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Namen und Nachrichten

Neuer AOK-Geschäftsführer

 

Josef Bühler geht nach Stuttgart

Ausgabe 10, 2019

Josef Bühler, seit 2012 Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Ostwürttemberg, wechselt zum 1. Oktober zur Hauptverwaltung der AOK Baden-Württemberg nach Stuttgart, berichtet die Schwäbische Zeitung. Er übernimmt die unternehmensweite Querschnittsaufgabe des Koordinators und Leiters für Sicherung und Weiterentwicklung der landesweiten ambulanten ärztlichen und zahnärztlichen Versorgung.
„Solche Gelegenheiten kommen nicht oft. Damit kann ich zukünftig in der Schaltstelle der AOK BadenWürttemberg sowohl die landesweite Fortentwicklung der Strukturen der ambulanten Arzt-Versorgung als auch die Strategien für Planung und Umsetzung entscheidend mit vorantreiben. Davon kann auch unsere Region Ostwürttemberg profitieren. Gerade vor dem Hintergrund des Landarztmangels hat die Aufgabe einen Reiz“, sagt Bühler.
Einer neuen Aufgabe in größeren Strukturen als bisher stellt sich auch Michael Svoboda, stellvertretender Geschäftsführer der AOKBezirksdirektion Ostwürttemberg. Er wechselt in eine der größten Bezirksdirektionen der AOK Baden-Württemberg nach Esslingen und übernimmt ab 1. Oktober die Leitung des zentralen Geschäftsbereichs Versorgungsmanagement in der AOK-Bezirksdirektion NeckarFils. Für Svoboda ist der Sprung von der kleinsten zu einer doppelt so großen Bezirksdirektion innerhalb des Unternehmens eine Herausforderung.

Schwäbische Zeitung/IZZ

 

Bittere Einsicht

 

Einfluss BadenWürttembergs sinkt

Ausgabe 10, 2019

Norbert Wallet kommentierte in der Stuttgarter Zeitung vom 19. September die Entscheidung, die Bundesagentur für Sprunginnovation nicht im Südwesten, sondern in Leipzig einzurichten, wie folgt:


„Das hängt nicht vom Alter ab. Kretschmann macht einen fitten Eindruck. Und Unfug kann man auch im jüngeren Alter machen.“

Prof. Dr. Josef Schmid, Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen, im Interview mit der Badischen Zeitung auf die Frage ob es nicht eine Bürde sei, mit 71 Jahren noch einmal zu kandidieren.

Der Entscheidung für den Standort Leipzig haftet diesmal nicht dieses Gschmäckle an, das dem Votum zugunsten Münsters als Ort der Forschungsfabrik für Batteriezellen noch anhing. Wobei allerdings auch diesmal persönlich-biografische Gründe genauso eine Rolle spielten wie übergeordnete, durchaus sachfremde politische Erwägungen. Aber zieht man das alles ab, bleiben noch immer genug Gründe, die die Wahl Leipzigs plausibel erscheinen lassen. Leipzig ist ein urbanes Zentrum mit kreativen Köpfen und guter Anbindung. Dagegen lässt sich nichts sagen.
Deshalb sollte man im Südwesten nicht nachkarten, sondern nüchtern analysieren. Zu dieser Analyse gehört auch die unbequeme Erkenntnis, dass der Einfluss des Landes auf die Berliner Entscheidungsträger in den vergangenen Jahren – vorsichtig ausgedrückt – sicher nicht gewachsen ist. Die Nordrhein-Westfalen und die Ostdeutschen haben jedenfalls ihre Interessen geschickter zu Gehör gebracht. Das sollte man im Staatsministerium genau registrieren und Konsequenzen daraus ermitteln. Und vielleicht gehört zu der Analyse auch die Einsicht, dass das dröhnende Selbstbewusstsein, das die Landespolitik so gerne in Bezug auf Leistungs- und Strahlkraft Baden-Württembergs traditionell verbreitet, au- ßerhalb der Landesgrenzen vielleicht nicht überall so uneingeschränkt geteilt wird. Rein forschungspolitisch aber war die Leipzig-Entscheidung eher eine Kleinigkeit.