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Namen und Nachrichten

Gesundheitsstandort BW

 

50 Millionen Förderung

Ausgabe 3, 2020

Die grün-schwarze Landesregierung will den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg nach vorne bringen. Dafür wolle man in den Jahren 2020 und 2021 innovative Projekte des Forums Gesundheitsstandort mit 50 Millionen Euro fördern, kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann an. Die Projekte reichen nach Angaben des Staatsministeriums von personalisierter Krebsbehandlung über die Bekämpfung multiresistenter Keime in Krankenhäusern bis hin zu neuen Ansätzen im Pflegebereich. Auch der Aufbau einer neuen Informationsstelle in Tübingen soll gefördert werden, an die sich Ärzte wenden können, wenn sie mit seltenen Krankheiten von Patienten zu tun haben.
Das Forum Gesundheitsstandort soll Forschung, Wirtschaft und Versorgung vernetzen. Seit seiner Gründung 2018 hätten sich mehr als 400 Teilnehmer aus Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Forschungsinstituten und Universitäten sowie Pharma- und Medizintechnikfirmen darin zusammengeschlossen. Das Silo-Denken im Gesundheitsbereich müsse überwunden werden, sagte Kretschmann. Die Kooperation von Forschungs-, Wirtschaftsund Sozialministerium wird vom Staatsministerium koordiniert.

dpa

 

gematik

 

Verstärkung für TI-Ausbau

Ausgabe 3, 2020

Dr. Florian Hartge übernimmt ab März die Verantwortung aller Produktionsprozesse innerhalb der gematik. In der neu geschaffenen Position als Chief Operating Officer (COO) soll er für eine Weiterentwicklung und Professionalisierung in den Bereichen Systems Engineering, Test & Zulassung sowie TI-Entwicklung sorgen. Dr. Hartge bringt die Erfahrung aus 15 Jahren Berufstätigkeit in Gesundheitswesen und IT mit. In seiner letzten Position war Hartge Geschäftsführer und Gründer der Berliner Unternehmensberatung fbeta mit dem Schwerpunkt Gesundheitsdigitalisierung.

gematik/IZZ

 

Datenschutzgrundverordnung

 

160.000 Verstöße

Ausgabe 3, 2020

Seit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 wurden in den 28 EU-Mitgliedsländern plus Norwegen, Island und Liechtenstein bisher 160.000 Verstöße gegen sie gemeldet. Das hat die Kanzlei DLA Piper ausgerechnet. Europäische Datenschutzbeauftragte hätten dabei Strafen im Gesamtwert von 114 Millionen Euro verhängt. Die größte Strafe entfiel dabei auf Google. Die französische Datenschutzbehörde CNIL hatte vor einem Jahr dem US-Internetunternehmen eine Geldbuße von 50 Millionen Euro auferlegt, unter anderem weil Informationen zur Verwendung der erhobenen Daten und dem Speicherzeitraum für die Nutzer nicht einfach genug zugänglich seien. Frankreich führt damit die Rangliste der Länder mit den höchsten Gesamtsummen der Geldbußen an. Hinter den 51,1 Millionen Euro der Franzosen folgen Deutschland mit rund 24,6 Millionen Euro, Österreich mit 18,1 Millionen und Italien mit 11,5 Millionen.
Die Rangliste der am meisten gemeldeten Verstöße führen mit 40.647 die Niederlande an. Deutschland kommt mit 37.636 Meldungen auf den zweiten Platz, darauf folgen Großbritannien mit 22.181 und Irland mit 10.516 Meldungen.

heise/IZZ

 

Arzneimitteleinnahme

 

Wechselwirkungen mit Lebensmitteln

Ausgabe 3, 2020

Bei der Einnahme von Medikamenten sollten Wechselwirkungen mit Lebensmitteln berücksichtigt werden. Viele Medikamente reagieren nicht nur mit Genuss-, sondern auch mit einigen Nahrungsmitteln. Besonders riskant ist der Konsum von Alkohol mit Schlaf- oder Beruhigungsmitteln und psychoaktiven Substanzen. Doch auch Antibiotika vertragen sich nicht mit allen Lebensmitteln. Antibiotika gehen häufig eine Wechselwirkung mit Kalzium in Milchprodukten wie Joghurt oder Quark ein, sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer. Dadurch könne der Körper die Wirkstoffe schlechter aufnehmen, und das Antibiotikum wirke weniger stark. „Manche Antibiotika vertragen sich auch nicht mit Kaffee, sondern verstärken dessen blutdruckerhöhenden Effekt zusätzlich, weil das Koffein schlechter abgebaut werden kann. Schlafprobleme oder Herzrasen können die Folge sein“, sagt Günther. Viele Medikamente würden außerdem durch Grapefruit beeinflusst. Da auch eine zeitversetzte Einnahme nicht vor Wechselwirkungen schütze, solle man auf diese exotische Frucht lieber ganz verzichten, während man Arzneimittel einnehme. Selbst Mineralwasser sei nicht immer unbedenklich in Kombination mit Arzneimitteln. Sei das Wasser mit Kalzium und Eisen angereichert, wirkten einige Arzneimittel weniger gut, weil die Wirkstoffe gebunden und nicht mehr frei verfügbar sind. Osteoporose- Medikamente oder auch Schilddrüsenpräparate sollten daher lieber mit Leitungswasser eingenommen werden.

Barmer/IZZ


„Heute gibt es die sozialen Medien, die haben alles verändert. Jetzt sind alle Informationen da. Kein Wunder, dass sich viele Menschen auch mal nach Authentischem sehnen.“

Der Mode-Designer Tommy Hilfiger sagte im Interview mit dem „Tagesspiegel“, dass die Digitalisierung viele Marken abhängt.