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Editorial

Ausgabe 1/2, 2020

» Berufspolitik. „Das neue Jahr ist zugleich das letzte Jahr der 16. Kammerperiode“, resümiert der LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert in seinem Leitartikel. „Es gilt, den zahnärztlichen Blick nach vorn zu richten, gesundheitspolitische Trends zu reflektieren und standespolitisch zum Endspurt anzusetzen“. Lesen Sie hier welche Herausforderungen und Aufgaben im Kammerwahljahr noch vor den Zahnärztinnen und Zahnärzten liegen und wie sich die Kammer positionieren muss, um die zahnärztliche Freiberuflichkeit zu stärken.

„Bereit für die Zukunft“ überschreibt Andrea Mader ihren Bericht über die Vertreterversammlung der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg. „Es war eine Herkulesaufgabe, die dem neu gewählten Vorstand der Landeszahnärztekammer zu Beginn der 16. Kammerperiode 2017 bevorstand. Drei kammerinterne Führungspositionen galt es neu zu besetzen. Mit der Genehmigung der Anstellungsverträge der neuen Direktorin des ZFZ Stuttgart, des neuen Direktors der Akademie Karlsruhe und der neuen Leiterin des Informationszentrum Zahn- und Mundgesundheit IZM, vormals IZZ, durch die Vertreterversammlung der LZK BW am 7. Dezember 2019, ist dieser Kraftakt geschafft. Lesen Sie hier mehr .

Dr. Holger Simon-Denoix berichtet über die Vertreterversammlung der KZV Baden- Württemberg Ende November 2019. „Einstimmiges Votum für den Erhalt und die Stärkung der flächendeckenden zahnmedizinischen Versorgung: Freiberuflichkeit und die Selbstverwaltung mit Gestaltungsspielraum sind Voraussetzungen dafür. Mit dieser Resolution und weiteren Beschlüssen positionierten sich die Delegierten am 30. November und 1. Dezember in Donaueschingen in aller Deutlichkeit. Einem Systemumbau durch versorgungsfremde Investoren will man vehement entgegenwirken. Vorstand und Ehrenamt der KZV BW sandten ein wichtiges Signal an den Berufsstand und die Öffentlichkeit: Kontinuierlich hohes Engagement von freiberuflich tätigen Zahnärzten ist wichtiger denn je.“

» Fortbildung. „Zahnärztinnen und Zahnärzte werden in ihrer Praxis regelmäßig mit Fällen von Kindeswohlgefährdung konfrontiert. Um häusliche Gewalt zu erkennen, ist es wichtig Verletzungen oder Hinweise auf Spuren von Gewalt und Vernachlässigung zu detektieren sowie zu hinterfragen, ob Anamnese und Art des Befundes zusammenpassen. Dabei gilt es zu unterscheiden, ob Verletzungen z. B. durch einen Unfall erklärt werden können oder ob eine Misshandlung vorliegt.“ Lesen Sie den Beitrag „Kindeswohlgefährdung im zahnärztlichen Bereich“ von Dr. Julian Schmoeckel und Dr. Natalie Stanislawski.

» Prophylaxe. Ende November kamen in Kornwestheim der Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft für Zahngesundheit e. V. (LAGZ) zur Vorstandssitzung und im Anschluss die Mitglieder zur Mitgliederversammlung zusammen. Wichtige Themen in diesem Jahr waren das „Konzept für die Betreuung von unter dreijährigen Kindern in der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe in Baden-Württemberg“ und die frühkindliche Karies im Allgemeinen.

» Geschichte. Die Rolle der Zahnärzteschaft während des NS-Regimes war Teil einer wissenschaftlichen Untersuchung im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) in Kooperation mit den Universitäten Düsseldorf und Aachen. Die Ergebnisse zeigen, „dass der Berufsstand alles andere als stolz auf das Verhalten einiger Zahnärztinnen und Zahnärzte sein kann, die sich dem Regime in vielerlei Hinsicht andienten.“ Lesen Sie hier mehr.

» Doppelausgabe. Zuletzt noch ein Hinweis in eigener Sache: Ab 2020 erscheint das Zahnärzteblatt Baden-Württemberg als Doppelausgabe für die Monate Januar/Februar. Die nächste Ausgabe erscheint dann im März.

» gabi.billischek@izz-online.de