Zahnaerzteblatt.de

 

Namen und Nachrichten

Baden-Württemberg

 

Mehr Geld für Gesundheit

Ausgabe 11, 2018

Die Gesundheit der Baden-Württemberger wird immer teurer. Medikamente, Arztbesuche, Pflege und sonstige Gesundheitsleistungen hätten die Träger 2016 insgesamt 45.835.000 Euro gekostet, teilte das Statistische Landesamt. Das waren 4199 Euro pro Einwohner und 4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im bundesweiten Vergleich bleiben die Gebrechen der Menschen im Südwesten damit eher kostengünstig. In Brandenburg gaben die Träger durchschnittlich 4601 Euro pro Einwohner für Gesundheit aus, im Saarland 4567 Euro. Die geringsten Ausgaben gab es mit 3861 Euro in Bremen, gefolgt von Hamburg mit 4139 Euro pro Person.

Gut die Hälfte der Gesundheitskosten in Baden-Württemberg (55,7 Prozent) trugen die gesetzlichen Krankenkassen, etwa 10 Prozent die privaten. 15,3 Prozent der Kosten zahlten die Patienten aus eigener Tasche. Für die restlichen Ausgaben kamen Pflegeversicherungen (7,7 Prozent), Arbeitgeber (4,3), öffentliche Haushalte (4), Unfallversicherungen (1,6) und Rentenversicherungen (1,4) auf.

dpa

 

Morbi-RSA

 

Weiterhin Reformbedarf

Ausgabe 11, 2018

Die Ersatzkassen haben ihre Forderungen zur Reform des Morbi-RSA auf Basis der beiden Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesversicherungsamt (BVA) aktualisiert. Sie sehen in den Gutachten sinnvolle Vorschläge, wie die bestehenden Über- und Unterdeckungen der Krankenkassen bei den Zuweisungen im Morbi-RSA abgebaut werden können, so der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek).

„Die Gutachten haben bestätigt, dass beim Morbi-RSA weiterer Reformbedarf besteht“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. „Der Morbi-RSA ist keine Lotterie – eine Spannbreite bei den Über- und Unterdeckungen von mittlerweile rund 2,5 Milliarden Euro lässt sich nicht bagatellisieren. Die Ersatzkassen waren im Jahresausgleich 2016 mit 983 Millionen Euro unterdeckt, die AOK mit 1,5 Milliarden überdeckt.“

Setzt die Politik die Forderungen der Ersatzkassen um, so ist nach Auffassung des vdek ein wichtiger Schritt getan, um die erheblichen Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Kassenarten zu reduzieren. Elsner betont: „Der Morbi-RSA ist ein lernendes System. Auch in Zukunft muss der Finanzausgleich ständig weiterentwickelt werden.“

vdek

 

KBV plant Gedenktafel

 

Aufarbeitung der Geschichte

Ausgabe 11, 2018

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) plant die Errichtung einer Gedenktafel, um an die Opfer der Verbrechen der Ärzteschaft im Dritten Reich zu erinnern. Sie wird vor der KBV-Zentrale in Berlin am 8. November offiziell eingeweiht. Auch die Geschichte des KBV-Vorgängers in der NS-Zeit soll aufgearbeitet werden.

„KBV übernimmt Verantwortung“ heißt das neue Erinnerungsprojekt, teilt die Bundesvereinigung mit. Ziel sei es, die Beteiligung des Rechtsvorgängers – der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands (KVD), die 1933 gegründet wurde – an Verbrechen in der NSZeit geschichtlich aufzuarbeiten. Zahlreiche Akten seien in Archiven eingelagert und würden in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismus- Forschung erforscht. „Wir erforschen das deshalb, weil über die Geschichte der KVD, ihre Beteiligung an den Verbrechen des NS-Regimes, relativ wenig bekannt ist“, sagt Dr. Christoph Weinrich, Leiter des Geschäftsbereichs für Transparenz und Fehlervermeidung und stellvertretender Justiziar der KBV.

Das Forschungsprojekt ist auf zwei Jahre angelegt und hat bereits Anfang Juli begonnen. Mit rund 180.000 Euro finanziert die KBV eine Wissenschaftlerstelle an der TU Berlin. Erstellt wird zunächst ein Findbuch, in dem aufgelistet wird, was in den Dokumenten enthalten ist. Anschließend soll die wissenschaftliche Aufarbeitung erfolgen. Die Ergebnisse werden in Druckform und im Internet veröffentlicht. Geplant ist außerdem, eine Gedenktafel vor der KBV-Zentrale am Herbert-Lewin-Platz in Berlin- Charlottenburg Anfang November einzuweihen. 10.000 Euro soll sie kosten. Weinrich: „Wir haben festgestellt, dass es einen Erinnerungsort für die spezifisch kassenärztlichen Themen in Deutschland bis dato nicht gibt. Deshalb werden wir den schaffen, mit einem Gedenkstein direkt vor unserer Haustür mit einer großen Inschrift“.

Die KBV-Vertreterversammlung hat im Mai beschlossen, ihre finanzielle Förderung der Gedenkstätte Alt Rehse in Mecklenburg-Vorpommern nach fünf Jahren zu beenden. Die KBV hatte eine Anschubfinanzierung von 60.000 Euro pro Jahr für den Umbau der Ex-Führerschule der Deutschen Ärzteschaft zu einer Gedenkstätte geleistet. Die Finanzierung für das Projekt ist damit nicht mehr gesichert.

pag

 

40. Sportweltspiele der Medizin

 

Montenegro ist Gastgeber

Ausgabe 11, 2018

Die Sportweltspiele der Medizin und Gesundheit, auch bekannt als Medigames, feiern ihr 40. Jubiläum vom 22. bis 29. Juni 2019 in Montenegro, genauer im Städtchen Budva an der Adria. Montenegro ist in der Öffentlichkeit noch wenig bekannt und ein angesagtes Reiseziel. Diese Perle der Adria verfügt über ein reiches Naturund Architekturerbe und ein ausgeglichenes mediterranes Klima.

Seit nun 40 Jahren begeistern die Sportweltspiele jedes Jahr bis zu 2.000 sportliche Mediziner, Ärzte, Apotheker und Kollegen aus den gesundheitlichen und pflegenden Berufen, die mit Freunden und Familien aus mehr als 40 Ländern anreisen. Aus dem deutsch- Zitat sprachigen Raum haben bei der Veranstaltung 2018 über ein Drittel Frauen aktiv teilgenommen; die deutschen Teilnehmer führten den internationalen Medaillenspiegel an.

Die Wettkämpfe der Sportweltspiele werden in fairer Atmosphäre ausgetragen und bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, internationale Freundschaften zu schließen und in über 20 verschiedenen Sportdisziplinen an den Start zu gehen. Die Sportwettkämpfe werden außer den Mannschaftssportarten sowie Golf und Schach in sechs Alterskategorien gewertet. Das tägliche gesellige und folkloristische Programm und die allabendlichen Siegerehrungen runden das Sportevent ab. Teilnehmen können Medizinerinnen und Mediziner sowie Kollegen aus medizinischen und pflegenden Berufen. Auch Studenten und Auszubildende aus den Fachbereichen können akkreditiert werden.

Die Sportweltspiele sind wegen der großen Vielfalt der angebotenen Disziplinen und Startmöglichkeiten für Amateursportler einmalig. Von Tennis über Leichtathletik und Schwimmen, Radrennen und Fußball bis hin zum Orientierungslauf und Segeln reicht die Liste der Disziplinen, bei denen auch Freunde und Angehörige der Teilnehmer ohne Wertung mitstarten können.

Neben den sportlichen Wettkämpfen bieten die Sportweltspiele einen internationalen Kongress für Sportmedizin und einen Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt.

Informationen finden Sie im Internet unter www.sportweltspiele. de.

Sportweltspiele/IZZ

 

Forschungsförderung der DGPZM

 

Zwei Projekte gefördert

Ausgabe 11, 2018

Die Deutsche Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) hat auf ihrer Jahrestagung am 28. September 2018 in Dortmund die Empfänger der diesjährigen Forschungsförderung bekannt gegeben. Der von dem Mund- und Zahnpflegeunternehmen CP GABA geförderte Wissenschaftsfonds unterstützt Forschungsvorhaben zur Förderung und Verbesserung der Mundgesundheit und zur Verhütung oraler Erkrankungen.

Aus allen Einreichungen wurden in diesem Jahr von den Gutachtern und der Jury zwei Forschungsvorhaben als besonders förderwürdig befunden. Ein Betrag von 10.760,00 Euro ging an das Projekt „Zelltoxizität verschiedener Biopolymere nach Bestrahlung“, der Arbeitsgruppe Benedikt Luka und Prof. Dr. Nadine Schlüter von der Freiburger Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie. Die zweite Förderzusage in Höhe von 10.147,51 Euro erhielt Dr. Kyrill Schoilew von der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde der Universität Heidelberg für sein Projekt „Mikrobiom und orale Mukositis“.

Die Geförderten nahmen die Förderzusage aus den Händen des DGPZM-Präsidenten Prof. Dr. Stefan Zimmer und Dr. Marianne von Schmettow, Scientific Affairs Manager D-A-CH der CP GABA, Hamburg, entgegen. Dr. von Schmettow verband ihre Glückwünsche mit der Feststellung, dass die Förderung hoffnungsvoller junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihrem Unternehmen sehr wichtig ist. Prof. Zimmer von der Universität Witten/Herdecke freute sich, dass die noch junge DGPZM seit 2014 nun bereits die Forschungsprojekte 12 und 13 fördern konnte. Er bedankte sich für das finanzielle Engagement der CP GABA. „Ohne Unterstützung der Industrie wäre unsere noch kleine Gesellschaft nicht in der Lage, derart interessanten Projekten zur Realisierung zu verhelfen.“

dgpzm

 

Kleine U3-Beratungsbox

 

Individuelle Prophylaxe in der Zahnarztpraxis

Ausgabe 11, 2018

Beratungen von werdenden Eltern und Eltern mit Kleinkindern gehören spätestens seit Einführungen der Verweisungen der Kinderärzte von U3 zum zahnärztlichen Alltag jeder Praxis, in der Kinder willkommen sind. Um das breitgefächerte Angebot an Printmedien und Utensilien zu bündeln, gibt es nun eine Beratungskiste der Zahnärztin Dr. Birgit de Taillez.

Die kleine U3-Beratungskiste ist als praktisches und werbeneutrales Hilfsmittel gedacht, um die Voruntersuchungen und Beratungen der unter dreijährigen Kinder und ihrer Eltern zu erleichtern und mit anschaulichen Inhalten zu füllen. In übersichtlicher Anordnung findet der beratende Zahnarzt oder die Pro- Individuelle Prophylaxe in der Zahnarztpraxis Kleine U3-Beratungsbox phylaxemitarbeiterin hier alles, was man zu jeder Untersuchung braucht:

  • UZA-Printmedien,
  • UZB-empfohlener Ernährungssauger, empfohlener Beruhigungssauger und entsprechende Negativbeispiele sowie Printmedien,
  • UZa-Fingerzahnbürste, Zahnpasta, Trinklernbecher, Printmedien,
  • UZ 1a-Zahnbürste, Zahnpasta und Kiefermodelle,
  • UZ 1b-2b MVHP und Printmedien.

Alle aktuellen Informationen zum Thema Prävention im Bereich U3 und wichtige Internet-Links sind auf der zum Inhalt gehörenden U3-CD enthalten. Ausgewählte Printmedien von LAGH, BuKiZ und aid bieten für jedes Lebensalter wichtige Informationen.

Alle Printmedien finden Sie in einem handlichen Päckchen, die Beratungsmaterialien zum Anfassen und Zeigen haben alle einen Extraplatz in der Kiste. Damit das Wegräumen erleichtert wird und nicht nach der zehnten Beratung alles durcheinander wirbelt, ist jeder Platz der Kiste mit kleinen Aufklebern gekennzeichnet, die zusätzlich kurze Basisinformationen enthalten.

Sind die Printmedien vergriffen, befinden sich ebenfalls kleine Sticker am Boden der Kiste, die ein schnelles Auffüllen erleichtern. Die Auswahl aller in der Kiste enthaltenen Materialien orientiert sich eng an aktuellen Vorgaben des Ratgebers der BZÄK und der KZBV und Informationen der LAGH.

LAGH