praxisindividuellen Feedbackbericht mit Vergleichskennzahlen sowie eine Chefübersicht mit den Praxisfinanzdaten. Der Vorteil für alle Praxen, die schon letztes Jahr an der Befragung teilgenommen haben: Sie müssen nur die Daten für 2017 angeben!

gr